Investor Ralf D

Ralf Dümmel investierte bei "Die Höhle der Löwen" in Pinky. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer / Pinky

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#Pinkygate: "Höhle der Löwen"-Produkt löst Shitstorm aus – nun reagiert Ralf Dümmel

In "Die Höhle der Löwen" konnten am Montag die zwei Gründer von Pinky einen Deal mit Ralf Dümmel abschließen. Bei Pinky handelt es sich um einen Handschuh, der Frauen die Entsorgung von Tampons erleichtern soll. Dümmel und die Gründer André Ritterswürden (32) und Eugen Raikulow (32) freuten sich wahnsinnig über den Deal und hofften auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch statt großer Begeisterung traf das Produkt nach der Ausstrahlung eher auf Unverständnis und Ablehnung. Im Netz wuchs sogar unter dem Hashtag #Pinkygate ein echter Shitstorm heran.

In den sozialen Netzwerken wird neben dem fehlenden Nachhaltigkeitsaspekt vor allem kritisiert, dass die Menstruation mal wieder als etwas Ekliges dargestellt wird und das Produkt ausgerechnet von zwei Männern kreiert wurde – und dann auch noch in klischeehaftem Pink.

Die Kritik ging auch an den Gründern nicht vorbei, die sich mittlerweile in einem Statement auf Instagram zum #Pinkygate geäußert haben. "Selbstverständlich ist die Menstruation etwas ganz Natürliches, wofür sich überhaupt niemand schämen muss oder sollte", erklärten Ritterswürden und Raikulow in einem Video. Die Periode sei "selbstverständlich weder schmutzig noch unhygienisch", so die Gründer. Sie betonten, dass sie ihre Message bloß nicht optimal rübergebracht hätten.

Eugen Raimkulow (l.) und Andre Ritterw

André Ritterswürden (32) und Eugen Raikulow (32) präsentirten ihren Pinky-Handschuh. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer / Pinky

Kritik an Pinky tut "Höhle der Löwen"-Investor "im Herzen weh"

Aber nicht nur die Gründer trifft das negative Feedback hart, sondern auch den Investor. Der ist von all der Kritik merklich getroffen. Gegenüber watson teilt Ralf Dümmel mit:

"Mir tut es im Herzen weh, wenn ich all die Nachrichten und Kommentare lese. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, dass ich dem Thema Periode bisher nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet habe – das werde ich ab jetzt ändern."

Dümmel räumt außerdem ein, dass einige Kritikpunkte durchaus berechtigt seien:

"Eugen und André haben mit Pinky für Aufmerksamkeit gesorgt, weil sie sich dem wichtigen Thema Menstruation widmen. Dennoch ist den Gründern durch die vielen berechtigten Hinweise zum Produkt und zum Auftritt klargeworden, dass es ernstzunehmende Kritikpunkte gibt, die den beiden als Männer-Team schlichtweg nicht bewusst waren. Periode ist ein politisches Thema. Und ich gebe zu, dass ich dem nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet habe."

Ralf Dümmel nimmt Kritik an Pinky sehr ernst

Dümmel sagt dazu weiter: "Ich hielt es für einen Problemlöser, der Menstruierenden unterwegs, zum Beispiel auf Festivals, hilfreich sein würde. Das Positive ist, dass durch die hitzige Diskussion die öffentliche Darstellung der Periode viel Aufmerksamkeit bekommt. So werden diverse Positionen sichtbar und wir können alle dazulernen, auch ich. Das müssen wir auch." Nun gelte es, sich zu vernetzen, "das Feedback ernst zu nehmen und das Thema umfassend zu überdenken".

Ein Punkt sei ihm in der Debatte aber besonders wichtig, wie Dümmel gegenüber watson hervorhebt: "Die Frage, ob Gründer und Gründerinnen, die Produkte, die vorrangig Frauen ansprechen sollen, entwickeln, auch weiblich sein müssen, führt meiner Meinung nach wiederum vollkommen in die falsche Richtung. Grundsätzlich sollten die Geschlechter der Gründer und Gründerinnen kein Merkmal sein bei der Frage, ob ein Produkt Relevanz hat oder nicht."

Dümmel betont, dass es auch tolle Gründerinnen gebe, "die starke Produkte für eine männliche Zielgruppe entwickeln". Und das sei auch gut so. Jedoch, so sagt er, müsse es andersrum genauso möglich sein.

Was genau die Gründer und ihr Investor nach Sichtung der Kritik verändern werden, bleibt noch offen. An einem häufig erwähnten Punkt, dem Nachhaltigkeitsaspekt, sitze man bereits dran, bekundete Dümmels Firma DS Produkte gegenüber watson.

ARD schneidet Szenen mit Jan Josef Liefers aus "Tatort" – nun reagiert der WDR

Am Sonntag zeigte die ARD eine neue "Tatort"-Episode aus Münster. Wie immer mit von der Partie war auch Jan Josef Liefers als Gerichtsmediziner Prof. Boerne. Dass die ARD so kurz nach dem Eklat um die Aktion #allesdichtmachen, an der auch Jan Josef Liefers beteiligt war, ausgerechnet einen "Tatort" mit ihm zeigt, war vielleicht nicht die cleverste Idee. Auf Twitter häuften sich zumindest die Kommentare derer, die Filme mit Liefers nicht weiter unterstützen wollen.

Die ARD ließ sich davon aber …

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