Fußball
 CACAU DAS AKTUELLE SPORTSTUDIO ZDF MAINZ PUBLICATIONxNOTxINxUSA

Der gebürtige Brasilianer und ehemalige deutsche Nationalspieler Claudemir Jerônimo Barreto, kurz Cacau, ist seit 2016 als Integrationsbeauftragter des DFB tätig. Bild: www.imago-images.de / Martin Hoffmann

Cacau lobt Protestaktionen: "Wichtiges Signal, Spieler nicht zu bestrafen"

Ex-Nationalspieler Cacau hat eine Debatte über das Verbot politischer Botschaften im Fußball angeregt. Die Protestaktionen einiger Bundesliga-Profis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA lobte der Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

"Ich finde es gut, dass sich die Spieler geäußert haben, dass sie sich damit eingesetzt haben, sie Position bezogen haben und ihre Botschaft dadurch eine Reichweite bekommt. Es ist wichtig, dass man dazu steht, woran man glaubt", sagte Cacau.

Cacau: "Frage, wie man in Zukunft mit diesen Fällen umgeht"

Nun wäre es "ein wichtiges Signal, die Spieler nicht zu bestrafen. Natürlich lautet dann die Frage, wie man in Zukunft mit diesen Fällen umgeht. Gerade wenn es Fälle sind, die kontroverser sind. Bis heute haben wir keine richtige Diskussion darüber geführt, ob diese Regel Sinn ergibt, deswegen wäre es gut, darüber nun zu sprechen."

 Fussball: 1. Bundesliga: Saison 19/20: 29. SC Paderborn - Borussia Dortmund, Jubel Jadon SANCHO, BVB nach Tor zum 0:2, T-Shirt mit Botschaft Justice , Gerechtigkeit f

Die BVB-Profis Achraf Hakimi (l.) und Jadon Sancho zeigten im Spiel gegen Paderborn auf ihren Unterhemden die Botschaft: "Justice For George Floyd". Bild: firo Sportphoto / imago images

Am vergangenen Spieltag der Bundesliga hatten Schalkes Weston McKennie, die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi, Gladbachs Marcus Thuram sowie Kölns Anthony Modeste mit verschiedenen Aktionen auf dem Platz ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt gesetzt.

McKennie sollte die Armbinde abnehmen

Schiedsrichter Felix Zwayer hatte Schalke-Profi McKennie im Spiel sogar aufgefordert, die Armbinde abzunehmen. Aber das wollte der nicht. Die Liga und Fußballverbände würden immer predigen: "Nein zu Rassismus". Er sei absolut bereit, für sein Handeln einzustehen, sagte er dem US-Magazin "Forbes". "Wenn ich die Konsequenzen tragen muss, um meine Meinung zu äußern, meine Gefühle auszudrücken, für das einzustehen, woran ich glaube – dann muss ich das tun."

Fussball 1. Bundesliga/ FC Schalke 04 - Werder Bremen Weston McKENNIE GE mit einer Armbinde Justice for George Floyd Gerechtigkeit fuer George Floyd , Schiedsrichter Felix ZWAYER l. Fussball 1. Bundesliga, 29.Spieltag, FC Schalke 04 GE - SV Werder Bremen HB, am 30.05.2020 in Gelsenkirchen/ Deutschland. Foto: AnkeWaelischmiller/SVEN SIMON/ Pool EDITORIAL USE ONLY DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video National and international News- Agencies OUT Gelsenkirchen Veltins-Arena NRW Deutschland *** Football 1 Bundesliga FC Schalke 04 Werder Bremen Weston McKENNIE GE with an armband Justice for George Floyd Justice for George Floyd , Referee Felix ZWAYER l Football 1 Bundesliga, 29 Matchday, FC Schalke 04 GE SV Werder Bremen HB , on 30 05 2020 in Gelsenkirchen Germany Photo AnkeWaelischmiller SVEN SIMON Pool EDITORIAL USE ONLY DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video National and international News Agencies OUT Gelsenkirchen Veltins Arena NRW Germany Poolfoto SVEN SIMON/ Anke Waelischmiller/ ,EDITORIAL USE ONLY

Schiri Felix Zwayer und Weston McKennie im Gespräch. Bild: SVEN SIMON / imago images

McKennie war nach eigenen Angaben bewusst, dass ihm eine Strafe durch den DFB drohen könnte. Politische Botschaften sind auf dem Fußballplatz eigentlich nicht erlaubt.

Der DFB-Kontrollausschuss beschäftigt sich nun mit der Armbinde und ähnlichen Aktionen. "Ob es in den vorliegenden Fällen zu Sanktionen kommen muss, bleibt abzuwarten", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

(as/afp/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Geniale Werder-Fan-Aktion: 100 Kisten Bier für Union Berlin

Der SV Werder Bremen hat es geschafft. Mit einem 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag hat das Team von Trainer Florian Kohfeldt noch den Relegationsrang erreichen können.

Die Hanseaten können jetzt eine verkorkste Saison in zwei Spielen gegen den 1. FC Heidenheim, Dritter der 2. Bundesliga, retten.

Das haben sie auch der Schützenhilfe von Union Berlin zu verdanken, die gleichzeitig mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf gewann. So landete der mit Europapokal-Ambitionen in die Saison …

Artikel lesen
Link zum Artikel