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Kippah Trial, Berlin DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 19.06.2018 Mann mit Kippa wartet mit Journalisten und Prozessbesucher auf Einlass. Knaan S, 19, am ersten Tag vom Prozess vor einem Jugendschoeffengericht des Amtsgerichts Tiergarten Moabit, Berlin. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-jaehrigen Knaan S. gefaehrliche Koerperverletzung und Beleidigung vor. Knaan S., urspruenglich aus Syrien, ist angeklagt, einen Kippa-Traeger antisemitisch beschimpft und mit einem Guertel geschlagen zu haben. Eine antisemitisch motivierte Attacke war es laut Anklage: Weil das Opfer eine Kippa trug. A man of the Jewish community with Kippah waits with the media to enter. Knaan S, 19, at the first day of his trial on charges of inflicting bodily harm and insult at the Amtsgericht Tiergarten courthouse on June 19, 2018 in Berlin, Germany. Knaan S., who is

Ein Prozessbesucher mit Kippa gibt Medienvertretern Interviews. Bild: imago stock&people/christian ditsch

Geständnis Berliner Kippa-Prozess – Opfer fühlt sich noch heute unsicher 

Rund zwei Monate nach dem antisemitisch motivierten Angriff mit einem Gürtel auf zwei Männer mit Kippa im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg startete am Dienstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Haupttäter.

Das sagte der mutmaßliche Täter am ersten Verhandlungstag:

Das sagte das Opfer am ersten Verhandlungstag:

Das sagte die Verteidigung im Vorfeld des ersten Prozesstages:

Die Verteidigerin des Hauptangeklagten, Ria Halbritter, hatte  vor dem ersten Verhandlungstag dem RBB gesagt, dass der Fall nicht als antisemitisch einzustufen sei:

"Wenn die Presseberichterstattung nicht dieses Ausmaß hätte, wäre das ein ganz durchschnittlicher Fall. Mein Mandant ist kein Antisemit, das wird sich in der Hauptverhandlung zeigen. Der Fall ist nicht geeignet als Symbol des zunehmenden Antisemitismus hier im Land."

Verteidigerin Ria Halbritter

Sowohl die Gespräche mit ihrem Mandanten als auch die Aktenlage würden belegen, dass ihr Mandant nicht antisemitisch sei.

"Er ist nie aufgefallen und hat sich bisher in Deutschland ganz normal und anständig geführt."

Ria Halbritter 

Das Opfer:

Der mutmaßliche Haupttäter:

Die Kippa ist nun im Jüdischen Museum in Berlin ausgestellt:

Besondere Bekanntheit erlangte der Fall auch, weil eines der Opfer die Tat filmte und das Video in sozialen Netzwerken veröffentlichte, wo es sich schnell verbreitete.

Auch in den Medien wurde der kurze Clip in den darauffolgenden Tagen oft gezeigt, meist begleitet von der Frage, wie sicher jüdisches Leben in Deutschland sei. Der Zentralrat der Juden riet aus Sicherheitsgründen davon ab, in der Öffentlichkeit Kippa zu tragen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)

"Wir dürfen niemals zulassen, dass Antisemitismus in Deutschland wieder alltäglich wird."

An Versammlungen In Berlin und Köln beteiligten sich ranghohe Politiker, Organisationen und Religionsverbände. Auch seitens der Bundesregierung gab es zahlreiche Solidaritätsbekundungen für Juden in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem "schrecklichen Vorfall".

"Berlin trägt Kippa" – so sah das aus:

abspielen

Video: watson/Felix Huesmann, Leon Krenz, Lia Haubner

(hd/afp/dpa)

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