This image provided by Harpo Productions shows Prince Harry, from left, and Meghan, The Duchess of Sussex, in conversation with Oprah Winfrey.  “Oprah with Meghan and Harry: A CBS Primetime Special” airs March 7.  (Joe Pugliese/Harpo Productions via AP)

Harry und Meghan gaben in dem Interview viel Privates preis. Bild: Joe Pugliese/Harpo Productions via AP

Skandal-Interview von Harry und Meghan: Diese Szenen wurden im TV nicht gezeigt

Das Interview mit Oprah Winfrey und dem Prinzenpaar sorgte weltweit für Schlagzeilen. Harry äußerte sich darin enttäuscht über seinen Vater Prinz Charles. Er fühle sich von ihm "wirklich im Stich gelassen". Sein älterer Bruder William und Charles seien im königlichen System "gefangen". Zu seiner Großmutter pflege er hingegen ein gute Beziehung. In dem Gespräch sprachen sie auch über die Gründe des Megxit.

Meghan berichtete, dass es während ihrer Schwangerschaft mit Archie Gespräche im Königshaus darüber gegeben habe, wie "dunkel" die Haut ihres Kindes wohl sein würde. Rassismus-Vorwürfe in Richtung der Royals wurden nach dem ausgestrahlten Interview besonders laut. Zudem habe die ehemalige Schauspielerin die negative Dauerberichterstattung über sie in eine schwere psychische Krise gestürzt. "Ich wollte einfach nicht mehr leben. Und das war ein sehr klarer, realer und beängstigender ständiger Gedanke", so die 39-Jährige.

Nun wurden weitere Szenen aus dem Interview enthüllt, die bisher der Sender CBS in Kooperation mit der Talkshow-Legende nicht gezeigt hatte. Dabei geht es um ein geplatztes Treffen mit der Queen, Meghans Privatsphäre und ihre Sichtweise auf Kate.

Meghan vergleicht sich mit Kate

Die Zuschauer bekamen bereits zu sehen, wie Meghan im Hinblick auf Kate einen gemeinsamen Besuch des Wimbledon-Finales 2019 wahrgenommen habe: "Mein Verständnis der letzten vier Jahre ist, dass nichts so war, wie es von außen aussah." Auf dem Foto lachten sie gemeinsam, doch von einer Freundschaft kann somit keine Rede sein. Dennoch betonte Meghan im Gespräch mit Oprah: "Sie ist trotzdem ein guter Mensch."

LONDON, ENGLAND - JULY 13: Catherine, Duchess of Cambridge and Meghan, Duchess of Sussex attend the Women s Singles Final of the Wimbledon Tennis Championships at All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 13, 2019 in London, England...People: Catherine, Duchess of Cambridge and Meghan, Duchess of Sussex, Pippa Middleton. London England - ZUMAs214 20190713_zba_s214_008 Copyright: xSMGx

Kate und Meghan sind hier bei dem Wimbledon-Finale 2019 zu sehen. Bild: IMAGO / ZUMA Wire

Nun zeigte CBS auf Twitter einen weiteren Ausschnitt, was Meghan noch über ihre Schwägerin sagte. Dabei verglich sie sich offensichtlich mit ihr und stellte klar, warum sie es von Anfang an schwerer gehabt habe als Kate. In diesem Zusammenhang spielte Meghan auch auf die Bezeichnung "Waity Katie" an, die ihr in der Vergangenheit immer nachgesagt wurde, weil William und sie erst nach langer gemeinsamer Zeit heirateten. Die Frau von Harry räumte ein, dass das wirklich hart für sie gewesen sein muss, meinte daraufhin aber direkt, dass die Situation nicht mit ihrer und Harrys verglichen werden könne.

Der Grund: Bei ihr drehte sich alles um ihre Hautfarbe, ihre Herkunft, weil sie nicht britisch sei und die damit einhergehende Darstellung auf Social Media. Meghan verglich die Zustände "wie im Wilden Westen". Zudem habe ihr ein Royal erklärt, dass bereits jedes Königsmitglied "rüde" behandelt worden sei. Doch Meghan stellte klar: "Rüde und rassistisch sind nicht das Gleiche." Besonders brisant: Meghan meinte, dass andere Royals ein Presseteam um sich herum haben, das sie verteidigen, besonders, wenn es wissen würde, dass etwas nicht der Wahrheit entspreche. Dies sei bei ihr nicht vorgekommen.

Warum Meghans Privatsphäre nicht geachtet worden sei

Nicht nur der Sender CBS hat mit nicht gezeigten Videosequenzen nachgelegt, auch Oprah Winfrey veröffentlichte nun auf "oprahmag.com" neues Material aus dem großen Enthüllungsinterview. Darin stellte Meghan klar, dass jeder ein Recht auf Privatsphäre haben sollte. Doch die Grenzen seien bei ihr immer wieder überschritten worden. Als Oprah schließlich meinte, dass es nicht verwunderlich sei, dass sie ein gewisses Maß an Privatsphäre verliere, wenn sie mit einem Prinzen ausgehe, konterte Meghan prompt: "Ich denke, jeder hat ein Grundrecht auf Privatsphäre."

This image provided by Harpo Productions shows Meghan, The Duchess of Sussex, left, in conversation with Oprah Winfrey. (Joe Pugliese/Harpo Productions via AP)

Meghan erklärt Oprah, was sie mit Privatsphäre meint. Bild: Harpo Productions / Joe Pugliese

Das Prinzenpaar hätte darüber hinaus allerdings als Personen des öffentlichen Lebens niemals eine vollständige Privatsphäre erwartet. Dennoch sollten die Medien respektieren, dass sie eben nur einen Ausschnitt aus ihrem Leben teilen wollen, mit dem sie sich wohlfühlen. Dies sei bei allen anderen ja auch so. Meghan schilderte dann auch konkret anhand eines Beispiels, was ihre Definition von Privatsphäre sei:

"Wenn Sie bei der Arbeit sind und ein Foto Ihres Kindes auf Ihrem Schreibtisch haben und Ihr Kollege sagt: 'Oh mein Gott, Ihr Kind ist so süß. Das ist fantastisch! Kann ich Ihr Telefon sehen, damit ich alle Bilder von Ihrem Kind sehen kann?' Sie sagen daraufhin: "Nein. Dies ist das Bild, das ich gerne mit Ihnen teile."

Und weiter: "Es gibt niemanden auf Instagram oder in sozialen Medien, der sagen würde: 'Da ich dieses eine Bild geteilt habe, berechtigt es Sie, meine gesamte Kamera durchzuscrollen. Niemand würde das wollen. Es geht also um Grenzen. Und es geht um Respekt", so die ehemalige "Suits"-Darstellerin.

Harry erzählt von Treffen mit der Queen, das plötzlich platzte

Im Interview mit Oprah schilderte Harry, dass er eine wirklich gute Beziehung zu seiner Großmutter habe, zu der er mit Archie sogar über Videoschalten Kontakt halte. Auch Meghan sah das ähnlich und erinnerte sich in dem Interview an eine gemeinsame Reise, auf der sie mit der Queen eine Decke geteilt habe, um sich warm zu halten. Die Monarchin sei immer wundervoll gewesen, betonte sie. Dies war bereits bekannt. Nun teilte CBS einen neuen Kurzclip, in dem zu sehen war, wie der 36-Jährige von einem geplanten Treffen mit der Queen erzählte, das auf einmal abgesagt wurde.

Dieses Treffen sollte nach dem Megxit, also nach dem 8. Januar 2020, stattfinden. Die beiden waren zuvor in Kanada und die Queen wollte sie nach ihrer Reise sehen: "Wir würden uns gerne unterhalten. Lass uns Tee trinken, warum bleibt ihr nicht zum Essen, denn es wird eine lange Fahrt und ihr werdet kaputt sein", so schilderte es Harry. Doch als es so weit war, habe er plötzlich vom Privatsekretär der Queen mitgeteilt bekommen, dass das Paar nicht kommen könnte, weil sie einen Termin übersehen habe. Somit wurden sie wieder ausgeladen. Nachdem Harry nachhakte, wurde ihm erklärt:

"Als ich fragte, was mit dem Rest der Woche sei, sagte sie, da sei auch viel los. Ich wollte nicht weiter drängen, weil ich wusste, was los war."

ARCHIV - 10.07.2018, Großbritannien, London: Die britische Königin Elizabeth II., ihr Enkel, Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan stehen während einer Flugschau der Royal Air Force auf einem Balkon des Buckingham-Palastes. (zu dpa Bericht: Queen wird Interview von Meghan und Harry nicht gucken) Foto: Matt Dunham/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Queen, Meghan und Harry sind hier im Jahr 2018 zu sehen. Bild: Matt Dunham/AP/dpa

Oprah zeigte sich erstaunt darüber und fragte, ob die Queen nicht das machen könne, was sie wolle. Harry erklärte: "Nein. Wenn man das Oberhaupt der Firma ist, gibt es Leute um einen herum, die Ratschläge geben. Und was mich traurig macht, ist, dass manche dieser Ratschläge wirklich schlecht waren." Somit griff Harry zum Schluss direkt die Berater der Queen an, die anders hätten handeln sollen.

(iger)

ARD schneidet Szenen mit Jan Josef Liefers aus "Tatort" – nun reagiert der WDR

Am Sonntag zeigte die ARD eine neue "Tatort"-Episode aus Münster. Wie immer mit von der Partie war auch Jan Josef Liefers als Gerichtsmediziner Prof. Boerne. Dass die ARD so kurz nach dem Eklat um die Aktion #allesdichtmachen, an der auch Jan Josef Liefers beteiligt war, ausgerechnet einen "Tatort" mit ihm zeigt, war vielleicht nicht die cleverste Idee. Auf Twitter häuften sich zumindest die Kommentare derer, die Filme mit Liefers nicht weiter unterstützen wollen.

Die ARD ließ sich davon aber …

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