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SXTN live auf dem 20. Highfield Festival 2017 am Störmthaler See. Großpösna, 19.08.2017 Foto:xR.xKeuntjex/xFuturexImage

Live on the 20 High Field Festival 2017 at Störmthaler Lake Großpösna 19 08 2017 Photo XR xKeuntjex xFuturexImage

Nura: Die Rapperin feierte große Erfolge mit SXTN. Bild: imago images/ Future Image

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Rapperin Nura nach SXTN-Trennung: "Glaube nicht, dass es mit Juju für immer vorbei ist"

Mit 18 Jahren zog Nura Habib Omer, wie sie bürgerlich heißt, von Wuppertal nach Berlin. Dort startete sie ihre Musikkarriere mit der Band The toten Crackhuren im Kofferraum, kam zum Berliner Kneipenchor und gründete schließlich mit Juju das Duo SXTN. Das Debütalbum der beiden Frauen, "Leben am Limit", platzierte sich 2017 in den Top 10 der Charts. Rund ein Jahr später verkündete Juju in ihrer Instagram-Story aber überraschend das Band-Aus.

Nura hat über die Trennung lange geschwiegen – bis jetzt. In ihrer gerade erschienenen Biografie "Weißt du, was ich meine?" schildert die 31-Jährige erstmals ihre Sicht der Dinge. Im Interview mit watson spricht Nura offen darüber, warum Juju trotz der Trennung für sie immer noch die beste Rapperin ist, ob eine Versöhnung aus ihrer Sicht denkbar wäre und warum sie sich mehr Support von Rap-Kolleginnen wünscht.

watson: Nura, in deinem Buch kommentierst du erstmals die Trennung von SXTN. Trotz eures Streits bleibt deine ehemalige beste Freundin Juju für dich die "beste Rapperin Deutschlands".

Nura Habib Omer: Ich weiß einfach, was sie technisch oder textlich draufhat. Ich finde, es gab keine Frau, bei der ich auch weiß, sie schreibt selbst, die ihr so das Wasser reichen konnte. Jetzt gibt es viel mehr Rapperinnen, die nachgekommen sind. Ich kann aber immer noch sagen: Juju war und ist für mich eine der Besten.

Ist sie deine Lieblingsrapperin?

Mittlerweile habe ich voll viele Lieblingsrapperinnen. Endlich gibt es eine Auswahl. KeKe ist aktuell meine Favorit-Rapperin. Sie ist eine sehr krass geile Rapperin. Ich feiere das gerade, dass so viele Frauen wie auch Ebow am Start sind.

"Sie ist krass humorvoll und bestimmt immer noch die Juju, die ich kenne."

Ist aus deiner Sicht eine Versöhnung mit Juju denkbar oder schließt du das aus?

Ich glaube nicht daran, dass es mit Juju für immer vorbei ist, sondern, dass wir irgendwann wieder miteinander reden können. Ich weiß, was sie für ein Mensch ist. Sie ist krass humorvoll und bestimmt immer noch die Juju, die ich kenne – auch wenn sich in ihrem Leben voll viel verändert hat, auch wenn wir beide uns in unterschiedliche Richtungen bewegt haben. Wir kennen uns in- und auswendig, wir sind so hardcore viel auf Tour unterwegs gewesen. Abends nach den Konzerten lagen wir in einem Bett und haben uns kaputtgelacht.

Damals haben Juju und ich uns noch ein Hotelzimmer geteilt, weil wir Kosten sparen wollten. Ich hoffe nicht, dass sie jetzt beleidigt sein wird, vielleicht kennt sie dann auch meine Seite und versteht, warum ich auch einen Struggle hatte. Das waren meine Gründe, die ich auch im Buch benennen wollte. Das ist auch eine Sache, die ich für meine Fans mache. Schon seit zwei Jahren bin ich denen eine Erklärung schuldig.

Du hast dich bis zum Buch nie öffentlich zum Aus von SXTN geäußert. Juju hat die Trennung damals auf Instagram öffentlich gemacht. Was hat deine Meinung geändert?

Ich habe das Gefühl gehabt, dass ganz viele Fans mega enttäuscht von mir waren, dass von mir keine Antwort kam. In dem Moment hatte ich auch andere Probleme. Für mich war es einfach so, dass ich dastand und nicht wirklich sagen konnte, was schiefgelaufen ist. Jetzt mit dem Buch wollte ich diese Erklärung liefern.

"Ich habe selten das Gefühl, dass die Frauen an der Spitze sich gegenseitig supporten."

Du sagst, du wünschst dir mehr Support von deinen Rap-Kolleginnen. Was ist das Problem dabei?

Obwohl ich mir damals gewünscht habe, dass es mehr Frauen in der Branche geben soll, hätte ich niemals gedacht, dass es so ein Konkurrenzkampf wird. Ich habe selten das Gefühl, dass die Frauen an der Spitze sich gegenseitig supporten würden, dass die alle über ihr Ego springen und sich gegenseitig pushen.

Du prangerst auch an, dass erfolgreiche Künstler immer wieder den gleichen Song wie am Fließband produzieren würden.

Ich will mich entschieden davon abgrenzen, musikalisch wie thematisch. Es gibt zum Beispiel eine Women-Playlist, die ich übertrieben gerne höre. Die Lieder von KeKe, Ebow oder Alli Neumann handeln von wichtigen Themen, wo sie nicht mit irgendwelchen Sachen rumprahlen oder einen auf Sex Sells machen.

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