HANDOUT - 10.01.2021, Niedersachsen, Osnabr

Überraschung für alle Beteiligten: Sonja Lammers aus dem westfälischen Mettingen brachte ihren Sohn Martin auf dem Weg zum Klinikum Osnabrück im Hubschrauber zur Welt. Bild: Klinik Osnabrück / Jens Lintel

Seltene Geburt in der Luft – Baby kommt im Hubschrauber zur Welt

Nicht einmal der Helikopter ist für den kleinen Martin Timotheus aus Nordrhein-Westfalen schnell genug gewesen: Der Junge ist im Anflug auf das Klinikum Osnabrück (Niedersachsen) in etwa 150 Metern Höhe zur Welt gekommen.

HANDOUT - 10.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Mettingen: Der ADAC-Hubschrauber Christoph Europa 2  (undatierte Aufnahme). Nicht mal der Helikopter ist für den kleinen Martin Timotheus aus Nordrehein-Westphalen schnell genug gewesen - er ist im Anflug auf das Klinikum Osnabrück in 150 Metern Höhe zur Welt gekommen. Die Geburt bei mehr als 200 Stundenkilometern haben sowohl der Säugling  als auch die 24 Jahre alte Mutter aus Mettingen gut überstanden, wie ein Sprecher des ADAC am 31.01.2021 mitteilte. (Zu dpa

Ungewöhnlicher Geburtsort: der ADAC-Hubschrauber Christoph Europa 2 Bild: ADAC Luftrettung / ADAC Luftrettung

Die Geburt bei mehr als 200 Stundenkilometern haben sowohl der Säugling (3620 Gramm, 53 Zentimeter) als auch die 24 Jahre alte Mutter aus Mettingen gut überstanden, wie ein Sprecher des ADAC mitteilte. Die Rettungsleitstelle hatte den Hubschrauber Mitte Januar zur Mutter geschickt, nachdem bei ihr einige Tage früher als vorgesehen die Wehen eingesetzt hatten. Der Heli braucht für die Strecke nur wenige Minuten.

1992 die letzte Geburt in einem Hubschrauber in Deutschland

Dass der Rettungshubschrauber zum Kreißsaal wird, ist eine absolute Seltenheit. "Der letzte von uns dokumentierte Fall liegt 28 Jahre zurück. Das war 1992 bei dem in München stationierten Rettungshubschrauber "Christoph 1"", erzählte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. "Unseren Crews wird derzeit an der Coronafront alles abverlangt. Diese Geburt ist daher für uns alle ein glückliches Geschenk und ein wunderbarer Lichtblick in der Pandemiezeit."

Mutter Sonja Lammers wurde von dem Einsatz des Rettungshubschraubers überrascht. "Es ging ja nicht, dass mein Mann mitfliegt, also ist er mit dem Auto zum Klinikum gefahren – und als er angekommen ist, war er bereits Papa", wird sie in der Mitteilung zitiert. Das Hebammenteam erwartete Baby und Mutter direkt auf dem Flugfeld. "Bei uns ist das jetzt natürlich überall ein großes Gesprächsthema und ich werde damit aufgezogen, dass sich unsere nächsten Kinder vielleicht etwas mehr Zeit lassen sollten", sagte Lammers.

(andi/dpa)

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