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5 Gründe, warum "The Good Doctor" die Wohlfühlserie des Herbstes ist

Unterschätze Serien: Folge 3
18.10.2018, 19:3530.01.2019, 17:01
Yasmina Banaszczuk
Yasmina Banaszczuk
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Herbst ist Serienzeit! Rein in die Jogginghose, ab auf die Couch. Leider gibt es mehr gute Serien, als wir je gucken können – und vor lauter Auswahl bleiben wir dann doch wieder bei den Gleichen. Aber warum nicht mal was Neues versuchen? 

An dieser Stelle liefern wir dir Inspiration: Richtig gute Serien, die leider viel zu wenige Leute kennen. Diesmal...

"The Good Doctor"
Wo läuft’s? Auf Vox, jeden Mittwoch ab 20:15 Uhr und im Anschluss auf TV Now, kostenpflichtig auf Amazon Prime und maxdome

Wie viele Staffeln gibt’s? In den USA ist gerade die 2. Staffel gestartet.

Für Fans von: House, Grey’s Anatomy, Atypical

Darum geht’s:

Der Trailer:

Der autistische Chirurg Shaun Murphy (Freddie Highmore) ist hochbegabt und gleichzeitig eine absolute Katastrophe im Umgang mit Menschen. Trotzdem soll er nun als Assistenzarzt im St. Bonaventure Krankenhaus anfangen – sehr zum Unmut der Chefärzte und der Geschäftsführung des Krankenhauses. Shauns Mentor Dr. Glassman (Richard Schiff) lässt sich auf einen Deal ein: Sollte Shaun etwas anderes als exzellent sein, tritt er als Klinikleiter zurück…

Ready? Hier kommen 5 Gründe, warum "The Good Doctor" deine neue Serie werden könnte:

Ein cooler Held...

Bild: Giphy

Shaun hat die Gabe, die noch so kompliziertesten Stellen im Körper vor seinem inneren Auge wie ein 3D-Modell zu visualisieren, auseinanderzunehmen und zu verändern. Was nach einer Traumvoraussetzung für einen Ingenieur klingt, ist auch als Chirurg praktisch: Denn so kommt er auf Ideen, die seine Kollegen nicht mal in ihren Träumen haben. Wer jetzt aber denkt, dass Shaun damit ununterbrochen alles richtig macht, liegt falsch!

… mit einer Behinderung.

Denn der junge Assistenzarzt ist alles andere als unfehlbar. Sein Autismus macht ihm große Schwierigkeiten in der Kommunikation, zusätzlich hängt Shaun sehr von seiner Routine ab. Große Menschenmengen oder sehr laute Umgebungen überfordern ihn. Gerade als Arzt muss er aber stets Ruhe bewahren, flexibel sein und mit Patienten sprechen können!

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Bild: Giphy

Die erste Folge nimmt sich daher viel Zeit, die Bedenken der anderen Ärzte zu thematisieren. Wie sehr kann sich Shaun ändern, und wie sehr muss sich sein Umfeld ändern? Autismus wird hier weder schön noch klein geredet, sondern auch in anstrengenden und schmerzhaften Facetten gezeigt. Das ist wichtig.

Sneakpeak: So sieht "The Good Doctor" aus

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Sneakpeak: So sieht The Good Doctor aus
quelle: abc / abc
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Ein sehr diverses Team...

Die Zusammensetzung des Krankenhauses ist wirklich bemerkenswert vielfältig. Nicht nur, dass die Assistenzärzte überwiegend von People of Color gespielt werden, auch die Altersspanne der Chirurginnen und Chirurgen ist groß. Neben dem sehr jungen Team um Shaun gibt es auch viele Frauen Ü40 in Führungspositionen – etwas, das im Mainstream-TV leider immer noch die Ausnahme ist. Und weil sich die Macher der Serie dem bewusst sind, geht’s in "The Good Doctor" auch um Sexismus und Familienplanung!

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Video: watson/team watson

... mit den kleinen und großen Dramen des Lebens.

Der ungewöhnliche Charakter von Shaun eröffnet so viele tolle Erzählstränge, die wir gar nicht alle spoilern wollen: Vorurteile gegenüber Menschen, die sich auf dem autistischen Spektrum befinden, die Herausforderung, erwachsen zu werden und auf den eigenen Beinen zu stehen oder auch die Schwierigkeit, Freundschaften zu schließen. Da Shaun auf Probe eingestellt wurde, muss er sich immer wieder beweisen, um an den begehrten chirurgischen Eingriffen teilnehmen zu dürfen.

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Bild: Giphy

Auch die Nebencharaktere sind komplex und liebevoll ausgearbeitet. Der Chirurg Marcus Andrews (Hill Harper) und seine Frau versuchen vergebens, ein Kind zu bekommen und Karriere und Familienperspektiven zu vereinbaren. Und als die junge Ärztin Claire Browne (Antonia Thomas) von einem Vorgesetzten wiederholt dazu gedrängt wird, mit ihm zu schlafen, setzt ihr Widerstand eine Kettenreaktion in Gang, die das gesamte Team verändert.

Manches kennt man selbst, anderes geht einem dann doch näher als man zugeben möchte – kein Wunder, denn "The Good Doctor" ist ein herausragendes Drama.

Entwaffnend lebensfroh <3

Egal, wie schwer es das Team des St. Bonaventure Krankenhauses gerade haben: Am Ende jeder Folge ist man gut gelaunt. Shaun ist einfach so glücklich, Arzt sein zu können – und lernen zu dürfen –, dass es ansteckend wirkt. Er liebt es, anderen zu helfen. Probleme zu lösen. So sehr, dass man selbst nach jeder Folge ein kleines bisschen die Welt retten möchte. Und das könnte die Welt gerade sicher gut gebrauchen, oder? 

Und, wirst du mal reinschalten?
Welche Serie findest du unterschätzt und sollten wir alle dringend schauen? Schreib es uns in die Kommentare!

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