Bayern München
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Check! Jérôme Boateng (r.) fährt mit seinem Bentley an der Säbener Straße vor. Die Marke fällt nicht unter den Bayern-Bann, da Bentley zur VW-Gruppe gehört. Bild: imago images / Overstreet

Sponsoring-Ärger bei den Bayern: Warum den Stars jetzt Strafen drohen

Beim Rekordmeister Bayern gibt es Gesprächsbedarf.

Spieler des FC Bayern kommen offenbar einer Auflage des Sponsor-Vertrags mit ihrem langjährigen Partner Audi nicht nach. Das berichtet die "Bild". Demnach sollen die Stars im Arbeitsalltag mit Autos von Audi oder der VW-Gruppe fahren. Beide Hersteller gehören zu den Anteilseignern beim FC Bayern. Mehrfach seien Spieler gesichtet worden, wie sie beim Training an der Säbener Straße mit Autos anderer Marken vorfuhren.

Boatengs Unfall

Wie ernst die Angelegenheit den Bayern-Bossen sei, habe nicht zuletzt der Unfall von Jérôme Boateng gezeigt. Am Dienstag hatte zunächst TV Oberfranken berichtet, Boateng habe einen Autounfall auf der A9 bei Selbitz auf glatter Fahrbahn unverletzt überstanden. Laut Bild-Zeitung hatte Deutschlands Fußballer des Jahres 2016 am trainingsfreien Montag seinen erkrankten Sohn in Sachsen besucht. Der Verein verhängte im Anschluss eine Strafe gegen den 31-jährigen, weil er sich ohne Rücksprache aus München entfernt hatte. Doch nach Informationen von "Bild" habe es den Bossen auch nicht gepasst, dass er in seinem weißen Mercedes AMG unterwegs gewesen sei.

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Jérôme Boateng war in einen Autounfall außerhalb des Freistaats verwickelt. Bild: imago images / Nordphoto

Auch andere Bayern-Stars verstoßen gegen Auto-Regeln

Jüngst wurde zudem Niklas Süle dabei abgelichtet, wie er in seinem weißen Ferrari aus der Tiefgarage fuhr. Philippe Coutinho und Thiago Alcantara erschienen mit Autos von Mercedes an der Säbener Straße.

Jetzt soll Hasan Salihamidzic ein Machtwort an die Spieler gerichtet haben. Wie "Bild" weiter berichtet, hat Bayerns Sportdirektor bei einer Besprechung vor der versammelten Mannschaft angekündigt, dass "falsche" Automarken ab sofort während des Trainingsalltags verboten sind. Dass diese Anweisung aus der Chefetage komme, zeige der Schlusssatz von Salihamidzic: "Liebe Grüße von Kalle." Gemeint ist natürlich Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende.

Saftige Strafe bei Verstoß

Und die Strafe für einen Verstoß soll saftig sein. Der nächste, der mit einem Auto an der Säbener Straße aufkreuzt, das kein Audi ist oder zur VW-Gruppe gehört, muss angeblich 50.000 Euro Strafe zahlen. Übrigens: Die Bentleys von Boateng, Robert Lewandowski und Ivan Perisic sind zulässig: Bentley gehört zur VW-Gruppe.

(vdv)

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