21.06.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Polizeieinheiten sammeln sich, um gegen Randalierer vorzugehen. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei haben dutzende gewalttätige Kleingruppen die Innenstadt verwüstet und mehrere Beamte verletzt. Foto: Simon Adomat/dpa | Verwendung weltweit

Polizisten in Stuttgart am Samstagabend. Bild: Simon Adomat / Simon Adomat

Randale in Stuttgart: Polizei spricht von "nie dagewesener Dimension von offener Gewalt"

In der Stuttgarter Innenstadt haben sich in der Nacht zu Sonntag hunderte Menschen stundenlang Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

Das sind die politischen Reaktionen:

Politiker aus Baden-Württemberg haben mit Entsetzen auf die gewaltsamen Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt reagiert. FDP- und SPD-Fraktion kündigten eine Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag für kommende Woche an.

"Eines muss klar sein: Es darf keine rechtsfreien Räume in Stuttgart geben", teilte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Sonntagmorgen auf Twitter mit. "Ich bin schockiert von dem Ausbruch an Gewalt, von den Angriffen auf die Polizei und den Zerstörungen in unserer Stadt. Das ist ein trauriger Sonntag für Stuttgart."

Sascha Binder, Innenexperte der SPD-Landtagsfraktion, sprach von bürgerkriegsähnlichen Zuständen. "Straßenschlachten solchen Ausmaßes kennen wir in Baden-Württemberg nicht, und der Innenminister muss alles dafür tun, damit dies nicht zur Normalität wird."

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann verurteilte die Ausschreitungen scharf. Er sprach am Sonntag von einem "brutalen Ausbruch von Gewalt".

"Diese Taten gegen Menschen und Sachen sind kriminelle Akte, die konsequent verfolgt und verurteilt gehören", teilte der Grünen-Politiker mit. "Die Bilder aus der Stuttgarter Innenstadt können uns nicht kalt lassen." Seine Gedanken seien bei den verletzten Polizeibeamten und den durch die Plünderungen Geschädigten. Nun müsse man die Faktenlage und Erkenntnisse zusammentragen und mit Hochdruck klären, wer dahinter stecke.

(ll/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hansi Daurippel 21.06.2020 15:12
    Highlight Highlight Wahrscheinlich haben es die Menschen satt das wegen jedem Blödsinn mittlerweile eine kampfbekleidete Hundertschaft aufläuft. In Zeiten wo die Politik die Bürger nur gängelt und bevormundet (damit meine ich nicht die Coronamaßnahmen) ist das nicht sehr hilfreich eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Da sieht der Bürger auf der einen Seite einen korrupten Politiker der sich mit Hilfe seines Amtes Vorstandsposten und Reichtum sichert und nix passiert und auf der anderen Seite raucht irgendein Mensch einen Joint auf der Straße und schon marschiert die Staatsmacht auf und knüppelt los.

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