Wissen
Bild

Bild: gettyimages

Forscher decken Muster hinter Hitzewellen und Dürren auf

Erinnerst du dich noch an den vergangenen Sommer? Was haben wir geschwitzt. Und Regen? Zeitweise haben wir vergessen, was das überhaupt ist. Der Grund: Hitzewellen und anhaltende Dürren haben den Sommer im letzten, aber auch in den Jahren zuvor geprägt. Forscher haben nun mit einer Studie belegt, dass die Orte, an denen diese Wetter-Phänomene auftraten, nicht zufällig waren.

Denn die Forscher vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sehen einen Zusammenhang zwischen den Hitzewellen und Dürren in Westeuropa und Nordamerika im vergangenen Jahr und einem besonderen Wellenmuster hoher Luftströmungen; dem sogenannten Jetstream.

Die stockenden Riesenwellen des sogenannten Jetstreams hätten sich bereits bei den Hitzewellen 2003, 2006 und 2015 in Europa gezeigt, teilte das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Montag mit. Die Studie der Wissenschaftler ist im Fachmagazin "Environmental Research Letters" veröffentlicht.

Was ist der Jetstream?

Der Jetstream ist ein starker Wind in etwa zehn Kilometer Höhe. Er kann große Schlängelungen entwickeln, die manchmal über Wochen an einer Stelle verharren.

Dann kann laut PIK aus ein paar warmen sonnigen Tagen eine Hitzewelle oder Dürre entstehen, und aus ein paar regnerischen Tagen können Fluten werden.

Warum ist diese Wetter-Studie wichtig?

Die Studie des internationalen Teams habe gezeigt, dass die spezifischen Orte und der Zeitpunkt der Wetterextreme im Sommer 2018 nicht zufällig waren, sagte Leitautor Kai Kornhuber von der Oxford Universität und dem PIK. Sie seien direkt mit dem Entstehen eines sich wiederholenden Musters im Jetstream verbunden gewesen.

"Wir sehen einen starken Zusammenhang zwischen dem Windmuster und den anhaltenden Hitzeextremen in Westeuropa, Nordamerika und der Region um das Kaspische Meer."

Ko-Autor Dim Coumou von der Vrije Universität Amsterdam quelle: dpa

Das nun erkannte Muster biete die Möglichkeit, die Vorhersage künftiger extremer Wetterereignisse für gefährdete Regionen auf der Nordhalbkugel zu verbessern, hieß es.

Nach Ansicht der Wissenschaftler ist zu erwarten, dass das beobachtete Wellenmuster durch Klimawandel und globale Erwärmung in Zukunft häufiger auftreten wird. Denn Landmassen neigten dazu, sich schneller zu erwärmen als Meeresgebiete. Das erhöhe den Temperaturunterschied zwischen beiden, was die Wellenmuster begünstigen könne.

In den zwei Jahrzehnten vor 1999 hat es laut den Forschern keine stockenden Riesenwellen des Jetstreams gegeben.

(dpa)

Die 10 witzigsten Tierfotos wurden gekrönt

Diese vier Vorurteile füttern Rechtspopulisten

Play Icon

Mehr Wissen:

Bird Box, Tide Pods, Ice Bucket – warum wir nicht ohne virale Challenges können

Link zum Artikel

So sehen farbenblinde Menschen die Welt

Link zum Artikel

7 Tastenkombinationen, mit denen du die Kollegen richtig ärgern kannst

Link zum Artikel

Nichts für schwache Nerven: Amerikaner hustet sich Teil der Lunge aus dem Leib

Link zum Artikel

Chinesische Sonde landet auf der Mondrückseite – dort war vor ihr noch niemand

Link zum Artikel

Dieser Hund hat keinen Durst - das steckt wirklich hinter seiner langen Zunge

Link zum Artikel

Was Tiere im Wald machen, wenn sie denken, sie seien ungestört

Link zum Artikel

Keiner schnappt schneller zu als diese Ameise – und sogar ihre Larven sind nicht sicher

Link zum Artikel

Wein auf Bier, das rat' ich dir – 15 Alkohol-Mythen im Faktencheck

Link zum Artikel

Menschliche Spucke ist ein gutes Putzmittel und 9 weitere Quatsch-Nobelpreisträger

Link zum Artikel

Du bist groß, stark und gefährlich? Interessiert den Honigdachs einen Scheiß

Link zum Artikel

Immer mehr Kinder zeichnen Frauen, wenn sie an Wissenschaftler denken

Link zum Artikel

Wer zu dieser Jahreszeit Sex hat, könnte seinen Kindern einen Gefallen tun

Link zum Artikel

Deutschland will die ewige Sommerzeit – aber ist das gut? 9 Fakten

Link zum Artikel

Wale stranden zu Dutzenden – 6 Erklärungen für das Tierdrama

Link zum Artikel

In diesem Vulkan auf Island brodelt es – Forscher rechnen mit Ausbruch

Link zum Artikel

Dokumentarfilm "Eingeimpft" startet – warum der Regisseur damit unnötig Ängste schürt

Link zum Artikel

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

Link zum Artikel

Diese Frau wird am Gehirn operiert und spielt dabei Flöte

Link zum Artikel

Diese 5 Kinder sind garantiert klüger als du

Link zum Artikel

Mehr Rehe sterben und 4 weitere Gründe, die Uhrumstellung noch mehr zu hassen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Waldbrände im Amazonas: In Sao Paulo kommt es zu gespenstischen Szenen

Im brasilianischen Sao Paulo wurde es am Montagnachmittag stockdunkel. Schwarzer Rauch färbte den Himmel.

Auch in den benachbarten südamerikanischen Staaten Paraguay und Bolivien brennt es – insgesamt sollen mehrere hundert Quadratkilometer des größten Regenwaldes der Welt in diesen Tagen in Flammen stehen.

Der Rauch ist bereits so stark, dass man ihn aus dem Weltraum sehen kann: In der vergangenen Woche veröffentlichte die Wetterbehörde der USA Satellitenbilder, die den Flickenteppich aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel