International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Die Fünf Sterne in Italien machen einen neuen Vorschlag – wie verzweifelt ist er?

So verfahren scheint die Situation in Italien, die einstigen Prinzipienreiter rücken sogar von ihren starren Positionen ab. Um doch noch eine Regierung zu schaffen, hat die populistische Fünf-Sterne-Bewegung einen Lösungsvorschlag gemacht.

Sterne-Chef Luigi Di Maio sagte per Videobotschaft:

Um doch noch mit der fremdenfeindlichen Lega zu regieren und eine Übergangsregierung abzuwenden, könne man vom umstrittenen Kandidaten für das Finanzministerium abrücken und eine Person "mit gleichem Format" finden

Die Regierungsbildung der Sterne und der Lega war am Sonntag geplatzt, weil Präsident Sergio Mattarella den Euro- und Deutschlandkritiker Paolo Savona nicht als Finanzminister akzeptiert hatte.

Man habe den Vorschlag Di Maios "mit großer Aufmerksamkeit" zur Kenntnis genommen, hieß es auf Anfrage aus dem Quirinalspalast, dem Sitz des Staatspräsidenten.

Allerdings ist fraglich, ob sich Lega-Anführer Matteo Salvini darauf einlässt

Seine Partei hat seit der Wahl am 4. März weiter zugelegt, weshalb sie von einer baldigen Neuwahl profitieren könnte.

Die Sterne dagegen sind derzeit die stärkere Partei in einem möglichen Bündnis und haben somit ein größeres Interesse daran zu regieren.

Es könnte sich bei dem Vorstoß deshalb auch um einen letzten Versuch handeln, das Rad noch einmal rumzureißen. In diesem Fall wäre es ein verzweifeltes Unterfangen.

(mbi/dpa)

Mehr aktuelle politische Debatten:

Ex-SPD-Mann will für Erdoğan ins türkische Parlament – 4 Fakten zu Mustafa Erkan

Link zum Artikel

Die Deutsche Bahn beleidigt eine Abgeordnete rassistisch – und entschuldigt sich jetzt

Link zum Artikel

Mordfall Susanna: Ali B. gesteht offenbar die Tat

Link zum Artikel

Wird Kanada der erste G7-Staat, in dem Kiffen legal wird? Der Senat sagt: Ja! 

Link zum Artikel
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum Italiens Lehrer jetzt lernen, wie sie den Teufel besiegen können

Kinder begegnen dem Teufel ja jeden Tag. Er kommt in Form von Drogen, Alkohol und Versuchungen, denen "diese Jugendlichen" eben so ausgesetzt sind. Das glaubt offenbar zumindest die Regierung in Italien – und bietet Lehrern jetzt Exorzismus-Lehrstunden an, damit sie ihren verdammten Schülern helfen können. Über 200 staatlich angestellte Pädagogen haben sich schon angemeldet.

Laut einem Bericht des Magazins Daily Beast kosten die Kurse rund 400 Euro und bekommen Unterstützung von der …

Artikel lesen
Link zum Artikel