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Thomas Helmer (2. von links) spielte unter anderem für den FC Bayern München.Bild: imago/ fred joch
WM 2022

Nach schrägen Aussagen zur Katar-WM: DFB-Legende gerät in Kritik

21.11.2022, 18:01

Nun ist es so weit. Die umstrittene Weltmeisterschaft in Katar hat begonnen. Die Diskussionen rund um die Menschenrechtslage im arabischen Wüstenstaat und den individuellen Umgang mit dem Turnier sind damit allerdings längst nicht verstummt.

Auf der einen Seite gibt es Stimmen, die sagen, man solle die Weltmeisterschaft als Ganzes boykottieren und wiederum andere, die meinen, mit der Weltmeisterschaft würde überhaupt erst Augenmerk auf die Situation in Katar gelegt werden. Ein ehemaliger deutscher Nationalspieler hat sich dazu nun mit eher schrägen Argumenten zu Wort gemeldet.

DFB-Legende äußert sich auf Instagram

Der Europameister von 1996, Thomas Helmer, bezieht in einem Post auf Instagram zu der andauernden Debatte Stellung. Unter einem Bild von sich im DFB-Trikot von 1996 und dem heutigen englischen Nationaltrainer, Gareth Southgate, schreib er, es sei "doch eigentlich alles ganz einfach".

Helmer findet, man solle die katarische Kultur respektieren. Er meint: "Wenn wir in Deutschland Ausländer willkommen heißen, möchten wir, dass sie sich an unsere Regeln halten und unsere Kultur respektieren. Ich mache das Gleiche, wenn ich nach Katar oder jedes andere Land reisen würde."

Helmer findet Katar-Kritik unverständlich

Dass die "Regeln", auf die sich Thomas Helmer bezieht, aber unter anderem beinhalten, dass Homosexualität in Katar unter Strafe steht oder Frauen weniger Rechte als Männer haben, scheint Helmer vernachlässigen zu wollen.

Die Kritik an den systematischen Menschenrechtsverletzungen in Katar findet er demnach unverständlich. In dem Post heißt es weiter: "Wenn mir irgendwas an einem Land 'nicht' passt, dann reise ich dort einfach 'nicht' hin. Was ist daran so schwer zu verstehen."

In den sozialen Medien ließ die Resonanz auf Helmers Sicht der Dinge nicht lange auf sich warten. Auf Twitter schreibt ein User beispielsweise "Bei Helmer brennt es mittlerweile auch komplett." Ein anderer Nutzer meint: "Thomas Helmer kämpft weiter tapfer für Katar und die Fifa."

Thomas Helmer war nach seiner Zeit als Fußballprofi fortan überwiegend als Sportmoderator aktiv und vor allem als langjähriges Gesicht der Fußball-Talkshow "Doppelpass" bekannt.

Dabei ist es kein Novum, dass ein ehemaliger Fußball-Profi mit kruden Äußerungen auf sich aufmerksam macht. Der frühere DFB-Nationalspieler Thomas Berthold trat während der Corona-Pandemie als Anhänger von Verschwörungstheorien und der sogenannten Querdenker-Bewegung auf.

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Alles um Lionel Messi weinte vor Glück, doch der Erlöser einer ganzen Nation lachte und lachte und lachte, befreit von tonnenschwerer Last. Als Weltmeister nahm er seine Eltern in den Arm, als Weltmeister herzte er seine Kinder, als Weltmeister brüllte er über das Stadionmikrofon 40.000 argentinischen Fans seinen Dank entgegen – und dann stemmte Lionel Messi um 21.43 Uhr Ortszeit den goldenen Pokal in die Luft, der ihn zur Legende werden lässt.

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