Emily bewirbt sich um Praktikum – und wird mit Bikini-Bild bloßgestellt

08.10.2019, 05:26

Im September gab es bei der Marketing-Agentur "Kickass Masterminds" aus Austin (Texas) eine Stellenausschreibung. Eine Praktikums-Stelle war zu vergeben.

Das weckte das Interesse der 24-jährigen Texanerin Emily Clow. Denn Emily las, dass diese Agentur von Frauen gegründet wurde und dort ausschließlich Frauen arbeiteten. Ihre Geschichte erzählte Emily dem US-Portal "The Dot".

Also bewarb sich Emily um die Praktikums-Stelle. Und irgendwo in ihrer Bewerbung gab es offenbar einen Hinweis auf ihren privaten Insta-Account. Ein Fehler?

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Denn statt ein freundliches Antwortschreiben zu erhalten, wurde Emily von der der Agentur öffentlich bloßgestellt.

Als Reaktion auf Emilys Bewerbung veröffentlichte eine Sachbearbeiterin der Marketing-Agentur auf dem offiziellen Instagram-Account ihrer Firma dieses private Bikini-Foto der 24-jährigen.

Die Botschaft: Wegen dieses Fotos werden wir dich niemals einstellen!

Bild: instagram

Dazu gab es noch eine ätzende Belehrung für alle zukünftigen Bewerberinnen:

"Mit potenziellen Arbeitgebern solltet ihr niemals derartige Social-Media-Inhalte teilen. Ich suche einen Marketing-Profi – kein Bikini-Model."
Öffentliche Bekanntmachung der Agentur
Instagram

Emily war wie vor den Kopf gestoßen und schrieb auf Twitter:

Der übergriffige Post der Agentur machte schließlich auf Twitter die Runde und immer mehr Menschen empörten sich darüber:

  • "Das ist buchstäblich Diskriminierung. Ein Fall für den Anwalt."
  • "Hoffentlich feuern sie bei @kickassmasterminds die Person, die eine Praktikumsbewerberin belästigt und gemobbt hat."
  • "Ich sag mal so. Es ist durchaus möglich, heiß in einem Bikini auszusehen UND gutes Marketing zu liefern."

Und das Ende vom Lied? Bei den Medien-Profis von "Kickass Masterminds" gingen nach dem Shitstorm zumindest viral alle Lampen aus.

Ihre Website ist down, Twitter- und Facebook-Konten geschlossen und der Instagram-Account steht jetzt auf privat, berichtet "Daily Dot".

Ein pikantes Foto versetzte den Agentur-Betreiberinnen offenbar den viralen Todesstoß.

Hier siehst du nämlich, dass sich die Frauen selbst auf ihrem Firmen-Account auch casual präsentieren:

(lj)

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