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Uli Hoeneß. Bis Freitag ist er noch Präsident des FC Bayern. Bild: imago images / Laci Perenyi

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5 Hoeneß-Zitate vom Wochenende – und was zwischen den Zeilen steht

Ein "traumhaftes" letztes Spiel als Bayern-Präsident erlebte Uli Hoeneß beim 4:0-Sieg gegen Borussia Dortmund. Am Freitag scheidet der 67-Jährige, der 1979 mit 27 Jahren als Manager beim FC Bayern begann, dann offiziell aus seinem Amt aus. Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern wird sich Hoeneß nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Er wird einfaches Aufsichtsratsmitglied bleiben. Sein Nachfolger soll der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer werden. "Die Mannschaft hat mir ein Geschenk gemacht, wie man es besser nicht haben kann", schwärmte Hoeneß nach dem Heimsieg gegen den BVB am Samstagabend.

Mit dem Wind der Euphorie im Rücken holte Hoeneß dann nochmal zu einem dampfplauderischen Rundumschlag aus – so kennt man ihn, den Wurstfabrikanten und Weltklubmacher. Am Sky-Mikro, im ZDF-"Sportstudio" und im "Doppelpass", beim Spiel der Basketballer des FC Bayern sowie gegenüber dem "Kicker" tat Hoeneß Samstag und Sonntag das, was er – neben dem Machen – schon immer am besten konnte: Reden.

Fünf Sätze, die der Noch-bis-Freitag-Präsident am Wochenende auf verschiedenen Kanälen zum Besten gab, haben wir uns ein bisschen genauer angeschaut, und für euch zwischen den Zeilen des Uli H. gelesen.

5 Hoeneß-Sätze vom Wochenende, und was sie bedeuten:

"Haben Sie eine halbe Stunde Zeit?"

Als Sky-Reporter Patrick Wasserziehr Uli Hoeneß nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund fragte, was das Wichtigste gewesen sei, was er dem FC Bayern aus seiner Sicht gegeben habe, stellte Hoeneß nach kurzem Überlegen eine Gegenfrage: "Haben Sie eine halbe Stunde Zeit?"

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Patrick Wasserziehr. Bild: imago/Jan Huebner/hufnagel

"Teile der Mannschaft wollten den Trainer weg haben"

Am späten Samstagabend im "Sportstudio" sagte Hoeneß zur Demission des Trainers Niko Kovac: "Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weg haben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert."

 24.08.2019, Fussball GER, Saison 2019 2020, 1. Bundesliga, 2. Spieltag, FC Schalke 04 - FC Bayern Muenchen 0:3, v.re., Trainer Niko Kovac Bayern Muenchen, Co Trainer Hans Dieter Flick, Hansi Flick FC Bayern Muenchen *** 24 08 2019, Soccer GER, Season 2019 2020, 1 Bundesliga, 2 Matchday, FC Schalke 04 FC Bayern Muenchen 0 3, v re , Coach Niko Kovac Bayern Muenchen , Co Coach Hans Dieter Flick, Hansi Flick FC Bayern Muenchen Team2

Ex-Co-Trainer Hansi Flick (l.) sprang als Interimstrainer für Niko Kovac ein. Bild: imago sportfotodienst

"In dieser Geschichte war ich überhaupt nicht involviert"

Im "Sportstudio"-Interview ging es auch um das Gerücht, dass Arsène Wenger der Nachfolger von Niko Kovac hätte werden können beziehungsweise um die darauffolgenden Irritationen. Hintergrund: Wenger hatte der Darstellung des FC Bayern bezüglich eines möglichen Engagements beim Rekordmeister widersprochen. Nicht er habe sich in München angeboten, sondern er sei von Rummenigge angerufen worden, sagte der Franzose dem TV-Sender beIN Sports.

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Nicht immer einer Meinung: Rummenigge (l.) und Hoeneß. Bild: imago/MIS/bernd feil

"In dieser Geschichte war ich überhaupt nicht involviert, und zwar von A bis Z nicht", keifte Hoeneß am Samstagabend im ZDF. Um wirklich zu wissen, was passiert sei, müsse man Rummenigge und Wenger "gegenüberstellen".

"Der hat ja überhaupt keine Ahnung"

Dass Zuschauer sonntags im "Doppelpass" anrufen, das gehört zur legendären Fußball-Fachsimpelei auf Sport1 dazu. Doch dass der Bayern-Präsident höchstpersönlich anruft, ist schon etwas Besonderes: "Ich habe folgendes auf dem Herzen", eröffnete Hoeneß das Gespräch: "Dass große Teile der Runde sich total despektierlich über Hasan Salihamidzic hier äußern. Speziell dieser Herr Fenske (Marco Fenske, RND; d. Red), der ja überhaupt keine Ahnung hat".

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Bei Anruf Uli: Hoeneß rief am Sonntagmittag im "Doppelpass" an. screenshot: sport1

"Ich werde die Abteilung Attacke wieder ausfahren"

"Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe", sagte Hoeneß am Sonntagabend nach dem Basketballspiel der Münchner, die ihn gegen Alba Berlin wie die Fußballkollegen am Vortag mit einem Sieg beschenkten (84:80).

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Uli Hoeneß ist Basketballfan. Dass er hier die Klatschpappe für den FC Bayern schwingt, liegt auf der Hand. Bild: imago images/Nordphoto/straubmeier

Uli Hoeneß mag in der Vergangenheit mit manch Gesagtem und Getanem daneben gelegen haben, doch er wird für immer der FC Bayern in Person sowie eine große und sehr besondere Person der deutschen Fußballgeschichte bleiben. Wir freuen uns irgendwie jetzt schon ein bisschen auf die nächste Attacke aus der gleichnamigen Abteilung.

(as/mit Material von dpa)

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