Die Fahnenträger Patrick Hausding (vorn links) und Laura Ludwig führen das deutsche Team ins Olympiastadion.
Die Fahnenträger Patrick Hausding (vorn links) und Laura Ludwig führen das deutsche Team ins Olympiastadion.
Bild: dpa / Michael Kappeler

DOSB erklärt: Darum fehlten zahlreiche deutsche Sportler bei der Olympischen Eröffnungsfeier

23.07.2021, 13:5023.07.2021, 16:09

Angeführt vom Fahnenträger-Duo Laura Ludwig und Patrick Hausding lief das deutsche Olympiateam am Freitagnachmittag deutscher Zeit an 115. Stelle vor rund 1000 geladenen Gästen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in das Olympiastadion von Tokio ein.

Insgesamt 11.300 Athleten werden in den kommenden drei Wochen um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Doch nicht alle Sportler waren bei der Eröffnungsfeier dabei sein.

Das brasilianische Team beispielsweise war nur durch seine beiden Fahnenträger und einige Offizielle vertreten. Und auch das deutsche Team war nur zu rund einem Viertel vor Ort.

Von den 432 deutschen Sportlern meldete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) lediglich rund 100 Sportler und sechs Offizielle zur Eröffnungsfeier an, wie der DOSB auf watson-Nachfrage mitteilte.

"Die Teilnahme ist den Teammitgliedern selbstverständlich freigestellt", macht Pressesprecher Christian Sachs deutlich.

So erklärte bereits Ex-Diskurswerfer Robert Harting in seiner Kolumne bei t-online, dass er trotz seiner Teilnahme an drei Olympischen Spielen nie eine Eröffnungsfeier miterlebt habe. Er berichtete, dass die Leichtathletik-Wettbewerbe meist erst eine Woche später begannen und die Trainingsbedingungen vor Ort nie so gut sind wie zu Hause.

So erklärt auch der DOSB: "Zwei Drittel der Athleten sind bereits vor Ort, ein Drittel wird noch dazustoßen", sagt Christian Sachs. Und einige Athleten, wie zum Beispiel die des Schwimmteams, befanden sich während der Eröffnungsfeier einfach im Training.

Die an der Eröffnungsfeier teilnehmenden Athleten müssen jedoch nicht die komplette Zeit im Stadion stehen und abwarten, bis die Zeremonie vorbei ist und das Olympische Feuer entzündet ist.

"Die Verweildauer nach dem Einmarsch gestalten die Athleten individuell, da es die Option der early departure (engl., verfrühte Abreise) gibt", erklärt DOSB-Sprecher Sachs. Wie die Sportler den restlichen Abend verbringen, sei ihnen nach der Rückkehr aus dem Olympiastadion ebenfalls freigestellt.

(lgr/fgr)

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