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"A Mass statt Hass" – die Stadt München und Aktivisten streiten um Buttons für die Wiesn

Auf der "Ausgehetzt"-Demo gegen die Politik der CSU in München war eine bayerische Trachtengruppe DER Blickfang. Auf ihren Plakaten standen die Parolen "Mi Heimat es su Heimat", "Grantl'n – Ja! Hetz'n – Nein!" und "A Mass statt Hass!".

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Bild: NurPhoto/dpa

Genau mit diesen Sprüchen gegen Hass und Hetze wollen Aktivisten der satirisch angehauchten Gruppe "Königlich Bayerische Antifa" jetzt auch das Oktoberfest erobern. Das gefällt allerdings nicht jedem.

Das ist die Idee

Bedienungen auf Volksfesten sollen Buttons mit den Sprüchen tragen, und so ein Zeichen gegen Rassismus setzen. 

Bei Facebook riefen die Aktivisten zu Spenden auf, um mehr Buttons zu drucken und die Aktion größer werden zu lassen. Die Buttons sollten auf Volksfesten getragen und auch verteilt werden. Wie die "Königlichen Antifas" mitteilten, hätten sich Menschen aus verschiedenen Städten und Regionen Bayerns angeschlossen, auch Bedienungen aus einem traditionsreichen Oktoberfest-Zelt hätten erklärt, mitmachen zu wollen.

Sich bei Volksfesten wie dem Oktoberfest derart offen gegen Rassismus zu bekennen, finden jedoch nicht alle gut. Wie die Münchener "Abendzeitung" berichtet, habe ein Sprecher des Münchener Wirtschaftsreferates gesagt: 

"Die Wiesn ist eine werbe- und politikfreie Zone. Das soll auch so bleiben."

Abendzeitung

Der Oktoberfest-Chef Josef Schmid (CSU) habe sich nicht äußern wollen.

Und die "Königlich Bayerische Antifa"? Die findet, Antirassismus sei "nicht politisch, sondern grundmenschlicher Anstand". Die Kampagne solle sich außerdem nicht ausschließlich gegen die CSU und ihre Politik richten, sondern gegen jeglichen Rassismus. 

(fh)

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