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Bild: Netflix/Montage Watson

"Spuk in Hill House" wartet auf Staffel 2 – und die wird... anders

Elisabeth Kochan
Elisabeth Kochan

Als "Spuk in Hill House" am 12. Oktober auf Netflix erschien, hieß es direkt: "Der blanke Horror" (Welt), "setzt neue Grusel-Maßstäbe" (Stern), "Ohnmacht und Kotze" (TV Movie). Naja. Ob die Serie jetzt wirklich der Höhepunkt des Gruselns ist, muss jeder selbst entscheiden – Fakt ist aber: Wir haben lange keine Serie mehr gesehen, die eben nicht nur so unheimlich spannend, sondern auch noch überraschend unberechenbar ist. 

Kein Wunder also, dass das Geschrei nach Staffel 2 groß ist.

*kreisch*

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Bild: Giphy

Das Problem dabei: Staffel 1 setzte der Geschichte der Crains ein zwar umstrittenes, aber eben doch sehr finales Ende. Und weil es auch ordentlich daneben gehen kann, eine Serie, deren Story eigentlich nach einer Staffel abgeschlossen war, künstlich am Leben zu erhalten (*hust* "Tote Mädchen lügen nicht" *hust*), entschied sich der Drehbuchautor/Regisseur Mike Flanagan in diesem Fall, die Crains ruhen zu lassen – und "Spuk in Hill House" auf eine Staffel zu beschränken.

Eigentlich.

Denn obwohl Flanagan schon im Oktober gegenüber Entertainment Weekly sagte, er betrachte die Geschichte der Crains als beendet, lassen die Nachfragen nicht nach – und so ganz kann er eine zweite Staffel eben doch nicht ausschließen:

"Ich glaube, dass es zahlreiche Richtungen gibt, in die wir gehen könnten, sowohl mit dem Haus oder mit etwas ganz anderem. Ich liebe auch die Idee einer Anthologie [einer Sammlung verschiedener Geschichten]. Aber meiner Meinung nach haben die Crains genug durchgemacht, und wir haben sie genau so verlassen, wie wir sie in Erinnerung behalten möchten, wir, die an der Serie gearbeitet haben."

Mike flanagan gegenüber entertainment weekly

Und jetzt äußern sich auch die Darsteller der Crains:

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Bild: Netflix

Carla Gugino ("Olivia Crain") meint:

"Mike Flanagan sagte, er sei an der Idee einer Anthologie interessiert, bei der einige Schauspieler zurückkehren würden, um andere Rollen zu spielen. Ich glaube, er hat das Gefühl, die gesamte Geschichte der Crain-Familie erzählt zu haben. Aber wenn man mich fragen würde und ich verfügbar wäre, würde ich das echt gern machen, insbesondere weil ich so gern mit ihm zusammenarbeite."

Carla gugino gegenüber Hollywood Reporter

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Bild: Netflix

Und auch Michiel Huisman ("Steven Crain") äußerte sich dazu:

"Ganz zu Beginn, als wir noch in den Dreharbeiten steckten, hatten wir Gespräche darüber, wie eine zweite Staffel aussehen könnte [...]. Es ist möglich – falls die Serie erfolgreich ist –, dass eine zweite Staffel folgt, die immer noch in der Welt von Hill House spielt. [...]
Aber ich kann mir auch total vorstellen, dass er (Flanagan) die Idee vorschlägt, einfach nur ein Spin-off zu drehen. Eine Anthologie-Serie zu filmen und das Ganze in eine völlig andere Richtung zu lenken. Da müssen wir abwarten. Das ist das Coole an Netflix, sie sind für alles offen."

Michiel huisman gegenüber joe

Aber was heißt das eigentlich, "Anthologie"?

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Bild: FX Network

Für wen "Spuk in Hill House" nicht die erste Horrorserie war, wird sicher schon mal etwas von "American Horror Story" gehört haben – ebenfalls auf Netflix zu sehen. Und diese Serie könnte zu einer Art Vorbild für "Hill House" werden, denn sie folgt dem Anthologie-Prinzip, von dem hier die Rede ist: 

Jede Staffel erzählt eine eigene Geschichte, was bedeutet, dass die einzelnen Staffeln fast völlig voneinander losgelöst sind. Das Besondere dabei: Viele der Darsteller kehren in späteren Staffeln zurück – allerdings in anderen Rollen. 

Erwartet uns in Staffel 2 also zumindest die Crain-Darsteller, wenn auch in anderen Rollen und in einem anderen Setting als dem spukenden Hill House? Nun, dann müsste wohl zumindest der Titel geändert werden. Oder aber Netflix entscheidet sich für die zweite Variante...

Staffel 2 – Option 2: Die Hills

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Bild: Netflix

Schon im Verlauf der ersten Staffel wurde klar: Dieses Haus hat eine ausführliche Geschichte zu erzählen. Von den ursprünglichen Bewohnern, die dem Haus seinen Namen gaben – den Hills –, lernten wir zwar nur die verrückte Poppy kennen, aber Mike Flanagan verriet Entertainment Weekly, dass sie eigentlich deutlich mehr Material zu den Hills geplant hatten:

"Wir hatten eigentlich sogar eine komplette Geschichte des Hill House geschrieben und durchgeplant. Jede zweite Folge sollte mit einer etwa 5-minütigen 'Geschichtsstunde' beginnen, vorgelesen von Steven aus seinem Buch [...]. Wir hatten eine sehr komplexe Geschichte der Hill-Familie aufgebaut, die wir leider letztlich nicht verfilmten. Wir hatten weder die Zeit noch das Geld dafür, was mir damals echt das Herz brach, aber wir dachten uns, wenn wir uns auf irgendjemanden fokussieren sollten, dann auf die Crain-Familie."

Mike Flanagan gegenüber Entertainment weekly

Noch ist zwar nichts von Netflix bestätigt, aber wenn dieser Fokus auf die Crains in Staffel zwei nun wegfällt, erwartet uns vielleicht doch eine Hintergrund-Geschichte dazu, wie das Hill House überhaupt zu diesem Grusel-Albtraum werden konnte – und wer weiß: vielleicht ja tatsächlich mit denselben Schauspielern...

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  • 74%Ja! Aber bleiben wir doch bitte in Hill House – ich will wissen, wie der Spuk entstand.
  • 11%Nein. Staffel 1 war super, aber man sollte nichts fortsetzen, was eigentlich abgeschlossen war.

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