Legendär: Martina Hill (r.) als Heidi Klum – links die echte "GNTM"-Moderatorin
Legendär: Martina Hill (r.) als Heidi Klum – links die echte "GNTM"-Moderatorin
bild: prosieben

Nach Sat.1-Satire mit Heidi Klum fordern Fans nun Helene Fischer heraus

15.10.2019, 09:10

Es kann nur eine Heidi Klum geben – zum "Germany’s Next Topmodel"-Finale in diesem Jahr gab es erstmals zwei. Mit Walle-Perrücke, pinkem Bademantel und Klumscher Schrill-Stimme wollte sich Comedy-Star Martina Hill im Mai einen Platz in der ProSieben-Show erschleichen – bis sie schließlich von der Model-Mama persönlich mit einer Bratpfanne eines über den sehr blonden Schädel gezogen bekam.

Der Gag entstand natürlich in Kooperation von Hill und Heidi – und nun kehrte die "GNTM"-Ikone für einen zweiten Sketch zurück. Am Sonntagabend zeigte Sat.1 neue Folgen der "Martina Hill Show" – mit Heidi Klum als Gast-Star.

Erneut war die Comedienne in ihren Heidi-Fummel geschlüpft, saß im schrillen Leo-Dress in ihrer Garderobe und übte während des Haarstylings piepsige Klum-Sprüche. "Wenn ich in die Heidi-Rolle schlüpfe, kann ich sie gar nicht mehr ablegen", sinnierte Hill. "Und ich sehe sie auch überall!" Tatsächlich – denn die Stylistin entpuppte sich als echte Heidi Klum.

Heidi Klums "Martina Hill Show"-Satire wird gefeiert

So viel Selbstironie (und das zum zweiten Mal) hatten die Fans dem Model wohl nicht zugetraut. Für ihren Cameo wurde sie auf Twitter gefeiert. Und auch die Quoten stimmten: 1,34 Millionen Zuschauer sahen die echte und die falsche Heidi piepsen, in der jungen Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) erreichte Sat1 sogar 14 Prozent Marktanteil.

Und die kleine Satire brachte die Klumsche Twitter-Gang auf ganz neue Ideen: Was Heidi kann, kann Helene schon lange! So schrieb User Pneumokrat: "Ob Frau Fischer die Carolin Kebekus für ihre Helene Parodie auch so adeln würde?"

Zur Erinnerung: 2014 parodierte Hills Kollegin Carolin Kebekus, die auch als Gaststar in ihrer Sat.1-Sendung zu sehen ist, die Schlagerqueen in einem legendären Auftritt beim Deutschen Comedypreis. Im knappen Flitter-Fummel ließ sie sich Helene-like von der Decke herabschweben, performte ihren Dauerohrwurm "Atemlos" in einer ganz – öhm – eigenwilligen Version, in der sie die an sich harmlosen Schlager-Textzeilen durch Worte wie "Brechdurchfall" ersetzte.

"Atemlos": Carolin Kebekus 2014 als Helene Fischer
"Atemlos": Carolin Kebekus 2014 als Helene Fischer
Bild: dpa

Auf Kebekus prasselte damals ein erwartbarer Shitstorm aus der Schlagerszene nieder. Und Helene Fischer selbst? Die zeigte sich angeblich amüsiert.

Carolin Kebekus erklärte nach ihrer Helene-Parodie:

"Ich weiß, dass Helene das sehr lustig fand, wir hatten Kontakt und sie fand es lustig, auch ihr Team."

Auch ein Kompliment gab's gratis dazu: "Helene Fischer ist der größte Star, den wir in Deutschland gerade haben!" Es wird also dringend Zeit für eine neue Parodie, finden wir – vielleicht ja mit Heidi und Hill im Doppel.

(ab)

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