Günther Jauch musste bei

Günther Jauch musste bei "Wer wird Millionär?" auch einmal einstecken. Bild: rtl screenshot

Günther Jauch unterschätzt Kandidatin bei "WWM" – und bekommt die Quittung

Nachdem er sich Anfang April mit dem Coronavirus infiziert hatte, fiel Günther Jauch mehrere Wochen aus und meldete sich bei "Denn sie wissen nicht, was passiert!" dreimal nur per Videoschalte aus der Quarantäne zu Wort. Zudem gab er zwischenzeitlich bei "Stern TV" ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Seit Kurzem ist der Star-Moderator aber wieder genesen und voll einsatzbereit. Erst vor wenigen Tagen gab Jauch Entwarnung und verkündete gegenüber RTL: "Mir geht's vergleichsweise wunderbar." Das Virus habe er allerdings unterschätzt.

Zum Glück gibt es ja auch noch den Quiz-Hit "Wer wird Millionär?", der vom Sender regelmäßig im Voraus produziert, also nicht live ausgestrahlt wird. Zu den Kandidaten am Montagabend zählte die Personalerin Dagmar Gumnior, die die Erwartungen des Showmasters frech unterlief.

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Günther Jauch verschätzt sich

Vorab: Gumnior wählte zu Beginn die Sicherheitsvariante mit drei Jokern, was ihr am Ende zugutekommen sollte. Die zweifache Zwillingsmutter wusste beispielsweise nicht, mit welcher Sportart die WWE in Verbindung steht und setzte daher schon relativ früh ihren Telefon-Joker ein, der ihr allerdings nicht sicher weiterhalf. An der Stelle ging das Zocken für sie noch auf.

Richtig knifflig wurde es dann bei der 16.000-Euro-Hürde, als eine Mathematik-Frage anstand. Jauch wollte wissen, was mit dem Volumen eines Würfels passiert, wenn seine Kantenlänge verdoppelt wird. Gumnior begann zu rätseln und zu rechnen, was erst einmal nicht besonders souverän wirkte. Ihre erste (und falsche) Vermutung: Das Volumen verdoppelt sich ebenfalls.

Jauch nutzte die Gelegenheit, verließ seinen Stuhl und nahm sich eine kleine Auszeit, um den Zuschauern exklusiv seine ehrliche Prognose für den nächsten Minuten mitzuteilen, während Gumnior weiter überlegte. Seine gnadenlose und sehr selbstsichere Vorhersage:

"Ich weiß genau, wie die Nummer endet. Sie rechnet sich jetzt einen Wolf. Es kommt nur Unsinn raus und dann nimmt sie natürlich am Ende doch einen Joker. Dauert aber noch eine Weile, welchen sie nimmt. Wenn sie die Nerven verliert, nimmt sie den Kandidaten-Joker, ansonsten nimmt sie 50:50. So wird's laufen."

Günther Jauch spricht zum TV-Publikum.

Günther Jauch spricht zum TV-Publikum. Bild: RTL screenshot

Die faustdicke Überraschung für den 64-Jährigen folgte auf dem Fuß: Die Kandidatin hatte zwischenzeitlich den richtigen Rechenweg gefunden und kam zu dem diesmal richtigen Ergebnis, dass sich das Volumen verachtfacht. "Wenn Sie das jetzt nehmen, sehe ich schlecht aus, aber gut", musste er erkennen. Und so kam es dann auch. Die 16.000 Euro waren Gumnior somit sicher.

Dabei blieb es am Ende auch, denn bei der 64.000-Euro-Frage verkalkulierte sich die Kandidatin: 2017 wurde die Rekordsumme von einer Million Euro Entschädigung für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten nicht etwa Jörg Kachelmann, sondern Helmut Kohl zugesprochen. Sie ließ die falsche Option einloggen, fiel aber glücklicherweise weich.

"WWM"-Kandidatin rächt sich an Jauch

Im Anschluss durfte Gumnior dann endlich auch gegen Jauch austeilen, als sie ihm ein persönliches Zeugnis für seine Arbeit als "WWM"-Moderator überreichte. Dieses enthielt neben Lob auch einige versteckte Botschaften, die kein allzu gutes Licht auf den Entertainer werfen.

Fies wurde es erstmals bei diesem nur vermeintlich harmlosen Satz aus dem Dokument: "Er verfügt über eine überzeugende Art, sein Wissen mit den Kollegen zu teilen und ist jederzeit um Verbesserungsvorschläge bemüht." Jauch witterte nichts Böses, doch Gumnior übersetzte die Aussage aus ihrer Profiler-Sicht und stellte klar:

"Das bedeutet, Sie sind ein Klugscheißer!"

"Klingt gut, ist aber nicht so", fügte sie noch hinzu. Auch der Satz "Sein Verhalten gegenüber Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten ist vorbildlich" erwies sich als tückisch, denn laut der Kandidatin müssen die Vorgesetzten hierarchisch akkurat eigentlich an erster Stelle der Aufzählung stehen. So aber würde ein Personalleiter denken: "Oh, der hat aber Probleme mit seinen Vorgesetzten", warnte Gumnior und blickte in Jauchs fassungsloses Gesicht.

Zum krönenden Abschluss legte sie sogar noch einmal nach, als sie anmerkte, dass die Formulierung "Weiterhin viel Erfolg" im Schreiben schön gewesen wäre. Eben diesen hatte Jauch anscheinend nicht, stichelte sie.

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Dagmar Gumnior stellte Günther Jauch ein Zeugnis aus. Bild: RTL screenshot

Somit holte sie geldtechnisch an diesem Abend zwar nicht das Maximum heraus, revanchierte sich aber köstlich beim Moderator, der sie zuvor fahrlässig unterschätzt hätte. Der übrigens nahm sein Zeugnis sportlich hin.

(ju)

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