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FILE - This Nov. 13, 2018 file photo shows author J.K. Rowling poses for photographers upon arrival at the premiere of the film 'Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald', in London. Rowling has made a substantial donation for research into the treatment of multiple sclerosis at a center named after her late mother. The 15.3 million-pound ($18.8 million) donation announced Thursday, Sept. 12, 2019, will be used for new facilities at a research center based at the University of Edinburgh in Scotland. The author's mother suffered from the disease and died at the age of 45. (Photo by Joel C Ryan/Invision/AP, File) |

J.K. Rowling steht weiter in der Kritik. Bild: Invision/AP Photo / Joel C Ryan

Streit um transphobe Tweets von Rowling: Jetzt wollen auch Verlagsmitarbeiter streiken

"Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling steht nach transfeindlichen Äußerungen weiterhin massiv in der Kritik. Nun haben Mitarbeiter ihres Verlages Hachette UK die an der Veröffentlichung eines neuen Kinderbuchs von Rowling arbeiten, offenbar angekündigt, die Arbeit aus Protest einzustellen.

Wie die "Daily Mail" und "The Bookseller" berichten, hätten einige Mitarbeiter des Verlags mitgeteilt, aufgrund der Aussagen Rowlings nicht länger an dem neuen Kinderbuch "The Ickabog" arbeiten zu wollen.

Verlag stellt sich hinter Rowling

In einem Statement, das nach den Berichten über den Mitarbeiter-Streikt veröffentlicht wurde, stellt sich Hachette UK hinter die Autorin. "Wir sind stolz, J.K Rowlings Kindermärchen "The Ickabog" zu veröffentlichen", wird der Verlag von "The Bookseller" zitiert.

Meinungsfreiheit sei der Eckpfeiler des Publizierens, so der Verlag. "Wir glauben grundsätzlich, dass jeder das Recht hat, seine eigenen Gedanken und Überzeugungen zu äußern. Deshalb kommentieren wir niemals die persönlichen Ansichten unserer Autoren und respektieren das Recht unserer Mitarbeiter, eine andere Ansicht zu vertreten."

Weiter heißt es, man werde die Mitarbeiter niemals dazu zwingen, an einem Buch zu arbeiten, dessen Inhalt sie aus persönlichen Gründen ablehnen. Die Weigerung, an einem Buch zu arbeiten, weil man mit den Ansichten der Autorin außerhalb ihres Schreibens nicht einverstanden sei, sei jedoch nicht mit der Meinungsfreiheit vereinbar.

"Harry Potter"-Cast distanzierte sich von Rowling

Unabhängig voneinander hatten sich zuletzt Darsteller der "Harry Potter"-Filmreihe von den Aussagen Rowlings distanziert und betont, dass Transfrauen auch Frauen seien. , Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint veröffentlichten dazu Statements.

Bildnummer: 58285741  Datum: 11.11.2010  Copyright: imago/Future Image International
Weltpremiere von Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1 / Harry Potter und die Heiligtümer des Todes im Odeon Leicester Square, London Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint PUBLICATIONxINxGERxONLY People Entertainment 01 xmk x0x 2010 quer Schauspieler Schauspielerin Harry Potter & Hermione / Hermine Granger & Ron Weasley in Harr 

 58285741 Date 11 11 2010 Copyright Imago Future Image International World premiere from Harry Potter and The Deathly Hallows Part 1 Harry Potter and the Shrines the Death in Odeon Leicester Square London Daniel Radcliffe Emma Watson Rupert Grint PUBLICATIONxINxGERxONLY Celebrities Entertainment 01 xmk x0x 2010 horizontal Actor Actress Harry Potter & Hermione Hermione Granger & Ron Weasley in Harr

Die Schauspieler Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint haben sich in der Debatte klar positioniert. Future Image International / imago images

Rowling hatte in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt, nachdem sie sich mit einem Tweet über die Formulierung "Menschen, die menstruieren" lustig gemacht hatte. "Ich bin sicher, es gab mal ein Wort für solche Leute", schrieb sie in Anspielung auf Frauen

Rowlings Kindermärchen "The Ickabog", um das nun eine verlagsinterne Diskussion ausgebrochen ist, wurde im Mai wegen der Corona-Pandemie vorzeitig online stückchenweise veröffentlicht. Innerhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung der ersten zwei Kapitel wurde das Buch fünf Millionen aufgerufen. Die offizielle Veröffentlichung ist für November 2020 geplant.

(lau)

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