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Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. Hier eine Luftaufnahme aus Menton, die Meeresverschmutzung durch Schlamm, Treibholz und Müll zeigt. Bild: imago images / Peter Seyfferth

Die Klimakrise setzt den Meeren zu – mit alarmierenden Folgen

Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Samstag in Madrid bei der Weltklimakonferenz vorstellte.

Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. "Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, das wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, das die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat", sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts.

Küsten, die an Sauerstoffmangel leiden:

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Bild: iucn

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe:

Bei ihrem Abbau verbrauchen die Algen Sauerstoff. In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische. Besonders Thunfische oder Haie leiden unter den Veränderungen, heißt es in dem Bericht.

Karte mit den gesunden und kranken Regionen

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Bild: iucn

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. "Dies sind die größten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt", heißt es in dem Bericht. Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld.

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heißt es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Größe und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff. Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN.

(hd/dpa)

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