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Nach Zug-Chaos in NRW – Polizei spricht von einem "gezielten Angriff" 

25.09.18, 19:25 25.09.18, 20:09

Eine Signalstörung hatte am Montagmorgen den Bahnverkehr zwischen Duisburg und Düsseldorf lahmgelegt. Die Bahnstrecke ist eine der Hauptverkehrslinien Nordrhein-Westfalens. Die Folge: zahlreiche Verspätungen, Ausfälle sowie Teil-Ausfälle im Nahverkehr. Vor allem Pendler mussten sich gedulden. Als Ursache der Signalstörung nannte die Bahn Schäden durch Vandalismus.

Auf der linken Internetplattform indymedia tauchte am Montagvormittag ein Bekennerschreiben auf. Eine Gruppe Namens "namenlose Abschiebegegner" bekannte sich zu der Aktion. Der Angriff auf die Infrastruktur rund um den "Abschiebe-Flughafen Düsseldorf" sei ein Akt der Menschlichkeit, heißt es darin.

Ein Auszug aus dem Bekennerschreiben:

"Daher haben wir heute morgen an mehreren Bahnstrecken rund um den Düsseldorfer Flughafen, den Daten- und Bahnverkehr für viele Stunden unterbrochen. Durch die Art unseres Eingriffs haben wir eine Gefährdung von Menschen ausgeschlossen: die von uns gekappten Signalleitungen neben den Bahngleisen führen (wie bei Sturmschäden oder missglückten Erdarbeiten) automatisch zum sofortigen Halt des Bahnverkehrs auf der betroffenen Strecke. Wir bezeichnen unsere Unterbrechung des "Normalen" provokativ als Akt der Menschlichkeit."

https://de.indymedia.org/node/24588

Ob das Bekennerschreiben authentisch ist, lässt sich jedoch nicht überprüfen: Jeder kann auf der Seite ungeprüft Artikel anlegen. Diese werden erst im Nachhinein moderiert und anschließend teilweise gelöscht.

Die Polizei Düsseldorf hatte bereits am Montag die Ermittlungen aufgenommen. Jetzt spricht sie von einem "gezielten Angriff auf die Signalverkabelung der Deutschen Bahn entlang mehrerer Streckenabschnitte". Es würden Erkenntnisse vorliegen, die ein politisch motiviertes Handeln nahelegen würden. Das Schreiben einer Gruppierung, die sich kontrovers mit dem Thema "Abschiebung" auseinandersetzt, liege dem Staatsschutz vor und werde als authentisch erachtet. 

Zum Tathergang heißt es von Seiten der Polizei Düsseldorf:

Dem aktuellen Stand der Ermittlungen zufolge öffneten in der Nacht von Sonntag auf Montag (23./24. September) bislang unbekannte Täter an mindestens drei Stellen im Großraum Düsseldorf Kabelschächte entlang der Bahngleise und beschädigten die darin befindlichen Kabelanlagen. Die Leitungen werden unter anderem für die Schaltung der Signalanlagen benötigt, was zu entsprechenden Störungen und auch Ausfällen im Bahnverkehr führte. Auch die Telekommunikation (Telefon und Internet) im Stadtgebiet Erkrath war gestört. Menschen wurden hierbei nicht verletzt.

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/13248/4071063

(ts)

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