TV
Logo zu I can see your voice

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.

RTL holt Show-Hit aus Südkorea nach Deutschland. Bild: TVNOW

Verblüffende Parallelen zu Raab-Show – RTL greift mit "I can see your voice" ProSieben an

Der Krieg der Privatsender geht in eine neue Runde. RTL hat sich jetzt die Rechte an der erfolgreichen südkoreanischen TV-Show "I can see your voice" gesichert und bringt die Sendung nach Deutschland. Bei dem Format handelt es sich um eine Musik-Comedyshow, bei der in mehreren Spielrunden aufgedeckt werden soll, wer von den sieben unbekannten Teilnehmern auf der Bühne ein echtes Gesangstalent und wer nur ein hemmungsloser Schwindler ist. Das teilte der Sender am Dienstag mit.

Ein Musik-Star sowie dessen Fan versuchen mit Gespür, Menschenkenntnis und Hinweisen herauszufinden, wer tatsächlich der begnadete Sänger ist. Ein fünfköpfiges Promi-Panel soll außerdem für gute Stimmung sorgen und beim Rätseln unterstützen. Jede Runde wird sich von einem Kandidaten verabschiedet, der dann sein gesangliches Talent oder eben sein Unvermögen auf der großen Bühne präsentieren darf.

Im Finale darf der übriggebliebene Unbekannte dann zum Duett mit dem Star antreten. Aber nur, wenn der sich dann als echtes Gesangstalent entpuppt, gewinnt der Promi für seinen Superfan auch einen Geldpreis – ansonsten geht er leer aus.

RTL-Show ähnelt Raabs Sendungsidee

Beim Lesen der RTL-Show-Beschreibung kommen einem unweigerlich Assoziationen mit einer Sendungsidee von ProSieben in den Sinn. Dort wurde nämlich erst kürzlich mit "FameMaker" ebenfalls ein neues Musikformat präsentiert – aus der Feder von Stefan Raab. Der Sender teilte dazu mit:

"In der neuen ProSieben-Show 'FameMaker' muss man mit den Augen hören."

Ein Satz, der so wohl auch über die neue RTL-Show hätte gesagt werden können. Denn genau das steckt ja bereits im Namen von "I can see your voice".

Schon als ProSieben damals das Show-Konzept präsentierte, meldete sich Oliver Pocher zu Wort und merkte auf Twitter an: "Heißt im Original 'I can hear your voice'" – gemeint war aber wohl "I can see your voice". Seinen Tweet hat der Comedian mittlerweile wieder gelöscht.

Oliver Pocher

So reagierte Oliver Pocer auf ProSiebens Show-Ankündigung. Bild: screenshot twitter.com/oliverpocher

Einen eklatanten Unterschied gibt es allerdings: Bei "FameMaker" sollen die prominenten Juroren anhand der reinen Performance auf der Bühne auf die Gesangskünste des Kandidaten schließen. Bei "I can see your voice" müssen der Promi und sein Superfan eher mithilfe von Fragen das tatsächliche Talent ermitteln.

Ziehen "FameMaker" und "I can see your voice" in den direkten Zweikampf?

Die Vermutung liegt dennoch nah: Nachdem RTL beim Kampf um "The Masked Singer" 2019 den Kürzeren gezogen hat und ProSieben die Rechte an dem ebenfalls aus Südkorea stammenden Format bekam, will man sich nun offenbar nicht schon wieder die Butter vom Brot nehmen lassen. Wenn der Konkurrent aus München mit einer neuen Musik-Show aufwartet, kann man das in Köln schon lange.

Dieses Bild darf bis eine Woche nach Ausstrahlung honorarfrei fuer redaktionelle Zwecke und nur im Rahmen der Programmankuendigung verwendet werden. Spaetere Veroeffentlichungen sind nur nach Ruecksprache und ausdruecklicher Genehmigung der ProSiebenSat1 TV Deutschland GmbH moeglich. 
Nicht fuer EPG! Verwendung nur mit vollstaendigem Copyrightvermerk. Das Foto darf nicht veraendert, bearbeitet und nur im Ganzen verwendet werden. Es darf nicht archiviert werden. Es darf nicht an Dritte weitergeleitet werden. Aneinanderreihung/Zusammenlegung/Kopplung von Bildern 
zum Zweck der Erstellung von Slide-Shows o.ä. nicht gestattet; Verbindung/Einfügen/Anfügen von Werbung nicht gestattet.
Bei Fragen: foto@prosiebensat1.com
Voraussetzung fuer die Verwendung dieser Programmdaten ist die Zustimmung zu den Allgemeinen Geschaeftsbedingungen der Presselounges der Sender der ProSiebenSat.1 Media SE.

Dass ausgerechnet RTL-Gesicht Sonja Zietlow bei "Masked Singer" mitmachte, sorgte für Verwunderung. Bild: ProSieben/Willi Weber

Es gibt aber noch eine andere Variante: Möglicherweise zog dieses Mal auch einfach ProSieben beim Kampf um die Sendungsrechte den Kürzeren und hat dann versucht ein ähnliches Show-Konzept auf die Beine zu stellen. Denn dass Stefan Raab die südkoreanische Musik-Sendung nicht kannte, ist kaum vorstellbar.

Bleibt nun nur noch abzuwarten, ob die Sender ihre Formate auch in den direkten Zweikampf ziehen lassen. Das würde bedeuten, sie zeitgleich zu senden. Davon ist derzeit allerdings eher nicht auszugehen. ProSieben gab bereits bekannt, dass "FameMaker" ab Herbst dieses Jahres im TV ausgestrahlt werden soll. RTL hingegen schrieb in einer offiziellen Mitteilung: Die neue Musik-Comedyshow liefere "im Sommer die Antwort" auf die Frage, ob man jemandem ansieht, ob er singen kann, ohne je die Stimme gehört zu haben.

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Lanz nach Neubauer-Attacke perplex: "Haben Sie das gerade gesagt?"

Das Coronavirus ist nicht nur für die Gesundheit gefährlich, auch auf die Wirtschaft hat das Virus massive Auswirkungen – oder genauer genommen der Lockdown und die weiteren Beschränkungen. Während sich in den USA die Corona-Krise immer weiter zuspitzt und selbst das Tragen von Schutzmasken für den Wahlkampf genutzt wird, beschäftigt sich die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer damit, wie es nun auch aus ökologischer Sicht weitergehen soll. Bei "Markus Lanz" war sie am Dienstagabend …

Artikel lesen
Link zum Artikel