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broken heart concept. hand drawn illustration

Bild: iStockphoto

So werden reiche, weiße Männer ihre Geliebte los

Wenn eine verschmähte Geliebte ungemütlich wird, dann fängt Privatdetektiv Herman Weisberg mit der Arbeit an. 

13.03.18, 14:04 22.06.18, 10:27
Helena Düll
Helena Düll

Ein verheirateter, weißer, reicher Mann mittleren Alters hat eine Affäre mit einer jungen hübschen Dame. Für eine gewisse Zeit ist er ihr Sugar-Daddy, bezahlt der jungen Dame, was auch immer vereinbart wurde. Die beiden haben sich über einen Escort-Service kennengelernt.  

Doch irgendwann ist ihm das nicht mehr aufregend genug, er gesteht ihr, dass er zurück zu seiner Familie will und macht Schluss. Das lässt die Verschmähte nicht auf sich sitzen.

Sie droht dem Mann, seiner Familie alles zu sagen, wenn er nicht bei ihr bleibt.

Was klingt wie eine Szene aus einem kitschigen Hollywood-Schinken, das ist der Alltag von Herman Weisberg – wie ihn die "Times" beschreibt. Der Privatdetektiv kümmert sich um Affären, die gewaltig schiefgelaufen sind. 

"Verdoppel die Summe; Geld zählt nicht. Bring mich einfach aus dieser Situation raus"

Seine Spezialität: Die rachsüchtigen Frauen zu beruhigen. Oder zumindest ruhig zu stellen. 

Seine Klienten erfüllen fast alle die folgenden Kriterien: sie sind hetero, mittleren Alters, reich, weiß – und sehr verzweifelt.

Je nach Schwere des Falls verlangt er dafür zwischen 1000 und 10.000 Euro – einen Betrag, den die Männer gerne bereit sind zu zahlen. Hauptsache, Ruhe von der Ex-Geliebten. 

Im Job sind die Männer meistens übervorsichtig, im realen Leben dafür umso nachlässiger.

So vorsichtig die Männer im Job sind, so nachlässig sind sie privat.  Bild: iStockphoto

Denn: Meist sind die Männer selbst Schuld daran, dass die Frauen sie in der Hand haben. Die Kommunikation während der Affäre lief oft über Diensthandy- und Rechner, sie waren viel zu unvorsichtig mit privaten Daten und die Kontodaten haben sie auch einfach an die Frau herausgegeben. 

"Was mich an diesen klugen, erfolgreichen Männern wirklich stört ist, dass sie 5000 US-Dollar dafür ausgeben, bei einem Geschäftspartner einen Hintergrundcheck zu machen. Aber jemandem, den sie in ihr Haus, in ihr Bett lassen, dem schreiben sie mit der Dienstmail" 

Herman Weisberg recherchiert den Frauen hinterher, trifft sich mit ihnen, redet viel mit ihnen. So gut wie immer führt das zum Erfolg. Was genau er mit ihnen "redet", das bleibt aber sehr vage im Bericht der "Times". 

Manchmal sind es aber auch die Männer selbst, die sich wieder auf entsprechenden Plattformen herumtreiben und in die nächste Falle tappen. Die einen lernen daraus, die anderen nicht. 

Dass es einen Markt für Privatdetektive wie Herman Weisberg gibt, beweisen nicht nur seine vollen Auftragsbücher in New York. In China hat sich bereits ein gesamter Geschäftszweig für diese Arbeit gebildet. 

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