Online-Händler sind laut Statistik die Gewinner der Pandemie.
Online-Händler sind laut Statistik die Gewinner der Pandemie.Bild: dpa / Sebastian Gollnow

Online-Shopping boomt seit Corona: Diese Produkte bestellen die Deutschen besonders häufig

17.12.2021, 11:56

Durch die Corona-Pandemie hat sich ein Großteil des Lebens nach Hause verlagert – dazu gehört auch das Einkaufen. Das Statistische Bundesamt teilte diese Woche mit, dass 80 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland schon einmal auf Online-Shopping zurückgegriffen haben. Das entspricht knapp 49 Millionen Menschen.

Insbesondere junge Leute bestellen lieber im Netz, als durch die Einkaufsstraße zu schlendern: Laut Statistik gab es den höchsten Anteil an Käuferinnen und Käufern mit 91 Prozent bei den 25- bis 44-Jährigen, dicht gefolgt von den 16- bis 24-Jährigen. Bei den 45- bis 64-Jährigen liegt der Anteil bei 78 Prozent und von den 65- bis 74-Jährigen kauften nur 55 Prozent über das Internet ein.

Sportartikel sind besonders beliebt

Die beliebtesten Online-Produkte der Deutschen sind demnach Klamotten, Accessoires, Schuhe und Sportartikel. Im ersten Quartal des Jahres 2021 gehörten etwa die Hälfte der im Internet erworbenen Waren zu dieser Kategorie. 31 Prozent der im Netz bestellten Produkte, waren Filme und Musik, danach folgten Bücher und Zeitschriften mit 23 Prozent.

Auch Lebensmittel, Getränke und Güter des täglichen Bedarfs, werden bis vor die Haustür geliefert – sie machen 22 Prozent der insgesamten Bestellungen aus. Der Wochenendausflug zum schwedischen Möbelhaus und Baumarkt erfreut sich hingegen weiterhin großer Beliebtheit: Einrichtungsstücke, Heimzubehör und Gartenartikel wurden mit 22 Prozent am seltensten bestellt.

Online-Handel boomt – wegen Corona

Durch Lockdown und schließende Kaufhäuser haben im vergangenen Jahr immer mehr Leute auf das Einkaufen im Netz zurückgegriffen. Der Online- und Versandhandel ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes klarer Gewinner der Corona-Pandemie: Von April bis Juni 2021 steigerte die Branche ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19,4 Prozent.

Auch das eingeschränkte Sortiment im Einzelhandel ist Auslöser für den Online-Boom – mit der Vielfalt und den Angebotspreisen der Netzhändler können die meisten Warenhausketten nicht mehr mithalten. Viele Leute schätzen am Online-Shopping außerdem die signifikante Zeitersparnis und Einfachheit. Wenn man in der letzten Minute noch Weihnachtsgeschenke braucht, ist es schließlich unkomplizierter, sich diese mit ein paar Klicks liefern zu lassen, als sich durch überfüllte Kaufhäuser zu drängen.

(fw)

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