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Shirin David wehrt sich auf Instagram gegen schwere Vorwürfe. Bild: Instagram/ Shirin David

Shirin David wütet: "Es sind unschöne und geisteskranke Vorwürfe"

Vor Kurzem wurden schwere Vorwürfe gegen Shirin David erhoben. Die Rapperin bezahle die Ghostwriter, die für sie schreiben, nicht ausreichend und gebe ihnen zudem nicht genügend Credits, hieß es. Das Portal "HipHop.de" konfrontierte Shirin schließlich mit den Anschuldigungen. Anstatt allerdings dem Portal direkt zu antworten, veröffentlichte sie in ihrer Story die Anfrage und beantwortete diese schließlich direkt im Anschluss vor ihren über 5,4 Millionen Abonnenten.

Dabei wird schnell klar, dass sich die 25-Jährige stark angegriffen fühlt von den Behauptungen. Sie geht ausführlich auf die Fragen der Website ein und räumt dabei mit den Vorurteilen auf.

Shirin David spricht Klartext

Zunächst sagt Shirin in ihrer Story: "Ich habe gelernt, immer selbst Stellung zu Dingen zu beziehen und gar nicht auf anderen Plattformen stattzufinden, wo ich nicht weiß, wie meine Worte wiedergegeben werden. Ich möchte mich auch dazu äußern. Es sind auf jeden Fall sehr unschöne und sehr geisteskranke Vorwürfe, die da wieder vor mir stehen." Und weiter:

"Ihr wisst, ich äußere mich so gut wie nie, ich äußere mich vor allem nicht, wenn Sachen unpersönlich sind. Das hier ist aber ein Vorwurf, der ist so wack und so ugly. Ihr werdet mich immer testen, ihr könnt mich so oft testen wie ihr wollt, ihr versucht, mich jedes Mal als Hurensohn darzustellen und Girl, der bin ich einfach nicht, egal, was du dir da einredest."

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Hier veröffentlicht Shirin die Anfrage von "HipHop.de". Bild: Instagram/ Shirin David

Zunächst wird die Frage gestellt, was sie dazu sage, dass ihre Writer Geheimhaltungsverträge bezüglich ihrer Arbeit unterschreiben müssten. Dazu stellt Shirin David klar: "Bei mir unterschreibt jeder Mensch, mit dem ich arbeite und nicht privat befreundet bin oder privat kenne, ein NDA." Damit möchte sich die Rapperin absichern. Sie würde sich dadurch wohlfühlen. "Das heißt, das ist von Fahrer bis hin zum Beauty-Team, bis zum Kameramann, bis zur Regie, bis zur Art-Direktion, jeder unterschreibt bei mir ein NDA, genauso wie Produzenten und Writer. Das hat einfach folgenden Grund: In diesem Business, wo alles auf Augenhöhe stattfindet, muss man trotzdem dafür sorgen, dass gewisse Sachen, die ich privat von mir gebe, einfach sehr vertraulich bleiben."

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Shirin David wehrt sich gegen Vorwürfe. Bild: Instagram/ Shirin David

Shirin stellt klar, dass es nicht darum gehe, den Leuten den Mund zu verbieten oder zu sagen, sie dürften nicht über ihr Gehalt sprechen. Die Künstlerin möchte sich damit vor allem schützen: "Die meisten komischen Coming-Out-Biografien kommen immer von den Leuten um dich rum, vom Hair-Team, von Assistenten. Um dem vorzubeugen, gibt es bei mir NDAs. In Amerika, in anderen Ländern ist das gang und gäbe. Bevor du ein Studio betrittst, unterschreibst du ein NDA." Sie stellt klar:

"Jeder, der sich mit einem NDA unwohl fühlen sollte, der muss es nicht unterschreiben. Dann arbeiten wir einfach nicht zusammen. Bis jetzt ist mir das noch nicht passiert. Es war im Gegenteil so, dass mich dann auch jemand darum gebeten hat, ebenfalls eins zu unterschreiben und ich unterschreibe das sofort, weil für mich ist das eine Respektsache. Wenn wir zusammen arbeiten und du mir sagst, alles, was unter uns bleibt, ist eh vertraulich, dann ist es einfach nur auf Papier und für mich ist es offiziell."

Die Rapperin hat es selbst nicht leicht gehabt

Alle, die mit ihr arbeiteten, machten das freiwillig: "Bei mir wird niemand unterdrückt oder gezwungen dazu, mit Shirin David zu arbeiten", so die Musikerin. Der nächste Vorwurf, der laut wird, dreht sich darum, dass sie ihre Texter nicht ausreichend bezahle und ihnen nicht genügend Credits gebe. "Das ist das, was mich am meisten aufgeregt hat, wo ich dachte, jetzt wird es persönlich", so die Rapperin. Dazu sagt sie schließlich:

"In vielen Posts von mir steht der Produzent und Writer. Wer wurde alles markiert unter meinem Post? Wer war die erste in Deutschland, die öffentlich gemacht hat, dass sie Ghostwriter nutzt und wer ihre Texte schreibt? Wer? Oh mein Gott, das war ja Shirin David."

Bei ihr müsse sich jeder wohlfühlen und Bock dazu haben, gute Songs zu machen. Zu den Vorwurf der schlechten Bezahlung meint die Sängerin:

"Wer hat denn die meisten Gema-Rechte am ersten Album bekommen? Weder die Produzenten noch ich. Die hat der Writer bekommen. Warum? Weil ich es wollte. Ich habe mich mit jedem angelegt, um für diesen weiterzukämpfen und zu sagen: 'Ey, der Typ ist broke und er braucht das Geld am meisten. Es soll jetzt ein Blitz auf meinem Kopf einschlagen, wenn das eine Lüge ist. Und ich weiß nicht, warum die Leute so sauer sind, nur weil man sich einfach auch weiterentwickeln möchte und mit anderen Leuten arbeiten möchte."

Früher hätten Shirin solche Vorwürfe richtig verletzt, wenn Leute so zu ihr seien. Aber nun denke sie, das sei eben der Preis sei, den sie zahlen müsse. Eine Sache stehe allerdings fest:

"Bei mir wird jeder bezahlt. Ich komme von einem zu Hause, wo wir nichts hatten und ich wäre der größte Bastard, wenn ich meine Leute nicht bezahle. Das liegt nicht in meiner Natur, nicht in meinem Blut, nicht in meinen Werten und meinen Prinzipien, hinter denen ich stehe und die ich vertrete."

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Shirin David nimmt sich viel Zeit für ihre Stellungnahme. Bild: Instagram/ Shirin David

Und weiter: "Ich bin viel zu glücklich damit, dass ich meiner eigenen Familie eine Basis schaffen konnte. Ich weiß, es ist immer so leicht, größere oder erfolgreiche Menschen als die Bösen abzustempeln, aber ich glaube ihr vergesst immer, woher ich komme." Empört fragt Shirin:

"Wieso sollte ich andere Leute nicht bezahlen, wenn ich Gott sei Dank gesegnet bin und es mir gerade gut geht. Warum? Weil ich nicht gönnen kann?"

Zuletzt will das Hip-Hop-Portal wissen, ob sie finde, dass mit ihr härter ins Gericht gegangen werde als mit anderen Rappern. "Natürlich wird anders bei mir damit umgegangen. Es gibt auch andere Künstler, die in ihren Interviews darüber sprechen, aber die werden einfach nicht so geroasted wie ich. Bei mir ist das einfach ein Problem", so die Künstlerin.

Zum Schluss stellt sie klar: "Ich verstehe schon, dass ihr eure Macken bekommt, aber deswegen lasse ich mich nicht verarschen oder mir solche Vorwürfe anhören, die einfach gelogen sind. Ich glaube, ich muss echt öfters über Dinge sprechen. Der Grund ist, warum ich es nicht mache, ich hasse es, mich auf so ein Niveau zu begeben. Ich hasse diesen Klatsch und Tratsch, dieses Geschnatter und diesen Gossip. Ich bin keine Gossip-Bitch."

Zudem gibt sie noch einen kleinen Denkanstoß mit: "Wann fragt ihr andere große Rapper nach ihren Ghostwritern, wie viel sie ihnen bezahlt haben und warum es immer noch Rapper gibt, die ihren Writern keinen einzigen Cent bezahlt haben, keine GEMA-Rechte gegeben haben. Und für die Leute, die in Zukunft mir immer noch irgendwelche Vorwürfe machen, weil das werdet ihr immer wieder tun, hört auf Frauen zu slutshamen, hört mich auf zu bodyshamen und hört auf, sexistische Sachen von euch zu geben."

(iger)

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