Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Windkraftanlage Windkraftanlagen Windpark Windenergie Alternative Energie Energien in Norddeutschland Schleswig-Holstein bei Klanxbüll - Niebüll kurz vor dem Hindenburgdamm nach Sylt - Windrad Symbolfoto Turbine Windturbine;Windkraftanlage Windkraftanlagen Windpark Windenergie Alternative Energie Energien in Norddeutschland Schleswig-Holstein bei Klanxbüll - Niebüll kurz vor dem Hindenburgdamm nach Sylt - Windrad Symbolfoto Turbine Windturbine, Niebüll Schleswig-Holstein Deutschland Klanxbüll *** wind power plant wind power plants wind farm wind energy alternative energy in Northern Germany Schleswig Holstein near Klanxbüll Niebüll just before the Hindenburgdamm to Sylt wind turbine symbol photo turbine wind turbine wind power plant wind turbines wind farm wind energy alternative energy in Northern Germany Schleswig Holstein near Kl

Symbolbild. imago/watson-montage

"Clean Meat": Kann Fleisch aus dem Labor das Klima retten?

Als das niederländische Start-up Mosa Meat 2013 den ersten Burger aus im Labor kultiviertem Fleisch vorstellte, kostete dieser noch 250.000 Euro. Nun soll er innerhalb der nächsten zwei Jahre zum Preis von knapp neun Euro in den Regalen der Supermärkte liegen. Er wäre damit immer noch viel teurer als eine gewöhnliche Bulette. Doch die Sorgen der Verbraucher um den Klima-Wandel, das Wohlergehen der Tiere und ihre eigene Gesundheit treiben das Interesse an sogenanntem "Clean Meat".

Für dieses Fleisch müssen keine Tiere geschlachtet werden; es wird aus Zellen von Rindern, Schweinen oder Geflügel im Labor gezüchtet. Die Zahl der Start-ups, die sich mit dem Thema befassen, hat sich im vergangenen Jahr auf mehr als zwei Dutzend von gerade einmal vier Ende 2016 erhöht, wie aus Daten der Marktforscher vom Good Food Institut hervorgeht.

Zucht-Fleisch aus dem Reagenzglas

"Der Burger war 2013 noch so teuer, weil es damals eine neue Wissenschaft war und wir in sehr kleinem Maßstab produzierten", erklärt eine Sprecherin von Mosa Meat.

"Sobald die Produktion hochgefahren ist, rechnen wir mit Herstellungskosten von rund neun Euro."

Dann könnten die Labor-Burger am Ende sogar billiger werden als ihre herkömmlichen Konkurrenten. Seit 2013 sind die Produktionskosten nach Angaben des Unternehmens, zu dessen Investoren Google-Mitgründer Sergey Brin aber auch der deutsche Pharmakonzern Merck gehören, dramatisch gefallen. Auch die spanische Firma Biotech Foods will bei dem neuen Trend mitmischen und forscht an Laborfleisch.

Biotech-Foods-Mitgründerin Mercedes Vila rechnet vor, dass die durchschnittlichen Produktionskosten für ein Kilogramm Laborfleisch inzwischen bei rund 100 Euro liegen und damit deutlich unter den 800 Dollar, die die israelische Biotechfirma Future Meat Technologies noch vor einem Jahr genannt hatte. Erst einmal müssen Unternehmen wie Mosa Meat und Biotech Foods aber einen Antrag auf EU-Zulassung ihrer Produkte stellen. Momentan arbeiten sie an einer Verbesserung ihres Wachstumsserums, mit dem das Fleisch im Labor kultiviert wird. Nach Angaben von Liz Specht vom Good Food Institut ist das Zellkulturmedium, das zur Herstellung von Laborfleisch benötigt wird, der entscheidende Kostentreiber. Sie geht davon aus, dass dieses deutlich günstiger hergestellt werden kann und ohne tierische Bestandteile.

Nicht per se gut fürs Klima

Die Befürworter von "Clean Meat" glauben, dass Laborfleisch der einzige umweltverträgliche Weg ist, um den wachsenden Fleischbedarf zu decken, den die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2050 erwartet. Vom Trend zu Fleischersatzprodukten profitieren aber auch die Hersteller von Veggie-Burgern, allen voran der US-Anbieter Beyond Meat. Um dessen Burger auf Basis von Erbsenprotein ist zwischenzeitlich ein regelrechter Hype entbrannt. Der Börsengang der Firma war einer der erfolgreichsten in den USA seit Jahren.

Es gibt aber auch Skeptiker hinsichtlich "Clean Meat" wie den Umweltwissenschaftler John Lynch von der Universität Oxford. Für ihn ist es noch ungewiss, ob eine skalierbare Fleischproduktion im Labor tatsächlich Energie und Nährstoffe effizienter in Fleisch umwandeln kann als die konventionelle Fleischproduktion. "Einige Studien haben zwar gezeigt, dass Zuchtfleisch weniger 'Futter' benötigt als die konventionelle Tierproduktion, dafür aber mehr Energie", sagt er. "Wenn dies der Fall ist, dann hängen die Auswirkungen auf das Klima davon ab, woher diese Energie kommt."

(ts/reuters)

Auch nicht gut fürs Klima – in der Bahn

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

McDonald's- und Burger-King-Mitarbeiter packen über dreisteste Kunden aus

Link zum Artikel

9 Hochzeitsplaner erzählen, welche "tollen Ideen" sie nicht mehr sehen können

Link zum Artikel

Ein Helene-Fischer-Song war für Florian Silbereisen gedacht – doch es kam ganz anders

Link zum Artikel

Autofahrer weichen aus: Gelbe Teststreifen plötzlich auf der A4 aufgetaucht

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Mit seinem Helene-Fischer-Auftritt hat sich der Engel verraten

Link zum Artikel

iPhone-Userin ruiniert besonderen Moment der Braut – so regt sich eine Fotografin auf

Link zum Artikel

Ein Bobby-Car im Parkverbot – so reagiert die Polizei

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Dieser Promi steckt im Kudu-Kostüm!

Link zum Artikel

Gleiches Produkt, dreifacher Preis? Jetzt reagiert Edeka auf die Vorwürfe

Link zum Artikel

"Masked Singer": Faisal Kawusi empört mit üblem Merkel-Witz – ProSieben reagiert patzig

Link zum Artikel

Whatsapp-Panne: Tochter schickt Eltern Urlaubs-Selfie – Wiedersehen dürfte peinlich werden

Link zum Artikel

Das denken Singles, wenn sie diese 5 Sprüche hören

Link zum Artikel

"Wo ist es nur geblieben?": Fans rätseln über angekündigtes Interview mit Helene Fischer

Link zum Artikel

Aldi startet neues Konzept in London – warum das in Deutschland nicht funktionieren würde

Link zum Artikel

Foodwatch kritisiert Edeka: Zwei Produkte, zwei Preise – trotz gleichen Inhalts

Link zum Artikel

Ein Fehler veranschaulicht, worum es Plasberg beim EU-Streit wirklich ging

Link zum Artikel

Weil sie ihr Auto wuschen: Wut-Brief an Sanitäter – Antwort wird gefeiert

Link zum Artikel

Neymar könnte mit Domino-Effekt für neuen Toptransfer beim FC Bayern sorgen

Link zum Artikel

Whatsapp: Mit diesem Trick kannst du noch Tage später unpassende Nachrichten löschen

Link zum Artikel

Umstrittenes Cover von Helene Fischer: "Vogue"-Chefin spricht über Bedenken

Link zum Artikel

"Stranger Things": Wenn diese Theorie stimmt, ist klar, was aus Hopper wurde

Link zum Artikel

Aldi wird sein Angebot radikal überarbeiten – das wird sich für dich jetzt ändern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Studien über den Klimawandel zeigen: Die Folgen sind schlimmer als gedacht

Hysterisch, apokalyptisch, voyeuristisch – Warnungen vor dem Klimawandel gelten oft als überzogen. Doch aktuelle Studien zeigen: Das Gegenteil trifft zu.

Waldbrände, überhitzte Ozeane, schmelzender Permafrost: Der Klimawandel zeigt sich schon jetzt in sichtbare Konsequenzen. Wie drängend das Problem ist, verdeutlichen mehrere aktuelle Studien – besonders große Sorgen bereiten dabei Ergebnisse von kanadischen Forschern, die in dieser Woche veröffentlicht wurden.

Der Klimaforschung und denen, die Maßnahmen gegen die Erderhitzung fordern, wird zwar häufig unterstellt, sie seien Angstmacher oder quasi-religiöse Apokalyptiker. Sie würden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel