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Karin Ritter wurde durch Beiträge bei "Stern TV" bekannt. bild: rtl/ stern tv

Wirbel um prominenten Besuch an Karin Ritters Grab

"Wenn man schon mal in Köthen ist...", schrieb Sängerin Annemarie Eilfeld am Dienstag in ihrer Instagram-Story. Zu sehen ist ein Foto von Karin Ritters Grab. Eilfeld war unterwegs und in einem Wellnesscenter in Köthen, danach besuchte sie das Grab wohl ganz spontan. Von einigen Fans wurde sie dafür kritisiert.

Auf Anfrage von RTL teilte die Sängerin mit, dass ein Bekannter von ihr auf dem Friedhof begraben sei. Ritters Grab sei in der Nähe gewesen.

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Annemarie Eilfeld postete ihren Besuch auf Instagram.

Das Grab sei "sehr schön". "Egal was sie für ein Mensch war oder zu sein schien, ich finde die Menschlichkeit sehr bewegend, die ihr im Tod entgegengebracht wird", so die Sängerin. Sie habe viele positive Rückmeldungen zu ihrem Besuch bekommen.

Doch auf Twitter gab es auch negative Kommentare. "Und ich dachte, nach dem 'Sommerhaus der Stars' könne mich Annemarie Eilfeld nicht mehr negativ überraschen...", schreibt eine Nutzerin.

Karin Ritter und ihre Familie wurden seit 1994 immer wieder von "Stern TV" begleitet und in den Medien als "Nazi-Familie" bezeichnet. Auch in ihrer Heimat im sachsen-anhaltinischen Köthen sind sie äußerst bekannt, gelten als Problemfamilie.

Vor laufenden Kameras hetzten sie beispielsweise immer wieder gegen Migranten. Karin Ritter selbst hatte Kontakte zu stadtbekannten Nazis, ihre Söhne wollten seit ihrer Kindheit Skinheads werden und saßen bereits mehrfach im Gefängnis. Ritter sorgte in den "Stern TV"-Beiträgen mit abschätzigen Sprüchen und Beschimpfungen für besondere Aufmerksamkeit, ihr rechtsradikales Gedankengut trug sie schon früh offen zur Schau, was bereits in den 90er-Jahren für Entsetzen bei den Zuschauern sorgte. Karin Ritter starb Ende Januar und wurde 66 Jahre alt.

(pas)

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