Bild

Bild: HBO/CBS/Getty Images/Montage Watson

"Ein Teil meines Gehirns starb" – "GoT"-Star Emilia Clarke über ihre Aneurysmen

Erst letzten Monat überraschte "Game of Thrones"-Darstellerin Emilia Clarke mit der Verkündung, sie sei vor Jahren nicht nur einmal, sondern zweimal am Gehirn operiert worden, nachdem sie zwei schwere Aneurysmen erlitten hatte. In einem Essay für "The New Yorker" erzählte sie davon, dass die erste Hirnblutung sie nach dem Dreh der ersten Staffel "GoT" eiskalt erwischt habe. Zwei Jahre danach folgte die nächste.

Heute geht es ihr gut, und sie ist endlich bereit, über ihre Erfahrung zu sprechen. In der US-amerikanischen Sendung "CBS This Morning" ging sie ins Detail und erzählte, wie sich das erste Aneurysma anfühlte, wie es ihr nach dem zweiten ging und wie sehr ihr "Game of Thrones" dabei half, damit fertig zu werden.

Die erste Hirnblutung kam 2011.

Bild

Bild: CBS

So beschreibt Clarke diese Erfahrung:

"Ich war im Fitnessstudio und plötzlich war da dieser furchtbare Schmerz, als würde ein Gummiband in meinem Kopf reißen. Ich spürte auf einmal einen enormen Druck und begriff dann sehr schnell, dass ich weder stehen noch laufen konnte. In diesem Moment wusste ich, dass ich hirngeschädigt war."

Emilia Clarke bei "CBS this morning"

Glücklicherweise war das erste Aneurysma nicht ganz so schwerwiegend, wie sie zunächst befürchtet hatte – und schon sechs Wochen später konnte sie für Staffel 2 von "Game of Thrones" wieder am Set arbeiten, in dem Glauben, das Ganze sei damit abgeschlossen. War es jedoch nicht.

Bild

Bild: CBS

Denn nur zwei Jahre später erwischte sie die zweite Hirnblutung.

"Bei der zweiten Hirnblutung starb ein Teil meines Gehirns ab. Wenn ein Bereich deines Gehirns eine Minute lang nicht mit Blut versorgt wird, wird er von da an nicht mehr normal funktionieren. Das ist wie ein Kurzschluss. [...] Danach spürte ich starke Paranoia. Ich dachte mir: 'Was, wenn irgendwas in meinem Hirn einen Kurzschluss hatte und ich jetzt nicht mehr schauspielern kann?' Ich meine, die Schauspielerei ist schon seit sehr langer Zeit das Wichtigste in meinem Leben."

Emilia Clarke bei "CBS this Morning"

Bild

Bild: CBS

Und diesmal war es knapp.

Wie auch nach dem ersten Aneurysma unterzog sich Clarke einer Operation. Dass davon kaum jemand etwas mitbekam – vor allem nicht die Presse –, lag ihr besonders am Herzen, denn sie durfte "Game of Thrones" nicht verlieren. Ihre Rolle der Daenerys, Mutter der Drachen und Königin über alles Mögliche, half ihr dabei, die gesundheitlichen Sorgen zu überwinden:

"Du kommst ans Set, spielst so eine Badass-Rolle, läufst durchs Feuer und sprichst mit Hunderten von Leuten. Du bist dazu gezwungen, so hart zu arbeiten, wie du nur kannst. Und das war letztlich das, was mich davor bewahrte, mir über meine eigene Sterblichkeit den Kopf zu zerbrechen."

Emilia Clarke bei "CBs This Morning"

Jetzt nutzt sie ihre Erfahrung, um anderen zu helfen.

Nachdem sie ihr Essay im "New Yorker" veröffentlicht hatte, nutzte sie ihre Geschichte, um für ihre neue Wohltätigkeitsorganisation "SameYou" zu werben, die Überlebenden einer Hirnschädigung helfen will.

Inzwischen geht es ihr laut eigener Aussage wieder blendend – und wir drücken die Daumen, dass das so bleibt.

Quiz gefällig? Na, dann los!

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hochfunktionale Depression: Wenn niemand merkt, wie krank du wirklich bist

Liliana Kröger (Name von der Redaktion geändert), 34, leidet an einer sogenannten atypischen Depression: Obwohl sie erfolgreich im Beruf ist und ihren Alltag gut bewältigt, ist sie depressiv. Ihre Form der Depression wird manchmal auch "hochfunktionale Depression" genannt. Lilianas Leiden wurde jahrelang nicht diagnostiziert – unter anderem auch, weil sie sich nicht zum Arzt traute, da sie sich nicht "krank genug" fühlte. So empfindet ein Mensch, der nach außen hin seinen Alltag meistert – und tr

Heute morgen wache ich auf und es ist schon hell, aber die Sonne scheint nicht. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich drücke den Snooze-Button auf meinem Wecker, nur noch zehn Minuten. Ich fühlte mich wie gerädert, frage mich, wie ich aus dem Bett kommen soll. Die letzte Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, im Traum ist die Welt untergegangen. Das träume ich häufig, wenn es mir nicht gut geht.

Ich quäle mich aus dem Bett, ziehe mich an, lese die Nachricht einer Freundin, die mich heute Abend …

Artikel lesen
Link zum Artikel