Hört dieser Hund auf das Kommando des Besitzers?
Hört dieser Hund auf das Kommando des Besitzers?
Bild: imago images / Eibner Pressefoto

Pubertät bei Hunden: Studie über Entwicklung bei Hunden zeigt Überraschendes

14.05.2020, 19:41

Die Entwicklung des Menschen in frühen Jahren ist ziemlich gut erforscht. Wir wissen sehr genau, was in unserem Körper passiert, wenn wir erwachsen werden. Bei Hunden ist das anders. Bisher war wenig über das Erwachsenwerden bei Tieren bekannt.

Doch jetzt liefert eine Studie der Universität Newcastle interessante Entdeckungen über das Verhalten von Hunden während dieser Zeit, wie der "Guardian" berichtet. Die Studie zeigt, dass Hunde, ähnlich wie Menschen, eine pubertäre Phase durchmachen. In dieser Zeit sind Hunde sturköpfiger und befolgen deshalb wohl weniger Kommandos.

Hormone verändern sich auch bei Hunden

Teenager sind in der Pubertät bekanntlich launisch und neigen dazu, gegen die Eltern zu rebellieren und Regeln zu brechen – zurückzuführen auf die Hormonveränderung. Bei Hunden könnte dies genauso sein, denn auch sie durchleben in einem gewissen Alter Veränderungen im Gehirn und den Hormonen.

"Im Allgemeinen sind Teenager, die eine weniger sichere Beziehung zu ihren Eltern haben, diejenigen, die mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr Konfliktverhalten gegenüber ihren Eltern zeigen", sagte Dr. Lucy Asher, Mitautorin der Studie. "Das ist das gleiche Ergebnis, das wir zwischen jugendlichen Hunden und ihren Betreuern beobachten konnten."

Asher vermutet, dass Hunde, die unsicherer in ihrer Beziehung zu ihren Bezugspersonen sind, eher dazu neigen eine "rebellische" Phase durchzumachen.

"Pubertät" im Alter zwischen sechs und neun Monaten

Die Forscher untersuchten das Verhalten von insgesamt 162 angehenden Blindenhunden im Alter zwischen fünf und acht Monaten. Darunter waren Schäferhunde, Golden Retriever, Labrador Retriever oder Mischlinge dieser drei Rassen. Die Ergebnisse zeigen, dass das "pubertäre Verhalten" im Alter zwischen sechs und neun Monaten auftritt.

Asher erklärt:

"Wir wissen, dass es bei Säugetieren zu dieser Zeit zu einer großen Umstrukturierung des Gehirns kommt. Wir sind daher ziemlich sicher, dass dies bei Hunden vor sich geht."

In diesem Alter würden Hunde etwa doppelt so häufig Kommandos ignorieren, wie Hunde anderen Alters, so die Forscherin. Außerdem konnten die Wissenschaftler beobachten, dass Hunde im Alter von acht Monaten stärker reagieren, wenn sie alleine gelassen werden, beispielsweise durch Zittern.

"Benehmen sich nicht schlecht, weil sie ungezogen sind"

Zwar wurden im Rahmen der Studie auch externe Hundebesitzer befragt, doch ein Kritikpunkt der Studie ist, dass sie in einem professionellen Umfeld mit Hundetrainern durchgeführt wurde und keine Rückschlüsse über die Beziehung von Haushunden und deren weniger geschulten Besitzern zulässt.

Lucy Asher erhofft sich von Hundebesitzern in erster Linie mehr Verständnis für das Verhalten der Tiere. "Vielleicht benehmen sie sich nicht schlecht, weil sie ungezogen sind, es ist genau wie beim Menschen – die Hormone spielen verrückt im Gehirn", erklärt die Forscherin.

(lau)

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