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Kleidung ist meistens nicht nachhaltig. Jetzt wurde eine neue Methode entdeckt, mit der sich Textilien aus recycleter Baumwolle herstellen lassen. Bild: www.imago-images.de / bIScarteblanche

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T-Shirt aus recycleter Baumwolle: Forscher finden neue Methode für nachhaltige Kleidung

Bei vielen Menschen quellen die Kleiderschränke über. Viele Klamotten, die wir uns kaufen, tragen wir nur selten oder gar nicht. Sie bleiben dann in irgendeiner Ecke liegen. Das Problem daran: Die Herstellung von Kleidung verbraucht Unmengen an Ressourcen. Neben Chemikalien wird viel Wasser verbraucht. Die Recyclingmethoden waren bisher begrenzt. Da die meisten Textilien nicht zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen, sondern Mischgewebe sind, erwies sie das Recyclen als schwierig. Denn die miteinander verwobenen Fasern zu trennen, ist bislang nicht möglich gewesen. So landeten viele Kleidungsstücke dann doch im Müll.

Nun ist es Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam erstmals gelungen, aus recycelter Baumwolle ein Viskose-Filament-Garn herzustellen. Mit dieser Textilfaser lässt sich nachhaltige Kleidung produzieren, die sogar für die Massenfertigung geeignet ist.

Üblicherweise wird in der Textilindustrie der Zellstoff aus Holz gewonnen, der sich dann zu den Textilfasern weiterverarbeiten lässt. Im Auftrag des schwedischen Unternehmens re:newcell sollten die Forscher untersuchen, ob sich auch ein Zellstoff aus recycelter Baumwolle zu Viskosefasern verarbeiten lässt und wie hochwertig diese Kleidung dann ist.

Nachhaltige Kleidung ohne Mikroplastik

Daraufhin entwickelten die Forscher eine Methode, mit der sich die Fremdfasern aus dem baumwollhaltigen Zellstoff herauslösen ließen. Aus dem reinen Zellstoff konnten dann im Spinnverfahren neue Fasern zu produziert werden, die zu 100 Prozent aus Cellulose besteht.

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Der Faden auf der Spule wurde aus recycelter Baumwolle gefertigt. Daraus lässt sich neue, nachhaltige Kleidung herstellen. bild: Fraunhofer IAP

Der Cellulose-Faden aus dem Baumwoll-Zellstoff ist damit umweltfreundlicher als die meisten Textilien, denn Cellulose verrottet und trägt nicht zu den Bergen an Mikroplastik bei, die die Weltmeere verschmutzen.

"In der Regel wird Baumwoll-Kleidung verbrannt oder sie landet auf der Deponie. Künftig kann sie mehrfach wiederverwertet werden und so zu mehr Nachhaltigkeit in der Mode beitragen", sagt André Lehmann, Wissenschaftler am Fraunhofer IAP.

Nach Angaben der Forscher eignen sich die Fasern sogar für die Massenfertigung. Es ist also gut möglich, dass wir die nachhaltige Kleidung aus der recycelten Baumwolle schon bald im Laden kaufen können.

(lau)

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