Daimler drohen fast 4 Milliarden Euro Strafe wegen Abgasmanipulation

01.06.2018, 16:1001.06.2018, 17:19

Daimler droht einem Medienbericht zufolge wegen möglicher Abgasmanipulation ein Ordnungsgeld von fast vier Milliarden Euro. Der "Spiegel" berichtete am Freitag vorab, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe beim Treffen mit Konzernchef Dieter Zetsche am Montag den Verdacht geäußert, dass in 750.000 Fahrzeugen von Mercedes ein unzulässiges Abgasreinigungssystem eingebaut sei. Pro Fahrzeug könne er bis zu 5000 Euro berechnen.

Porsche hat derweil die Produktion von Neuwagen komplett eingestellt: 

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte erstmals einen amtlichen Rückruf von fast 5000 Mercedes-Transportern vom Typ Vito angeordnet, weil man darin eine unzulässige Abschalteinrichtung festgestellt habe. Die Flensburger Zulassungsbehörde untersucht nun, ob die Software auch in anderen Modellen von Mercedes eingebaut ist.

Wenn du dich über den Diesel-Skandal ärgerst, dann schau dir an, was wir Menschen alles kaputt machen:

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Zetsche soll dem Bundesverkehrsministerium binnen zwei Wochen Details präsentieren. Der "Spiegel" berichtete, die Untersuchungen an Dieselmodellen der viel verkauften C-Klasse seien weit fortgeschritten, die Indizien seien aus Sicht der Verkehrsbehörden erdrückend.

Daimler äußerte sich nicht dazu

Man habe mit Verkehrsminister Scheuer Vertraulichkeit vereinbart. Das Bundesverkehrsministerium war zunächst nicht für eine Stellungahme zu erreichen.

(hd/rtr) 

Preise im Sinkflug: Warum Schweinehalter ihre Tiere nicht mehr loswerden

Mit jedem Schwein, das sie verkaufen, machen Landwirte derzeit Verluste – bis zu 70 Euro pro Tier. Die Marktlage ist für zahlreiche Betriebe existenzbedrohend, und das bereits seit eineinhalb Jahren. Um ihre Lebenshaltungskosten zu decken, müssen viele Familienbetriebe von Rücklagen oder Eigenkapital leben. "Die Branche befindet sich in einer Preis-Kosten-Falle", erklärt Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gegenüber watson. "Die Preise sinken, die Kosten sind aber im Vergleich zu letztem Jahr um 30 Prozent gestiegen – hauptsächlich wegen steigender Preise für Futtergetreide und Energie."

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