Lidl Aldi Wirtschaft / Handel / Einzelhandel / Supernmarkt / Lidl / Aldi / Schilder / Logo / Architektur / Fassade / / 18.06.2015 /

Sogenannte Non-Food-Artikel, also Ware, die nicht zum Verzehr bestimmt ist, stapelt sich derzeit bei Aldi und Lidl. Die Discounter reagieren. Bild: www.imago-images.de / imago stock&people

Filialen laufen über: Corona-Spätfolge macht Discountern zu schaffen

Wer kürzlich in einer Filiale von Aldi Süd, Aldi Nord oder Lidl war, dem ist es vielleicht aufgefallen: Sogenannte Non-Food-Artikel, also Ware, die nicht zum Verzehr bestimmt ist, stapelt sich derzeit bei den Discountern.

Die sogenannten Restanten, umgangssprachlich auch Ladenhüter genannt, werden sonst über Aktionswochen unter die Leute gebracht. Doch aktuell hakt es – laut einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" liegt das an der Corona-Pandemie.

Verschiebung der Aktionsverkäufe wegen Einschränkungen der Wirtschaft

Denn, so die Argumentation der Discounter, die Sonderverkaufsaktionen würden mit einigem zeitlichen Vorlauf geplant. Die Einschränkungen insbesondere der asiatischen Wirtschaft zu Beginn der Corona-Pandemie hätten zu einer Verschiebung vieler Aktionsverkäufe geführt. Um das auszugleichen, habe man noch nicht verfügbare Artikel durch zusätzliche Ware ersetzt – so habe sich die Gesamtmenge der Non-Food-Artikel deutlich erhöht.

Gegenüber watson sagt Aldi Nord: "Als fairer und verlässlicher Handelspartner haben wir uns zudem dazu entschieden, die verschobenen Aktionsangebote im Laufe des Jahres nachzuholen und an die vertraglichen Vereinbarungen mit unseren Lieferanten festzuhalten." Angebote, die Kunden in den Discounter-Regalen vermisst haben, sollten also nachgeholt werden.

Auch südlich des Aldi-Äquators – vom Westmünsterland über Mülheim an der Ruhr, Wermelskirchen, Gummersbach, Siegen und Marburg, nach Osten bis nördlich von Fulda – musste der Discount-Riese sein Angebot anpassen.

"In Folge der Coronakrise ergaben sich Verschiebungen bei den Kundenbedürfnissen, was zu einer unterschiedlich starken Nachfrage bei unseren Non-Food-Aktionsartikeln geführt hat", sagt Aldi Süd. Gleichzeitig habe die Kette ihr Sortiment an den akuten Wünschen der Kundinnen und Kunden orientiert. Seit April seien beispielsweise Mund-Nasen-Bedeckungen und Desinfektionsmittel dauerhaft in den Märkten verfügbar.

Hygiene und Outdoor sind aktuell die gefragtesten Non-Food-Bereiche

Welch riesigen Einfluss das Coronavirus auf das Kaufverhalten der Bürgerinnen und Bürger hat, wurde zu Beginn der Pandemie unmissverständlich klar, als Toilettenpapier, Hefe und Mehl wochenlang schwerer zu finden waren als vierblättrige Kleeblätter auf einer Blumenwiese. Was ist bei den Kunden aktuell besonders beliebt?

"Wir verzeichnen insbesondere bei Artikeln, die einen Outdoor- oder Hygienebezug haben, eine erhöhte Nachfrage", sagt Aldi Süd, "das gilt auch für viele weitere Bereiche wie Fahrradzubehör oder Joggingequipment. Produkte aus dem Home- und Living-Bereich sind bei unseren Kunden aktuell ebenfalls von großem Interesse."

(om/mse)

Edeka wendet sich in offenem Brief gegen Aldi und Lidl

Hauptsache billig! Oder lieber doch nicht? Beim Preiskrieg der Discounter meldet sich jetzt die Supermarktkette Edeka zu Wort. In einem offenen Brief kritisiert sie Lidl und Aldi für ihren Kampf um den günstigsten Preis. Laut Edeka liegt durch die rücksichtslose Preispolitik der Discounter "ein besonderer Druck auf der gesamten Wertschöpfungskette mit allen bekannten Vorzügen sowie Herausforderungen". Die Supermarktkette kritisiert außerdem die Werbekampagnen von Aldi und Lidl.

Seit der Senkung …

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