Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov sprachen nach der Rauswurf-Entscheidung mit dem "Let's Dance"-Juroren Joachim Llambi.
Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov sprachen nach der Rauswurf-Entscheidung mit dem "Let's Dance"-Juroren Joachim Llambi.
Bild: Getty Images Europe / Joshua Sammer

Überraschende Wende nach umstrittenem Zuschauer-Voting: "Let's Dance"-Kandidat bekommt zweite Chance

03.05.2021, 13:0503.05.2021, 13:04

Am vergangenen Freitag kam es zum plötzlichen "Let's Dance"-Aus eines Paares, das nicht nur viele Zuschauer, sondern auch die Jury, Profis und Konkurrenten eigentlich sicher im Finale gesehen haben: Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov gaben als erstes Männertanzpaar in der deutschen Ausgabe der RTL-Sendung Woche für Woche alles, dennoch hieß es in der achten Live-Show Abschied nehmen. Offenbar bekamen die beiden zu wenige Anrufe von den Zuschauern. Nun, wenige Tage nach der Entscheidung, folgt jedoch die überraschende Wendung.

An der Tanzleistung lag es vermutlich nicht, dass sich Nicolas und Vadim verabschieden mussten: Mit ihrem Quickstep sammelten sie von der Jury um Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge González insgesamt 27 Punkte, letztgenannter Juror zückte sogar die Zehnerkelle und vergab die Höchstpunktzahl.

Ausgerechnet mit Ilse DeLange und Evgeny Vinokurov musste das Duo zusammen in der Entscheidung zittern. Ilse kämpft zurzeit mit einer Fußverletzung, deshalb konnte sie in der aktuellen "Let's Dance"-Folge eigentlich kaum Tanzschritte zeigen, ihr Contemporary bestand vor allem aus Hebefiguren und emotional aufgeladenen, vorsichtigen Bewegungen. Dass sie mit dieser Leistung weitergekommen und Nicolas sowie Vadim ausgeschieden sind, konnten selbst sie überhaupt nicht fassen. Doch jetzt kam alles anders – Ilse wird statt Nicolas den Wettbewerb verlassen. Das gab RTL nun bekannt.

Nicolas Puschmann fiel der "Let's Dance"-Abschied schwer

Die bittere Realität für den ehemaligen Prince Charming und den Profitänzer wurde zunächst am Folgetag zur "Let's Dance"-Ausgabe deutlich. Die beiden verabschiedeten sich in einem RTL-Statement von ihren Fans: "Jetzt packe ich meine Sachen zusammen und fahre nach Österreich zurück", gab Vadim zu verstehen. Nicolas ergänzte, wie sehr ihn der Rauswurf mitnimmt, zeigte aber auch, was für ein guter Verlierer er ist:

"Also ich bin traurig, sehr, sehr traurig, ich habe heute morgen erstmal angefangen zu heulen. Es ist einfach sehr schade, aber so ist die Show und alle anderen, die noch dabei sind, haben es extrem verdient und ich drücke jedem die Daumen."

Zusätzlich bedankte sich das Duo für die Unterstützung des Publikums, beide waren zufrieden mit ihrer Leistung in der Sendung und hatten das Gefühl, dass die Performances gelungen sind.

Auf Instagram ergänzte der 30-Jährige, nachdem der erste Schock verdaut war: "Danke, dass wir euch verzaubern durften und zeigen konnten, wie normal ein Tanz zwischen zwei Männern sein kann. Ich werde es vermissen."

Nun dürfte die Freude bei Nicolas groß sein

Lange muss Nicolas das Tanzen bei "Let's Dance aber nicht vermissen: Der Ex-Kuppelshowkandidat wird für die verletzte Ilse einspringen. RTL gab Montagmittag bekannt, dass die Sängerin ihren Fuß noch immer nicht vollständig belasten kann und in dieser Woche stehen gleich zwei Tänze an. Das schaffe sie nicht – der in der aktuellen Episode ausgeschiedene Nicolas und sein Tanzpartner kommen also zurück.

Erfolgreiche Wackelkandidaten verstanden die Zuschauer-Entscheidung nicht

Für Evgeny und Ilse, die am Freitag knapp weiterkamen, ist die Reise bei "Let's Dance" also nun doch vorbei. Ilse konnte sich ohnehin nach ihrem Weiterkommen nur bedingt freuen. Nicolas und Vadim mit ihrem lädierten Fuß ausgestochen zu haben, fühlte sich für sie unfair an: "Wir haben so schön wie möglich getanzt, aber es fühlt sich schon ein wenig befremdlich an, muss ich ehrlich sagen. Ich kann mich nicht ganz freuen", gab die ESC-Sängerin im RTL-Interview zu verstehen. Der Profitänzer an ihrer Seite fand sogar noch drastischere Formulierungen:

"Ich finde, es ist die falsche Entscheidung. Ich weiß nicht, wie das entstanden ist. Das sind Leute, die extrem tolle Choreografien und Kunst gezeigt haben. Sorry, aber für mich ist es eine absolut katastrophale Entscheidung."

Zwar seien sie auch dankbar für die vielen Anrufe und dass die Zuschauer sie weiterhin sehen wollen, aber: "Wenn es ums Tanzen geht, dann waren Nicolas und Vadim die ganzen Wochen richtig gut und sie haben auch schon 30 Punkte dafür bekommen", ordnete Ilse ein.

"Let's Dance"-Kollegen zum Zuschauer-Voting

Lola Weippert, die in der vergangenen Ausgabe für ihren Charleston genau wie Nicolas und Vadim 27 Punkte erhalten, aber zusätzlich den Discofox-Marathon gewonnen hatte, fand ebenfalls klare Worte für ihre Enttäuschung. Sie hätte den Staffelsieg "keinem mehr gegönnt als Nicolas".

Es regte sich im Nachgang zum Exit auch viel Kritik zum Showkonzept. Demnach haben die Zuschauer (zu) viel Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg der Paare und entscheiden oft rein nach Sympathien und nicht nach Tanzleistung über ihr Weiterkommen. "Er muss ja wirklich gar keine Anrufe bekommen haben, sonst würde es ja rechnerisch nicht funktionieren", spekulierte unter anderem Valentin Lusin.

Valentina Pahde und Valentin Lusin waren vom "Let's Dance"-Exit von Nicolas und Vadim schockiert.
Valentina Pahde und Valentin Lusin waren vom "Let's Dance"-Exit von Nicolas und Vadim schockiert.
Bild: Getty Images Europe / Pool

Seine Tanzpartnerin und "GZSZ"-Darstellerin Valentina Pahde stellte nochmal heraus: "Da sehen wir halt wieder das Problem, wahrscheinlich denken die Leute: 'Ach na ja, der hat gut getanzt, für den rufen genug an, ich rufe für jemand Schwächeren an.'"

Christian Polanc, der sich in diesem Jahr seine Tanzpartnerin aussuchen durfte und schon ein Show-Urgestein ist, rechtfertigte das Abstimmungssystem von "Let's Dance" – denn so sei es eben schon von Anfang an gewesen und das wissen die Profis und Promis eben auch.

Er erklärte in einem Instagram-Beitrag zudem, dass die Zuschaueranrufe allein entscheiden, wenn zwei Tanzpaare punktetechnisch gleichauf sind: "Deswegen hat man so das Gefühl, die Zuschauer sind zu 50,1 Prozent an der Entscheidung beteiligt. Darüber muss man sich im Klaren sein", gab er zu bedenken.

(cfl)

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