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Schlecht? Kult! Hier der Klischee-Guide zu den besten Schnulzen zum Fest

Anna Rinderspacher

Feiertagsschnulzen sind wie Weihnachtsplätzchen: Sie sind schrecklich süß, sie machen glücklich und sie verwenden fast alle dieselben Zutaten: Feiertagskitsch, Romantik und einen Hauch Magie. US-Sender wie Lifetime und Hallmark befolgen dieses Erfolgsrezept seit Jahren, und spicken ihr Programm im November und Dezember mit eigens für ihr Publikum produzierten Weihnachtsromanzen.

Nun scheint auch Netflix auf das Potenzial des Genres aufmerksam geworden zu sein. Nachdem der Streaming-Dienst zunächst einige Hallmark- und Lifetime-Produktionen in sein Sortiment aufgenommen hatte, versuchte es sich Ende 2017 an der ersten eigenen Weihnachtsschnulze, “A Christmas Prince” – und landete damit offenbar ebenfalls einen Hit.

Zwar gibt der Streamingdienst keine offiziellen Abrufzahlen heraus, doch dieser Tweet scheint ein guter Indikator zu sein:

Klar, dass man 2018 an diesen Erfolg Anknüpfen will und zwar mit gleich drei eigens produzierten Feiertagsromanzen - “The Holiday Calendar”, “The Princess Switch”, und der Fortsetzung “A Christmas Prince: The Royal Wedding”.

Die entscheidende Frage lautet also: Welche dieser Feiertagsschnulzen sind einfach nur schlecht und welche sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind? Wir haben uns für euch durch die fünf beliebtesten Weihnachtsromanzen auf Netflix geschaut...

The Holiday Calendar 

Die Handlung: 
Fotografin Abby (Kat Graham aus “Vampire Diaries”) erbt einen magischen Adventskalender, dessen Inhalte die Geschehnisse des jeweiligen Tages vorhersagen.

Das führt zu einer Begegnung mit einem heißen alleinerziehenden Vater, der auf den ersten Blick wie der absolute Hengst erscheint. Aber Moment mal, Abbys bester Freund seit Kindertagen ist eigentlich auch nicht von schlechten Eltern...

The Holiday Calendar – Trailer

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Video: YouTube/Blogbusters

Bestes Klischee:
Die fiktive Kleinstadt in der sich alle kennen außer dem anbandelnden Paar.

Schlimmstes Klischee:
Der verstorbene Angehörige, um den an Weihnachten alle trauern. In diesem Fall Abbys Oma, die ihr den Adventskalender vererbt hat und mit dessen Hilfe sie offenbar versucht, Abbys Liebesleben zu kontrollieren.

Ziemlich uncool, Oma.

Unsere Wertung: 🎅🎅🎅

Halbwegs charmante Charaktere, die allerdings so viel sexuelle Energie versprühen wie zwei Scheite Kaminholz.

The Princess Switch

Die Handlung:
Bäckerin Stacy (Vanessa Hudgens aus “Highschool Musical”) lernt durch Zufall ihre Doppelgängerin Prinzessin Margaret (ebenfalls Vanessa Hudgens) kennen, die ihr einen brisanten Vorschlag unterbreitet: Sie sollen für zwei Tage die Plätze tauschen und sich als die jeweils andere ausgeben, auch gegenüber ihren jeweiligen Love Interests!

The Princess Switch – Trailer

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Video: YouTube/Netflix

Bestes Klischee:
Das an den Haaren herbei gezogene europäische Land, in dem natürlich alle mit britischem Akzent sprechen.

Schlimmstes Klischee:
Dass ein misstrauischer Butler den Rollentausch zwar sofort bemerkt, Margarets eigener Verlobter und Stacys bester Freund aber bis zuletzt ahnungslos bleiben. Wenn die beiden Herren die Frauen an ihrer Seite wirklich so schlecht kennen, sollten die Mädels vielleicht darüber nachdenken, die Dünnbrettbohrer abzuservieren.

Unsere Wertung: 🎅

Unorigineller Abklatsch von Mark Twains Geschichte “Der Prinz und der Bettelknabe, die Adlige so zeigt, wie man sie aus den Medien kennt: Schniegelglatt und zum Gähnen langweilig.

A Christmas Prince

Die Handlung:
Um schmutzige Details über einen angeblichen Skandalprinzen zu Tage zu fördern, gibt sich Klatsch-Reporterin Amber (Rose McIver aus “iZombie”) als Nachhilfelehrerin für dessen körperlich behinderte Schwester aus. Dabei entdeckt sie eine Seite des Prinzen, die bisher keiner kannte.

A Christmas Prince – Trailer

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Video: YouTube/KinoCheck Home

Bestes Klischee:
Das kuppelnde Kind.

Schlimmstes Klischee:
Die intrigante Rivalin, die um jeden Preis Prinzessin werden will.

Unsere Wertung: 🎅🎅🎅

Moralisch fragwürdige aber sehr süße Adels-Romanze mit sympathischen Hauptfiguren.

The Spirit of Christmas

Die Handlung:
Anwältin Kate soll den Verkauf eines Bed & Breakfast abwickeln, in dem es seit vielen Jahren spuken soll. Und weil Kate in ihrem Job immer 200 Prozent gibt, beschließt sie sexy Poltergeist Daniel dabei zu helfen, die Umstände seines Todes zu klären und so hoffentlich endlich Frieden zu finden.

Ein Weihnachtswunder (dt. Titel) – Trailer

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Video: YouTube/KinoCheck Home

Bestes Klischee:
Dass Poltergeist Daniel immer noch so gekleidet ist, wie am Tag seines Todes. Wieso tragen eigentlich nicht mehr Männer Hosenträger und Westen im Alltag?

Schlimmstes Klischee:
Dieser Satz des Protagonisten: “12 Tage mit dir sind nicht genug. Ich will mehr!”

Unsere Wertung: 🎅🎅🎅🎅🎅

Hier waren ganz offensichtlich echte Kitschprofis am Werk. Kein Wunder, denn der Film ist eine Produktion des amerikanischen Grußkarten-Herstellers Hallmark für dessen eigenen Fernsehsender. Wenn Weihnachtsschnulzen wie Plätzchen sind, dann überfressen wir uns gerne jederzeit wieder an “The Spirit of Christmas”.

Merry Kissmas

Die Handlung:
Die frisch verlobte Kayla knutscht mit dem einsamen Caterer Dustin (Brent Daugherty, manchen vielleicht bekannt aus “Pretty Little Liars”) im Fahrstuhl. Weil ihr Verlobter damit beschäftigt ist, ein Ballett zu choreografieren, verbringen Kayla und Dustin immer mehr Zeit miteinander und stellen dabei fest, dass sie wie füreinander geschaffen sind.

Merry Kissmas – Trailer

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Video: YouTube/MarVista Entertainment

Bestes Klischee:
Der ältere Herr im Weihnachtsmannkostüm, der Kayla auf der Straße anspricht und mit 99,9-prozentiger Sicherheit tatsächlich der Weihnachtsmann sein soll.

Schlimmstes Klischee:
Dass ein freundliches Mädchen wie Kayla es so lange mit dem Arschloch-Choreografen ausgehalten hat und ihn letzten Endes nur verlässt, weil sie jemand besseren gefunden hat und nicht einfach, weil sie sich selbst mehr wert ist.

Unsere Wertung: 🎅🎅

Ich hatte keinerlei Erinnerung daran, dass ich diesen Film gesehen habe, bis ich entdeckt habe, dass ich sogar eine Bewertung dafür abgegeben habe. Selbst nach erneutem Anschauen des Trailers konnte ich mich nur daran erinnern, dass die Romanze zuckersüß war und (*Spoiler Alert*)ein Hund ein neues Zuhause gefunden hat. Aber seien wir ehrlich: Was will man mehr von so einem Film?

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Video: watson/Helena Düll

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