Nicht nur Batterien – in München und Karlsruhe können jetzt auch Kunststoff-Flaschen in den dm-Märkten abgegeben werden.
Nicht nur Batterien – in München und Karlsruhe können jetzt auch Kunststoff-Flaschen in den dm-Märkten abgegeben werden.Bild: www.imago-images.de / ['FrankHoemann/SVEN SIMON', 'via www.imago-images.de']

Trend bei Supermärkten und Drogerien: Diese Neuerung gibt es jetzt bei dm

06.10.2021, 12:46

Auch der Drogeriemarktbetreiber dm möchte im deutschen Abfallgeschäft mitmischen, um an begehrtes Rezyklat zu kommen. Bei Rezyklat handelt es sich um Stoffe, die ganz oder teilweise aus dem Recycling stammen. Wie dieses gewonnen werden kann, fragen sich aktuell viele Supermarkt- und Drogeriemarktbetreiber.

Aus diesem Grund startet dm in Deutschland ein Pilotprojekt, das sich vorerst auf ein Jahr belaufen soll. Dazu integriert das Unternehmen, nach eigenen Angaben, Aktionsfächer in die bestehenden Recyclingboxen hinter den Kassen in 150 Karlsruher und Münchner Testmärken. Vor wenigen Wochen startete das Projekt bereits in Österreich, nun soll auch Deutschland folgen.

Wird der Testlauf angenommen?

Der Drogeriemarktbetreiber will herausfinden, ob seine Kunden ihre leeren Shampoo- und Reinigungsflaschen wieder in die Märkte zurückbringen. Dadurch könnte dm aus den gesammelten Kunststoffflaschen das begehrte Rezyklat herstellen, um daraus neue Verpackungen produzieren. Mit diesem Vorgehen schließt sich die Drogeriemarktkette den Discountern Aldi und Lidl an, die bereits einen eigenständigen Recyclingkreislauf in ihre Lieferketten integriert haben.

Das Ziel des Drogeriemarktbetreibers: Bis 2050 sollen 90% ihrer Nonfood-Kunststoff-Verpackungen mindestens zur Hälfte aus Rezyklat bestehen. Das Erreichen dieses ambitionierten Ziels hängt laut dms Geschäftsführerin Kerstin Erbe davon ab, wie der Test angenommen wird. „Für uns wird spannend sein, ob und in welchem Umfang unsere Kunden den Service der Verpackungsrücknahme annehmen und welche Ressourcen wir selbst einsetzen müssen, um die notwendige Qualität der Rezyklate zu erzielen“, so Erbe, wie Lebensmittelzeitung.net berichtet.

(lc)

Lieferkrise betrifft nicht nur Non-Food: Supermärkte warnen vor Lücken in den Regalen

Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es gehäuft immer wieder zu Lieferengpässen und langen Wartezeiten für Kundinnen und Kunden. Die Blockade im Suezkanal und die zeitweisen Hafensperrungen in Yantian und Ningbo haben spürbare Auswirkungen auf die Infrastruktur des gesamten internationalen Frachtverkehrs. Wer ein neues Auto oder Fahrrad kaufen möchte, muss sich beispielsweise wegen Materialengpässen häufig monatelang gedulden. Was bisher nur den Nonfood-Sektor betroffen hat, bedroht nun jedoch auch den Lebensmittelhandel.

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