Günther Jauch ahnungslos bei WWM

Günther Jauch in seinem Element. Bild: Screenshot TVNOW

Trotz Jahrzehnten vor der Kamera: TV-Auftritte machen Jauch zu schaffen

Ein Leben vor der Kamera: Wenige Gesichter sieht man in Deutschland so häufig (und gerne) im TV, wie "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch. Seit nun mehr 20 Jahren löchert Jauch seine Kandidatinnen und Kandidaten mit mal mehr, mal weniger schweren Fragen, gibt ihnen Tipps und trägt mit seiner leicht lakonischen Art wesentlich zum Unterhaltungswert der RTL-Sendung bei.

Der Millionen-Onkel war nun beim Deutschlandfunk für ein längeres Gespräch zu Gast. Dort verriet er nicht nur, dass sein Hamster an Ostern einst zu tief ins Eierlikör-Glas sah. Er zeigte sich auch von einer verletzlichen Seite.

Moderatorin Britta Bürger sprach mit Jauch nämlich auch über dessen Fernseh-Leben und wollte wissen, was ihm eigentlich die Kameras bedeuten.

Jauch hat sich selbst noch nie im TV gesehen

Jauch antwortete offen: "Ich habe keine Angst vor Kameras, mich packt auch keine Nervosität." Doch dann gestand er: "Ich möchte mir das Ergebnis nicht gerne ansehen." Er könne von sich behaupten, "dass ich mich noch nie im Fernsehen gesehen habe".

Schwer vorstellbar, bei einer Karriere, die zwar nicht ausschließlich, aber doch zu sehr großen Teilen genau dort stattgefunden hat: vor der Kamera.

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War auch mal jung: TV-Legende Jauch. Bild: United Archives / United Archives / kpa

So sagte auch Moderatorin Bürger dann erstaunt: "Das glaube ich nicht." Woraufhin Jauch entgegenete: "Doch, das ist so." Er liebe genau deswegen Live-Sendungen, denn da komme er hinterher nicht in Versuchung, sich eine Aufzeichnung anzusehen.

Bei aufgezeichneten TV-Beiträgen geht es ihm offenbar ähnlich. Jauch erklärte zum Beispiel, dass er seine Stimme nicht gern selbst höre. "Ich mag das nicht, ich bekomme da Komplexe."

"Wer wird Millionär" ist nicht live

Da muss sich Jauch Woche für Woche aber anstrengen. Denn seit Jahren läuft "Wer wird Millionär" montags im TV – und das ist eben nicht live, sondern wird vorher aufgezeichnet.

Neben der eigenen Stimme machen ihm auch sein Auftreten und Aussehen vor der Kameras zu schaffen. "Ich sage dann, 'Schau mal, wie blöd ich da gucke', oder 'Was habe ich da wieder an', 'Guck mal, der Bauch' und 'Wie gehst du denn da wieder'". Das ist doch ganz beruhigend für uns Normalos: Auch ein Günther Jauch hat also Unsicherheiten.

(pcl)

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