Erschossener CDU-Politiker: Polizei nimmt Verdächtigen im Fall Lübcke fest

Im Fall des erschossenen ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Polizei jetzt offenbar einen Verdächtigen festgenommen. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Bei dem festgenommenen soll es sich demnach um einen jüngeren Mann handeln, der in einer privaten Beziehung zu dem CDU-Politiker gestanden habe. Der Mann sei am Samstagnachmittag von der Polizei vernommen worden. Aus Ermittlerkreisen habe es geheißen, man sei sich sicher, den Täter identifiziert zu haben.

Gegenüber t-online bestätigte die Polizei, dass ein Mann in Gewahrsam genommen worden sei, nannte jedoch keine näheren Details.

Walter Lübcke war am vergangenen Wochenende in der Nacht zu Sonntag aus nächster Nähe erschossen worden. Er starb durch einen Schuss in den Kopf. Die Tat geschah auf der Terasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha.

Der Fall wurde auch deshalb viel beachtet, eil es in der Vergangenheit Morddrohungen von Rechtsextremisten gegen den ehemaligen Regierungspräsidenten gegeben hatte. Rechte Portale wie "PI-News" bezeichneten Lübcke als "Volksverräter", in Kommentaren verbreiteten Nutzer seine Privatadresse. Zuvor hatte er sich in einer Bürgerversammlung deutlich gegen Rassismus ausgesprochen.

Interview

Verhandlungsexperte zu Merkels Drohung in Richtung Ministerpräsidenten: "Derartige Kommentare sind eigentlich eher der Stil von Donald Trump gewesen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert einen härteren Kurs in der Corona-Politik. Einige Ministerpräsidenten sind anderer Meinung und halten sich nicht an die Vereinbarungen. Am Sonntagabend sagte Merkel in der Talkshow "Anne Will": "Wir müssen mit einer großen Ernsthaftigkeit jetzt die geeigneten Maßnahmen einsetzen. Und einige Bundesländer tun das, andere tun es noch nicht."

Dann machte die Kanzlerin klar, dass sie sich notfalls auch bundeseinheitliche Regelungen vorstellen kann. Eine Handhabe …

Artikel lesen
Link zum Artikel