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Bild: imago images / Frank Sorge/Montage: watson

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8 Dinge, die dir bei jeder Fahrt mit der Deutschen Bahn passieren

Eine Abrechnung, geschrieben von einem, der gerne Bahn fährt.

Das hier ist eine Liste der gefühlten Fakten. Natürlich passieren diese Dinge nicht immer. Aber allein, dass sie gelegentlich passieren, sagt so viel über dieses Land, seine Bewohner und Bewohnerinnen und den Bahnkonzern, der es zusammenhalten soll.

Was nun folgt, ist entweder mir selbst passiert, oder an mich herangetragen worden.

Irgendwer frisst immer

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Bild: imago images

Das tolle an Intercity-Zügen ist: Es gibt ein Speiseabteil. Dort kann man ungefähr den gleichen widerlichen Fraß kaufen wie am Bahnsteig. Nur, dass man dabei nicht den kompletten Waggon mit dem Gestank seines Döners/Asia-Meets-Fritteuse-Fraß/Happy-Meals den Leuten die Fahrt verdirbt.

Ich saß neulich neben einem circa 34-jährigen Typen, der mir zuerst nett "Hallo" sagte und auch sonst nicht gefährlich aussah. Dann griff er in seinen Jansport-Rucksack und zog allen Ernstes eine Portion "Fish and Chips" raus. Himmelherrgott, wir leben in einer Solidargemeinschaft. Das kannste dir nicht ausdenken, sagt der Wutbürger in mir.

Irgendwer beschwert sich immer

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Bild: imago sportfotodienst/Laci Perenyi

Der Beruf des Schaffners und der Schaffnerin ist keiner, den ich gerne ausüben würde. Nicht nur, weil ich eh schon die ganze Zeit am Stolpern bin, wenn ich in einem ICE laufen muss und dabei eine Figur mache wie mein 14-jähriges Ich nach der ersten Flasche Malibu-Maracuja. Nein. Das Schlimme sind die Menschen, die nicht verstanden haben, dass Schaffner kein Servicepersonal sind und sie selbst nicht die Herren von Winterfell.

Ich habe auf einer Fahrt von Berlin nach Hamburg miterlebt, wie eine Frau fortgeschrittenen Alters den Schaffner fast dazu brachte, das schreiende Kind im Abteil mit seinen eigenen zitternden Händen zu erwürgen.

Willkommen im digitalen Entwicklungsland

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Bild: mago images / Steffen Schellhorn

Es ist mittlerweile schon uncool, die Deutsche Bahn für ihre rückständige Digitalisierung zu dissen. Ich will sie aber nicht dissen, ich würde sie gerne verbal mit einer Schaufel besuchen und dreckverschmiert aus der Wohnung herauskommen und von einem Jungen gefragt werden, was das Rote da auf meinem Hemd sei.

Die Deutsche Bahn hatte noch kein W-Lan, als es bereits W-Lan auf LANGSTRECKENFLÜGEN gab. Jetzt gibt es W-Lan, aber das ist so schlecht und drosselt sich, wenn man nur an das Wort Streaming denkt. Nichts ist frustrierender als dieser Moment, wenn du merkst, dass du plötzlich nicht mal mehr Musik streamen kannst. Glückwunsch, ihr habt wirklich nichts richtig gemacht, Deutsche Bahn. Dafür verachte ich euch für immer.

Du hast Verspätung

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Ja, die zwei zeigen auf dich Bild: imago stock&people/Mauersberger

Ende der Geschichte.

Eine Person fühlt sich persönlich angegriffen, WEIL die Bahn Verspätung hat

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Bild: imago stock&people

Menschen mit vielen Bonuspunkten im Bonuspunkte-Programm der Deutschen Bahn (zu denen ich zähle, Jackpot, Baby) wissen: Der einzige gesunde Weg, mit Verspätungen umzugehen, ist, stoisch und humorvoll Verständnis für die Bahnmitarbeiter zu haben.

Diesen Weg schlagen aber nur die wenigsten Bahnfahrer ein. Stattdessen beginnen sie bei der ersten Minute Verspätung ein stetig unangenehmer werdendes Gespräch mit dem Sitznachbarn (mir) über die Verspätung zu führen. Was uns wieder zu Punkt zwei führt.

Unfreiwilliger Körperkontakt

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Bild: imago stock&people

Not gonna lie: Auf meiner Schulter schlief schon mal über eine halbe Stunde lang eine wildfremde Person und ich habe mich nicht getraut, sie zu wecken. Würde ich heute nicht mehr so machen.

Abgesehen von dieser zwischenmenschlichen Nahtoderfahrung sei gesagt: Die Abteile im Zug sind leider prädestiniert dafür, die 20-Zentimeter Mindestabstand nicht einzuhalten, die ich gerne zu jedem Körperteil habe, das nicht zu mir gehört. Das macht mich dann so lange verrückt, bis ich an die völlig vollgestopften Züge denke, die in anderen Ländern verkehren – und dann nehme ich die aufrechte Embryonalstellung ein und warte darauf, dass wir endlich ankommen.

"Würden sie mich rauslassen, ich muss aufs Klo"

Dieser Satz endet immer in einer Demütigung. Egal, wann und von wem er ausgesprochen wird. Das liegt nicht an diesem Satz, sondern an der Reaktion der Person, die ihn zu hören bekommt. Denn die ist meistens so:

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Bild: Marvel

Alles auf Angriff

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Bild: imago-images/Xinhua

Ich bin ein risikobereiter Mensch. Ich fahre mit Badelatschen Auto. Ich fahre Skitouren. Ich gehe nicht jeden Tag den gleichen Weg zur Arbeit.

Wovor ich allerdings richtig heftig Angst habe, ist, von der Herde wildgewordener Bahnticketbesitzer totgetrampelt zu werden, wenn der Zug einfährt und der Einstieg zu ihrem Waggon sich um 15 Meter verschiebt. Dann herrscht eine Stimmung, wie man sie nur von Videos kennt, an denen Menschen beim "Black Friday Sale" in den Walmart stürmen. Aber die werden vom Kapitalismus dazu gezwungen. Die Menschen am Bahnsteig zwingt niemand, und deshalb verachte ich sie.

Du bist jetzt so richtig SAUER? Dann lies hier weiter und nähre deinen inneren Troll!

Lass deine Schuhe in der Bahn an

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