Jugendliche und Kinder ab zwölf werden in Deutschland bereits geimpft, wenn sie wollen. Nun soll das Angebot ausgeweitet werden.
Jugendliche und Kinder ab zwölf werden in Deutschland bereits geimpft, wenn sie wollen. Nun soll das Angebot ausgeweitet werden.
Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Bundesländer beschließen flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren

02.08.2021, 18:1402.08.2021, 19:05

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen. Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich.

Zudem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können. Für Jugendliche und junge Erwachsene in Universitäten und Berufsschulen sind ebenfalls Impf-Angebote geplant.

Möglichkeit der Auffrischung für besonders gefährdete Gruppen

Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Jeder, der will, kann im Sommer geimpft werden. Wir haben genügend Impfstoff für alle Altersgruppen." Auch 12- bis 17-Jährige, die sich nach ärztlicher Aufklärung für eine Impfung entscheiden, könnten sich und andere schützen.

Mit der Möglichkeit einer Auffrischimpfung im September sollten zudem besonders gefährdete Gruppen im Herbst und Winter bestmöglich geschützt werden. "Denn für sie ist das Risiko eines nachlassenden Impfschutzes am größten." Der Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte: "Wir gehen vorbereitet in den Herbst."

(andi/dpa)

Corona-News: Baerbock fordert Priorität von offenen Schulen und Kitas +++ RKI registriert 2480 Neuinfektionen

Die Inzidenz in Deutschland steigt seit Wochen wieder. Grund ist die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Die Fallzahlen sind aber noch auf relativ niedrigen Niveau. Jetzt läuft die Diskussion, wie Deutschland sich auf den Herbst und einen weiteren Anstieg der Fälle vorbereiten kann – und ob die Inzidenz weiter der maßgebliche Faktor für alle Entscheidungen sein soll, wenn immer mehr Menschen geimpft sind.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.794.429 nachgewiesene Infektionen mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel