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The eBay logo is pictured on a phone screen in this photo illustration in New York, U.S., July 23, 2019. REUTERS/Brendan McDermid/Illustration

REUTERS/Brendan McDermid

ZDF-Doku warnt vor Ebay: Diese 5 Tricks wenden Betrüger an

Ebay gehört zu den beliebtesten Onlineshopping-Portalen der Welt, aber hier lauern auch Gefahren. In der ZDF-Dokumentation "Achtung eBay" geht es um die Betrugsmaschen auf der Plattform. Und die sind vielfältig.

Fünf Tricks, mit denen Käufer auf Ebay abgezockt werden:

1. Der Käuferschutz-Trick auf Ebay

In der Käuferschutz-Falle nutzen Betrüger das Versprechen der Plattform aus, dass defekte oder fehlerhafte Artikel zurückgegeben werden können. In der Dokumentation kommt ein Ebay-Kunde zu Wort, der eine auf der Plattform gekaufte Tür umtauschen wollte. Doch der Verkäufer verzögerte den Umtausch, bis die Käuferschutzfrist von 30 Tagen abgelaufen war.

Sowohl Ebay als auch der Bezahldienst Paypal, über den der Kauf abgewickelt wurde, wollten dem Kunden nicht helfen.

Wie kann man der Käuferschutz-Falle entgehen? Zum einen sollte ein fehlerhafter Kauf möglichst schnell gemeldet werden. Bezahlst du mit Paypal, solltest du den Fehlkauf zuerst bei dem Bezahldienst melden. Denn hier gilt ein Käuferschutz von 180 Tagen, sechsmal so lange wie bei Ebay. Das Nennen klarer Fristen wird von der ZDF-Sendung ebenfalls empfohlen.

2. Ebay: Die Gefahr von Schnäppchen-Fallen bei Marken-Produkten

Verführerisch günstig. So wirken manche Angebote auf Ebay. Doch immer wieder handelt es sich bei vermeintlichen Marken-Produkte um Fälschungen. Schnäppchen-Fallen gibt es auf Ebay immer wieder.

In einem Test stellt eine Modeexpertin für das ZDF zahlreiche Fehler bei gekauften Hemden an, die auf der Plattform als Markenware beworben worden waren. Zehn Hemden hatte das ZDF auf Ebay gekauft: Alle waren Fälschungen.

Alexander Dröge vom Markenverband warnt: "Es gibt nichts, was nicht gefälscht wird." Dröge glaubt nicht, dass Ebay entschlossen genug gegen Schnäppchen-Fallen vorgehe. Der jährliche Verlust durch Marken- und Produktpiraterie beträgt laut Schätzungen allein für deutsche Unternehmen über 50 Milliarden Euro.

Wie kann man Schnäppchen-Fallen entgehen? Der Preisvergleich kann Aufklärung liefern: Ist das auf Ebay angebotene Produkt auffällig günstiger als auf anderen Plattformen kann das ein erstes Indiz für eine Schnäppchen-Falle sein. Auch ein leicht veränderter Markenname in der Produktanzeige spricht für eine Betrugsmasche. Zudem hilft der Blick auf die Bewertungen des Produkts.

3. Der perfide Abholtrick bei Ebay-Kleinanzeigen

Auch auf Ebay-Kleinanzeigen, einem weiteren Angebot des Konzerns, drohen Gefahren. Auf der lokalen Plattform haben Online-Betrüger ganz andere Fallen entwickelt.

In der ZDF-Dokumentation wird der "Abholtrick" geschildert. Bei dieser Betrugsmasche sind die Verkäufer selbst die Opfer. Ein Nutzer meldet sich und bietet eine Zahlung via Paypal an, ein Freund würde die Ware dann selbst abholen. Später behauptet der Betrüger, die Ware nie erhalten zu haben. Das Problem des Verkäufers: Er kann nicht beweisen, die Ware je übergeben zu haben.

Wie kann man sich gegen den Abholtrick wehren? In der Sendung wird geraten: Will euer Käufer die Ware abholen lassen, solltet ihr auf Bargeld oder Überweisung beharren. Auch eine Übergabe ist denkbar: Dann sollte man sich den Namen des Abholers aber handschriftlich belegen. Auch ein Zeuge bei der Übergabe kann bei einem späteren Rechtsstreit hilfreich sein.

4. Der Dreiecksbetrug auf Ebay-Kleinanzeigen

Verkäufer können noch auf eine andere Weise zum Opfer von Betrügern auf Ebay-Kleinanzeigen werden. Der Dreiecksbetrug ist etwas komplizierter. Dabei wird der Verkäufer auf der Plattform von einem Interessierten angesprochen, der sich für die Bezahlung über Paypal etwas Zeit erbittet. Willigt der Verkäufer ein und nimmt das Angebot aus dem Netz, beginnt der Dreiecksbetrug.

Der vermeintliche Interessierte erstellt auf Ebay-Kleinanzeigen ein Angebot für eben das Produkt, für das er sich eben noch auf der Plattform interessierte. Erhält er dann ein Kaufangebot, leitet er "seinem Kunden" die Kontodaten des echten Anbieters weiter – dieser Verkäufer erhält also wirklich sein Geld. Den eigentlichen Artikel schickt er jedoch an den Betrüger, der sich mit dem Produkt aus dem Staub macht.

Bild

zdf-screenshot

Wie könnt ihr euch als Verkäufer vor einem Dreiecksbetrug auf Ebay-Kleinanzeigen schützen? Zunächst lohnt sich der Blick auf die bei Paypal angegebene Adresse. Nur an diese Adresse solltet ihr ein Produkt verschicken. Zudem solltet ihr den Versandhinweis des von euch ausgewählten Zustellers aufbewahren, um nachweisen zu können, dass ihr die Ware tatsächlich verschickt habt. Kommt euch am Auftreten eures Käufers etwas komisch vor, solltet ihr auf Barzahlung und eine Übergabe der Ware vor Ort bestehen.

5. Die Umtausch-Falle auf Ebay

Gewerbliche Verkäufer müssen bei Ebay ein Widerrufsrecht von 14 Tagen einräumen und auch eine Gewährleistung von 24 Monaten bei Neuwaren (und 12 Monaten bei Gebrauchtwaren) gewähren.

Doch weist der Artikel eines privaten Verkäufers Mängel auf, ist dieser nicht zum Umtausch verpflichtet. Viele Kunden können auf der Plattform jedoch kaum unterscheiden, wer als privater und wer als gewerblicher Verkäufer auf der Plattform auftritt.

Wie könnt ihr euch vor der Umtausch-Falle schützen? Der Blick auf das Profil des Verkäufers hilft: Gewerbliche Händler sind am Status in der Verkaufsanzeige zu erkennen. Käufer sollten sich der Risiken beim Kauf von privaten Verkäufern genau bewusst sind.

Ganz egal, wie verlockend der Preis ist – ein zweiter Blick und das Informieren über die neuesten Betrugsmaschen lohnt sich vor dem Kauf im Netz immer.

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