happy family enjoying festive Christmas food, they are together, give each other presents and have fun

Auch in Corona-Zeiten wollen viele ihre Familie an Weihnachten sehen. Bild: Moment RF / LEREXIS

"Die Sehnsucht war größer als die Vernunft": Warum junge Menschen trotz Corona an Weihnachten ihre Familie besuchen – oder nicht

Nun ist er doch da, der harte Lockdown. Seit Mittwoch sind in Deutschland Schulen, Kitas und Einzelhandel weitestgehend dicht. Wer kann, wird gebeten, im Homeoffice zu bleiben.

Auch an Weihnachten gelten neue Regelungen: Maximal vier Menschen außer dem eigenen Hausstand dürfen zusammen feiern. Der Entscheidung waren hohe Fall- und Todeszahlen in Deutschland vorausgegangen, weshalb Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit dramatischen Appellen für härtere Maßnahmen plädierten.

Für viele stellt sich nach zigtausend Infektionen und täglich Hunderten Toten auf den Intensivstationen die Frage, ob sie die (lange) Reise in die Heimat an Weihnachten auf sich nehmen wollen und möglicherweise die eigenen Verwandten gefährden. Andererseits waren gerade ältere Menschen in den vergangenen Monaten auf sich allein gestellt und isoliert – sie freuen sich nun besonders, Kinder und Enkel wiederzusehen.

Watson hat mit jungen Erwachsenen gesprochen und sie gefragt, ob sie Heiligabend in der Heimat verbringen. Hier erzählen sie, warum sie ihre Familie an Weihnachten besuchen – und warum nicht.

Anmerkung: Da einige der Befragten Angst davor haben, wegen ihrer Entscheidung angefeindet zu werden, hat watson die Namen anonymisiert. Die vollen Namen sind der Redaktion bekannt.

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Weihnachten kann auch zu Hause schön sein. Bild: Digital Vision / Thomas Barwick

Tanja K.

Tanja ist 30 und arbeitet als Lehrerin und Pädagogin in der Nähe von Stuttgart. Sie wohnt eigentlich gar nicht weit weg von der Familie, will dort dieses Jahr aber trotzdem nicht hinfahren.

"Zum ersten Mal seit Jahren freue ich mich auf Weihnachten."

"Die vergangenen Jahre waren geprägt vom schlechten Gewissen, der Familie nicht gerecht zu werden, und mehr oder weniger offen kommunizierten Vorwürfen. Ein Hetzen vom Mittagstisch der einen über den Kaffeetisch der nächsten bis zum Vespertisch der anderen. Drei – dramatische Pause – volle – dramatische Pause – Tage. Das restliche Jahr bekommt man ja gar nicht mit, wie viel Familie man tatsächlich hat. Als ich bereits vergangenes Jahr angekündigt habe, in diesem Jahr vermutlich nicht zu kommen, wurde mir eröffnet, dazu hätte ich kein Recht, da ich keine Kinder habe. Wer keine Kinder hat, muss also alle anderen besuchen – weil ich ja so schön flexibel bin.

Natürlich nehme ich die aktuellen Zahlen und Maßnahmen sehr ernst. Da ich momentan sowieso alle unnötigen Kontakte vermeide, kann ich mit einem Grinsen im Gesicht sagen – sorry, dieses Jahr nicht.

Anstelle meines Weihnachtsmarathons verbringe ich Weihnachten dieses Jahr zum ersten Mal in meinem Leben in meinen eigenen vier Wänden mit meinem Freund und seiner Mutter, die wir sowieso regelmäßig sehen.

Und während ich mir mein Käsefondue schmecken lasse, fühle ich mich gleichzeitig wie eine Superheldin, die einen kleinen Teil dazu beiträgt, die Welt zu einem sichereren Ort zu machen."

Stephen B.

Stephen ist 34 und lebt in Berlin. Er ist US-Amerikaner und kommt ursprünglich aus Washington, D.C.

"An Heiligabend werde ich mit Freunden feiern."

"Als ich noch in Washington lebte, wohnte ich recht nah am Haus meiner Mutter. Dieses Jahr wollte ich eigentlich nach Portugal reisen, aber aufgrund der aktuellen Situation mit Corona wäre das keine gute Idee gewesen, und sonst kann ich auch nirgendwo anders hin. Es macht mir nichts aus, hier in Berlin zu bleiben. Es macht mich vor allem traurig, dass ich nicht mehr draußen Glühwein trinken gehen kann. An Heiligabend werde ich bei Freunden feiern, die haben einen Weihnachtsbaum und all sowas."

Max M.

Max ist 30 Jahre alt und lebt in Berlin. Seine Familie lebt allerdings in Süddeutschland und hätte sich gefreut, wenn er über die Feiertage zu ihr gekommen wäre.

"Ich möchte nicht Treiber der Infektion sein."

"Eigentlich hatte ich vor, zumindest einige Tage zu meinen Verwandten nach Süddeutschland zu fahren. Dafür wollte ich mich einige Tage selbst isolieren und einen Schnelltest machen. Allerdings war ich zu spät dran, um mich um einen Mietwagen zu kümmern und hätte mit der Bahn fahren müssen. Nachdem ich aber mit immer mehr Sorge die steigenden Fall- und Todeszahlen gesehen habe, habe ich noch einmal nachgedacht.

Ich möchte nicht Treiber der Infektion sein und verantworten, dass noch mehr Menschen sterben. Um meine eigenen Eltern habe ich wenig Sorge, sie sind noch nicht so alt, meine einzige noch lebende Großmutter hätte ich vorsichtshalber sowieso nicht besucht, aber von einer Freundin, die auf einer Covid-Station gearbeitet hat, wurde mir erklärt, wie unvorhersehbar die Infektionsketten sein können. Wer weiß, wie viele Leute ich bei meiner Reise durch halb Deutschland getroffen hätte und wie viele von ihnen möglicherweise infiziert gewesen wären? Das ist es mir nicht wert.

Stattdessen verbringe ich nun Weihnachten mit einer Arbeitskollegin, die auch in Berlin bleibt und nutze die Feiertage, um das vergangene, verrückte, anstrengende und irgendwo auch triste Jahr 2020 Revue passieren zu lassen. Dafür sind die Feiertage ja eigentlich auch gedacht."

Moritz M.

Moritz ist 23 Jahre alt. Er studiert Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Freiburg, seine Familie wohnt in München.

"Damit die Feiertage nicht zu einsam werden, planen wir bereits, wie ich sie trotzdem schön gestalten kann."

"Ich habe mich entschieden, in diesem Jahr über Weihnachten nicht zu meinen Eltern zu fahren und stattdessen die Feiertage alleine zu verbringen. Im Gegensatz zu vielen anderen Familien ist es für uns einfacher, auf ein gemeinsames Fest zu verzichten. Zum Beispiel sind wir nicht christlich, weshalb es für uns eher möglich ist, nicht am 24. Dezember, sondern erst im Januar oder Februar zusammenzukommen, wenn die Situation hoffentlich nicht mehr so angespannt ist wie in diesen Wochen.

Ich sehe das in erster Linie als Rücksichtnahme auf Gruppen, die sehr viel schwieriger mit der Situation zurechtkommen. Auch wenn es sicher nicht leicht wird, alleine Weihnachten zu feiern, sind meine Familie und ich der Überzeugung, dass es sich um die verantwortungsvollere Entscheidung handelt. Damit die Feiertage nicht zu einsam werden, planen wir bereits, wie ich sie trotzdem schön gestalten kann. Meine Mutter hat mir schon Familienrezepte zugeschickt, und für Heiligabend haben wir uns zu einem Videoanruf verabredet."

Tobias Böhnke

Tobias ist 34 Jahre alt und lebt in München und Berlin. Er ist sowieso nicht gerne bei seiner Familie an Weihnachten, aber dieses Jahr ist sowieso alles anders.

"Dann feiern wir eben im Sommer zusammen, wenn wir hoffentlich größtenteils geimpft sind."

"In meiner Familie müssen Familienfeiern immer groß sein. Daher ist das übliche Prozedere, dass man an Heiligabend im engen Familienkreis feiert, am 25. dann aber die ganz große Nummer. Aus ganz Deutschland kommen die Verwandten angefahren, um sich bei den Großeltern zu treffen und eine große Sause zu veranstalten. Wenn alle da sind, merkt man, wie groß die Familie ist. Da gibt es die Verwandten vom Land, die zu viel Alkohol trinken und die üblichen Tanten und Onkel, die jedes Jahr die gleichen Fragen stellen und nie ganz verstehen, was man eigentlich arbeitet. Es wird viel gelacht, viel gestritten und am Ende bekommen alle einen Schoko-Weihnachtsmann von der Oma. Egal ob man zwölf ist, oder 60. Weil für die Oma alle immer Kinder sein werden.

Alles ganz normal eigentlich. Hoffe ich. Ich habe da nie Spaß dran gehabt. Mir ist die Familie zu laut und das Fest zu lang. Deswegen bin ich auch immer seltener hingefahren. Dieses Jahr ist es anders. Vor einem Monat ist meine Oma gestorben und damit der Mensch, der die Familie zusammengehalten hat. Jetzt bereue ich es, in den vergangenen Jahren nicht auf der Feier gewesen zu sein, und ich habe ein großes Bedürfnis, meine Familienmitglieder zu sehen, egal wie peinlich sie bei solchen Veranstaltungen sind. Doch wir werden nicht zusammen feiern. Niemand wird von irgendwo anreisen. Es wird keinen Alkohol und keine Fragen von Onkeln und Tanten geben. Ich werde nicht mal meine Eltern besuchen. Weil Corona ist.

Obwohl wir uns so sehr wie nie nacheinander sehnen, wäre es unverantwortlich, sich dem Risiko auszusetzen. Das Treffen kann gar nicht so schön sein, wie sich die Schuld anfühlen würde, falls jemand erkrankt. Und ja, niemand ist wirklich schuld, es ist eine globale Pandemie, aber trotzdem möchte ich nicht damit leben wollen, die Krankheit möglicherweise weitergetragen zu haben. Daher wird es für meine gesamte Familie ein stilles Fest. Ein paar Video-Calls und das war es. Das ist seltsam, aber nicht so schlimm. Der Drang meiner Familie nach großen Feiern wird nicht abflachen, und dann feiern wir eben im Sommer zusammen, wenn wir hoffentlich größtenteils geimpft sind. Irgendein Grund wird sich schon finden."

Lisa N.

Lisa ist 29 Jahre alt und lebt in Berlin. Schon als Kind hat sie fast alle Wochenenden und Feiertage mit ihrer Familie verbracht – Weihnachten ist ihr, ihren Eltern und zwei Schwestern besonders wichtig.

"Seitdem mein Vater vor vier Jahren eine Krebs-Diagnose erhielt, sind uns diese Feste umso wichtiger."

"Weihnachten war schon immer ein besonders wichtiges Fest in unserer Familie: Vor allem, seitdem meine beiden Schwestern und ich nicht mehr daheim wohnen, sondern in ganz Norddeutschland verstreut, nutzen wir die Weihnachtsfeiertage, um zusammenzukommen, zu feiern und etwas Besonderes zu essen. Dieses Jahr treffen wir uns am ersten Weihnachtstag – einen gemeinsamen Termin zu finden, der für uns alle fünf passt, ist gar nicht so einfach, weil zwei von uns im Schichtdienst arbeiten. Wir mussten uns bereits im Sommer auf ein Datum einigen, um uns endlich als Familie wiederzusehen.

Seitdem mein Vater vor vier Jahren eine Krebs-Diagnose erhielt, sind uns diese Feste umso wichtiger. Der Blutkrebs wurde zwar rechtzeitig erkannt, und mein Vater hat eine Chemo-Therapie gemacht, seitdem ist sein Immunsystem aber nachhaltig geschwächt. Zudem leidet er seit seiner Kindheit unter Asthma.

Wir sind uns alle bewusst, dass unser Vater ein Hochrisikopatient ist – deswegen sind wir jetzt alle besonders vorsichtig, um ihn nicht anzustecken. Meine ganze Familie hat nun, kurz vor Weihnachten, fast alle Kontakte heruntergefahren und befolgt die Corona-Regeln besonders sorgsam. Wir hoffen, dass wir bis zum Fest gesund bleiben, um gemeinsam mit unserer Familie feiern zu können. Das größte Geschenk für uns ist, dass wir selbst dieses Weihnachten in Pandemie-Zeiten zusammen feiern können."

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Driving Home for Christmas: Ein Mietwagen ist für viele dieses Jahr die beste Möglichkeit, sicher zur Familie zu kommen. Bild: Tetra images RF / Shestock

Maxine S.

Maxine ist 33 Jahre alt, lebt in Norddeutschland und macht sich dieses Jahr mit einem Mietwagen auf den Weg zu ihrer Familie, die 600 Kilometer entfernt lebt.

"Allein auf den schwäbischen Kartoffelsalat meiner Oma freue ich mich schon das ganze Jahr."

"Die vergangenen zwei Jahre habe ich den 24. Dezember nicht mit meiner Familie verbracht und zweimal den legendären schwäbischen Kartoffelsalat meiner Oma verpasst. Allein darauf freue ich mich schon das ganze Jahr. Meine Mama und meine Schwägerin haben außerdem am 26. Dezember Geburtstag und meine 89-jährige Oma musste bereits im April ihren Geburtstag isoliert verbringen.

Ich lebe in einer Großstadt allein auf 33 Quadratmetern, rund 600 Kilometer vom Rest der Familie entfernt. Seit Sommer 2019 arbeite ich bereits im Homeoffice und die Pandemie hat mir den Ausgleich, das Rauskommen aus den eigenen vier Wänden beispielsweise durch den Minijob im Café, Tanzen in einer Wettkampfformation, Ausgehen und Reisen sehr eingeschränkt. Da ist jeder Ausflug ins Grüne, jedes Wochenende außerhalb der Stadt ein kleiner Urlaub und willkommene Ablenkung gewesen.

Meine Eltern sind in Rente und leben seit Februar sehr isoliert. Meine Geschwister und deren Kinder begeben sich ab Mittwoch in Isolation. Ich selbst habe bereits notwendige Termine auf ein Minimum reduziert und werde einen Test machen, bevor ich mich mit einem Mietwagen auf den Weg mache."

Sabrina B.

Sabrina ist 30 Jahre alt, kommt aus Paris, lebt aber seit einigen Jahren in München. Sie fährt mit ihrem Mann und ihrem gemeinsamen Sohn zu dessen Eltern in der Nähe von Stuttgart und anschließend zu ihrer Familie nach Frankreich.

"Es war die Entscheidung meiner Großmutter, uns zu sehen."

"Für uns war klar, dass wir dieses Jahr meine Großmutter besuchen gehen. Sie ist 86 Jahre alt, und wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, kann jedes Jahr das letzte sein. Auch wenn man das ungern wahrhaben will. Meine Großmutter lebt schon lange alleine, hat aber noch nie ein Weihnachtsfest alleine verbracht, nicht einmal während des Zweiten Weltkriegs. Sie hat eine riesige Familie und jedes Jahr besuchen sie ihre Kinder und Enkel. Und daran soll Corona auch nichts ändern.

Es war ihre Entscheidung, uns zu sehen. Wenn sie gesagt hätte, dass sie uns nicht sehen will, dann hätten wir das auch verstanden. Die Großmutter von meinem Mann wollte es nicht, sie hatte Angst, sich mit Corona anzustecken, und das haben wir respektiert. Um sicherzugehen, dass wir niemanden infizieren, haben wir uns gut vorbereitet, haben uns im Vorhinein zwei Wochen selbst isoliert und testen lassen. Wir fahren jetzt mit dem Auto zu ihr, um Weihnachten zu feiern, wie jedes Jahr."

Sara F.

Sara ist 29, lebt in Berlin und ist Teil der Risikogruppe. Trotzdem möchte sie nicht auf den Besuch bei ihrer Familie verzichten.

"Weihnachten habe ich noch nie ohne meine Eltern und meinen Bruder verbracht."

"Obwohl ich schon oft im Ausland gelebt habe: Weihnachten habe ich noch nie ohne meine Eltern und meinen Bruder verbracht. Auch dieses Jahr werde ich die siebenstündige Reise auf mich nehmen, trotz Corona. Ich habe einen Zug morgens um halb sechs gebucht, der hoffentlich leerer ist als zu Stoßzeiten, außerdem werde ich mich vorher einige Tage isolieren. Die Vorstellung, jemanden anzustecken, finde ich schrecklich. Dabei bin es eigentlich ich, die wegen einer Vorerkrankung besonders aufpassen muss.

Das Risiko, sich anzustecken, lässt sich trotzdem nicht ganz vermeiden: Mein Vater muss bis Weihnachten arbeiten, dazu in einer sozialen Einrichtung, in der er viele Kontakte hat. Wir hoffen, dass er an seinem letzten Arbeitstag einen Schnelltest machen kann, um ein wenig Sicherheit zu haben. Weihnachten ganz alleine viele hundert Kilometer entfernt zu feiern, ist für mich trotzdem keine Option. Schon in den vergangenen Wochen habe ich meine Kontakte stark eingeschränkt, im neuen Jahr wird sich das vermutlich nicht groß ändern. Da möchte ich wenigstens zu Weihnachten etwas gemeinsame Zeit mit anderen verbringen."

Niklas D.

Niklas, 24 Jahre, studiert in Freiburg Biologie und Chemie auf Lehramt. Er fährt Weihnachten nach Hause zu seiner Familie in Osnabrück.

"Wir haben uns in der WG oft darüber ausgetauscht, wann wir über die Feiertage zu unserer Familie fahren und wie lange wir bleiben."

"Der Eurocity fährt gerade los. Aus der Schweiz kommend, einmal quer durch Deutschland bis nach Hamburg. Für mich bis Osnabrück, bis nach Hause zu meiner Familie. Sechs Stunden werde ich mindestens unterwegs sein. Wenn Bahnreisende es sich um Weihnachten herum normalerweise auf dem harten Kurzflor-Teppich bequem machen müssen, weil selbst das Bord-Bistro keinen Platz mehr bietet, sitze ich jetzt in einem nahezu leeren Zug. Das erleichtert mich.

Wir haben uns in der WG oft darüber ausgetauscht, wann wir über die Feiertage zu unserer Familie fahren und wie lange wir bleiben. Ich bin erst vor drei Monaten für mein Masterstudium von Osnabrück nach Freiburg gezogen. Seitdem habe ich meine Familie, vor allem meine kleinen Geschwister (fünf und acht Jahre), nicht mehr gesehen. Noch nie war ich vorher so lange von zu Hause weg. Noch nie haben sie ihren 'alten' Bruder so lange nicht gesehen. Für mich war deshalb schon früh klar, dass ich an Weihnachten in Osnabrück sein will.

Auch wenn wir die Feierlichkeiten sehr einschränken, weiß ich, dass meine Reise, so wie jede andere zurzeit, mit Risiken verbunden ist, die zu vermeiden möglich gewesen wäre. Ich hätte in Freiburg bleiben können. So wie mein Mitbewohner, der sich dagegen entschieden hat, in die Heimat zu fahren. Er wird nun Weihnachten alleine in unserer WG sein. Letztlich war die Sehnsucht bei mir jedoch größer als die Vernunft. Nun versuche ich, das Risiko zu minimieren: Ich fahre sieben Tage vor den Feiertagen, an denen ich auch meine Großeltern sehen möchte, trage meine neue FFP2-Maske – und hoffe."

(lw,ak,ftk,andi,tb)

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