David Alaba hat mit seinen hohen Gehaltsforderungen die Vertragsverhandlungen verlangsamt.
David Alaba hat mit seinen hohen Gehaltsforderungen die Vertragsverhandlungen verlangsamt.
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Vertragspoker um Alaba: Langsam reicht es Rummenigge

29.07.2020, 08:53

Der FC Bayern hat mit Leroy Sané seinen Wunschspieler verpflichtet. Bei der Vorstellung am Donnerstag zeigte sich aber, dass die Kaderplanung beim Rekordmeister nicht überall so reibungslos verläuft. Besonders mit Blick auf den Vertrags-Poker mit David Alaba hat Bayern-Vorstand Karl Heinz Rummenigge jetzt den Ton verschärft.

Die Zukunft zweier Spieler steht beim FC Bayern momentan auf der Kippe: Mittelfeldspieler Thiago Alcantara steht vor einem Wechsel. Wohin es den Spanier zieht, ist noch unklar. Ein Klub wird öfter genannt: Der FC Liverpool soll großes Interesse am Bayern-Star haben.

Der Vertrag von David Alaba läuft in diesem Sommer ebenfalls aus. Der Österreicher spielt seit zwölf Jahren erfolgreich für die Bayern. In der vergangenen Saison hat der 28-Jährige als Innenverteidiger nochmal ein neues Niveau erreicht. Experten sehen Alaba unter den besten Abwehrspielern der Welt.

Hohe Gehaltsforderung verzögert Verhandlungen

So scheint sich Alaba auch selbst einzuschätzen. Für seinen neuen Vertrag soll er eine Gehaltserhöhung gefordert haben, die ihn unter den Topverdienern beim FC Bayern etablieren würde.

Karl Heinz Rummenigge will Alaba halten – aber nicht um jeden Preis.
Karl Heinz Rummenigge will Alaba halten – aber nicht um jeden Preis.
Bild: imago images / Poolfoto

Offenbar aufgrund dieser hohen Forderungen ziehen sich die Verhandlungen mit Alaba extrem in die Länge. Das scheint vor allem einen zu stören: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat auf der Pressekonferenz mit Leroy Sané, Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić deutliche Worte zum Thema Alaba gefunden.

Rummenigge erhöht Druck auf Alaba-Berater

Vonseiten des FC Bayern sei das Interesse an einer Vertragsverlängerung mit David Alaba groß, doch in den Vorstellungen des künftigen Verdienstes liegen die Vorstellung offenbar noch zu weit auseinander. "Hasan ist in den Gesprächen mit den Beratern von David Alaba. Bis dato, muss man korrekterweise sagen, haben wir noch keine Lösung gefunden", erklärt Rummenigge.

Derzeit verdient Alaba 15 Millionen im Jahr beim FC Bayern. In seinem neuen Vertrag soll er aber mehr als 20 Millionen fordern, wie die "Bild" zuerst berichtet hatte. Eine Summe, die für Rummenigge, auch angesichts der aktuellen Lage in Corona-Zeiten, nicht vertretbar sei, wie er sagt.

"Bei den Gehältern scheint im Spitzenbereich der eine oder andere Berater noch der Meinung zu sein, dass trotz Corona in der Welt die Sonne draußen noch hell scheint"
Karl Heinz Rummenigge

Sollte man mit David Alaba nicht einig werden, schließt der FC Bayern nicht aus, dass der 28-Jährige verkauft werden könnte, legte Rummenigge gegenüber "Sport 1" nach. "Es liegt jetzt an seinem Berater, seinem Vater, der auch in die Gespräche involviert ist und am Ende der Kette auch bei David, ob er die nächsten Jahre bei diesem Klub, bei dem er immerhin seit zwölf Jahren erfolgreich spielt, bleiben möchte."

(vdv)

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