Erste Diesel-Fahrverbote in Hamburg ab 31. Mai

Die bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote wegen zu schlechter Luft sollen am Donnerstag kommender Woche in Hamburg in Kraft treten. Wie die Umweltbehörde der Hansestadt am Mittwoch ankündigte, ist vom 31. Mai an eine Sperrung zweier Straßenabschnitte für ältere Dieselautos und Lastwagen geplant.

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Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge waren in Hamburg zum Jahresanfang insgesamt 264 406 Diesel-Pkw zugelassen. Davon erfüllten 96 356 Wagen die sauberste Euro-6-Norm, 80 803 die Euro-5-Norm, die anderen Euro-4 und schlechter. Betroffen sind von dem Fahrverbot in der Max-Brauer-Allee somit gut 168 000 Hamburger Pkw sowie alle anderen Diesel aus Deutschland und dem Ausland, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen und nach Hamburg einfahren.

Die Autoindustrie widerspricht

Ebenfalls unter ein Fahrverbot fällt ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße. Dieser soll aber nur für ältere Diesel-Lkw gesperrt werden, nicht für Pkw. Ausgenommen sind zudem Rettungsfahrzeuge, Anwohner und deren Besucher, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis, sofern sie Passagiere aufnehmen oder absetzen.

Die deutsche Autoindustrie bleibt auch nach der Hamburger Ankündigung bei ihrer strikten Ablehnung von Diesel-Fahrverboten. Es gebe bessere Instrumente zur Luftreinhaltung in den Städten als die nun bundesweit erstmals anstehenden Beschränkungen. "Innovationen leisten einen höheren Beitrag", bekräftigte der Branchenverband VDA am Mittwoch.  Zudem seien im vergangenen Jahr bereits 1,1 Millionen neue Euro-6-Diesel auf die Straße gekommen.

Dem widersprechen Umweltverbände, die auf eine Nachrüstung der alten Diesel-Pkw setzen.

 (pb/dpa)

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