Mehr Nutzer, mehr Gewinn – Trotz Datenskandal legt Facebook immer weiter zu

Facebook hat die Quartalszahlen für 2018 vorgelegt und trotz Datenskandal erneut kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn präsentiert: 

Konzernchef Mark Zuckerberg zeigte sich erfreut über die guten Zahlen:

"Trotz der Herausforderungen hat unser Geschäft 2018 einen starken Start gehabt."

Mark Zuckerberg

Analysten hatten befürchtet, dass Nutzer und Werbepartner die Plattform verlassen würden. Das gegenteil war der Fall: Sogar in den USA, wo es zuletzt einen kleinen Einbruch gab, verzeichnet Facebook wieder einen Gewinn. Und mit Blick auf die Werbeumsätze hat Facebook gerade in Europa enorme Zuwächse verzeichnen können.

Dazu muss aber gesagt werden: Ein starker Effekt des Datenskandals war ohnehin nicht zu erwarten – allein schon weil die Kontroverse um die Weitergabe von Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica erst wenige Tage vor dem Ende des Quartals im März entbrannt war.

Wenn es Auswirkungen gab, würden sie erst im laufenden Vierteljahr richtig zur Geltung kommen. Zum anderen hatte Facebook aber auch wiederholt betont, man habe auch nach Aufrufen zum Verlassen der Plattform keinen bedeutenden Rückgang der Aktivität festgestellt.

Das belegt auch die durchschnittliche Zahl täglich aktiver Nutzer im März: Sie lag bei 1,45 Milliarden nach 1,4 Milliarden im Dezember 2017.

Die massive Kritik an Facebook und die Aussicht auf eine mögliche härtere Regulierung auch im Heimatmarkt USA hatte dennoch Zweifel bei Anlegern geweckt, die den Aktienkurs in den vergangenen Wochen unter Druck gebracht hatten.

(czn/dpa-afxp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 26.04.2018 11:48
    Highlight Highlight Der Skandal wird auch keine Auswirkungen haben - genau wie das bereits bei der Kooperation mit der NSA und all den anderen Fällen passiert ist. Den Leuten ist es schlicht egal, bis dann wirklich mal die Kacke am Dampfen ist. Bei den Leuten. Im Wohnzimmer.

Rund 310.000 Deutsche könnten Opfer des Facebook-Skandals sein

Das Unternehmen Cambridge Analytica erklärte unterdessen, man habe von einem App-Entwickler nur Datensätze zu 30 Millionen Nutzern erhalten.

An der Umfrage hätten sich lediglich 65 Nutzer aus Deutschland beteiligt, wie Facebook auf Anfrage erklärte. Über die Erfassung der Informationen von Freunden - auch durch Verbindungen zu Nutzern in anderen Ländern - könnten bis zu 309 815 Facebook-Mitglieder aus Deutschland betroffen sein.

Das sei die von Facebook errechnete maximale Zahl …

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