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Geburt: Auch bei Männern lässt die Fruchtbarkeit nach – und zwar früher, als viele denken

26.05.2019, 08:2826.05.2019, 10:11

Wer als Frau die magische "30" geknackt hat, der wird es kennen: Plötzlich wird die Fitness der eigenen Reproduktionsorgane einfach mal ungefragt angesprochen. Kommt zunächst oft einfach interessiert daher: "Und was ist mit Kindern?", aber entwickelt sich im Laufe der 30er zur nervigen Besserwisserei: "Aber sooo viel Zeit hast Du ja auch nicht mehr."

Männer werden in der Regel bei solchen Nachfragen ausgespart. Gilt doch die männliche Zeugungsfähigkeit als irgendwie unbesiegbar – im Gegensatz zur Dämmerung, mit der die weibliche Menopause oft beschrieben wird.

Doch diese Darstellung ist falsch.

Wenn ein Paar, trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr, kinderlos bleibt, liegen die biologisch-medizinischen Gründe dafür zu ungefähr gleichen Teilen bei Frau oder Mann.

Soviel wissen wir bereits. Doch die Forschung hinkt in puncto männlicher Unfruchtbarkeit noch hinterher. Weil zumindest auf diesem Gebiet bislang zumeist Frauenkörper im Fokus der Wissenschaft standen. Doch eine neue Studie, basierend auf Daten aus 40 Jahren, zeigt nun, das Unfruchtbarkeit bei Männern sehr viel früher einsetzen kann, als landläufig angenommen.

Wer als Mann die Altersspanne zwischen 35 und 45 erreicht hat, könnte bei einer Schwangerschaft der Partnerin gewisse Risiken bei Mutter und Kind hervorrufen. Schwangerschaftsdiabetes, eine Frühgeburt, ein geringeres Geburtsgewicht zum Beispiel.

Eine der Studienautorinnen, Gloria Bachmann, erklärt:

"Allgemein wird immer davon ausgegangen, das Frauen ab 35 körperliche Veränderungen durchlaufen, die Schwangerschaft und Gesundheit beeinträchtigen können, aber die meisten Männer wissen nicht, das sie das ganz ähnlich betrifft."
Gloria Bachmann, Women’s Health Institute at Rutgers Robert Wood Johnson Medical School

Eigentlich auch nicht wirklich überraschend. Denn schließlich lässt mit steigendem Alter so einiges körperlich zu wünschen übrig: Die Muskelmasse nimmt ab, die Knochendichte und Hautelastizität ebenso und die Spermienqualität eben auch.

Frauen allerdings, so Bachmann, stünden in Bezug auf Kinderlosigkeit mehr im Fokus und würden sich entsprechend auch mehr und intensiver um ihre eigenen reproduktiven Möglichkeiten kümmern. Doch auch Männer, die einen Kinderwunsch hegen und in ihren 30ern nicht den richtigen Zeitpunkt sehen, oder keine Partnerin haben, sollten sich über neue Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin Gedanken machen.

Wer seine Spermien vor dem 35. Lebensjahr einfrieren lässt, könnte nicht nur Unfruchtbarkeit, sondern auch Risiken für Mutter und Kind abwehren, legen diese neuen Forschungsergebnisse nahe.

Denn Kinder kriegen ist nunmal, zumindest biologisch, ein Gemeinschaftsprojekt.

Kinderwunsch
Wer sich über Kinderlosigkeit informieren möchte, findet auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend Informationsmaterial und Kontaktadressen.

Dr. G-Punkt über Frauen und Pornos

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Letztens ist es einfach so passiert. Ich war mit beiden Kindern im Auto unterwegs und im Radio lief "TGIF" von Katy Perry. Nun bin ich wahrlich kein Katy-Perry-Fan, aber bei dem Part, in dem sich der "TGIF"-Sprechgesang immer weiter zuspitzt, bis ein Saxofon-Solo den musikalischen Höhepunkt erreicht, überkam es mich plötzlich, völlig überraschend. Ich spürte wieder dieses Freitagabend-Gefühl und ich vermisste in diesem Augenblick so vieles: die Pläne, alles aus einem Wochenende herauszuholen, spontane Verläufe eines Abends, wenn aus einem geplanten Drink fünf werden, völliges Ausrasten auf einer Tanzfläche, weil ein bestimmter Song gespielt wird.

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