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Fieber messen galt bislang als wichtiges Mittel im Kampf gegen Corona. Doch neuere Erkenntnisse zeigen, dass das hinfällig sein könnte. Bild: dpa / Florencia Martin

Corona-Symptome: Husten und Fieber treten nicht so häufig auf wie gedacht

Bisher schien die Sache klar: Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, zeigt in den allermeisten Fällen Symptome, die denen einer Erkältung oder einer Grippe ähneln. Husten, Fieber, Schnupfen – das galt bislang als ziemlich eindeutiges Indiz.

Doch möglicherweise müssen wir da wieder umdenken. Schließlich ist das Virus, das derzeit unser Leben weitgehend beherrscht, immer noch neu. Das bedeutet, dass alle Erkenntnisse erstmal nur vorläufig gelten. So auch im Falle der Symptome.

Denn zwei Ärzte vom Universitätsspital Basel schreiben im Fachmagazin "Swiss Medical Weekly", dass Infizierte häufiger als zunächst angenommen an untypischen Symptomen litten. Das gelte vor allem in der Risikogruppe der älteren Menschen.

Krankheitsbild von Covid-19 ist ein Chamäleon

Die beiden Autoren des Artikels berichten unter anderem von einem 83-jährigen Patienten, der wegen eines Sturzes eingeliefert worden sei. Er habe über Schmerzen im Brustkorb geklagt. Eine Untersuchung habe ergeben, dass er mit dem Coronavirus infiziert sei. Symptome wie Fieber oder Husten habe er nicht gehabt. Weiter berichten sie, sie würden derzeit drei schwere klinische Fälle behandeln, die keinerlei Symptome aufgewiesen hätten, als sie in die Klinik gekommen seien.

Daraus folgt für die Ärzte:

"Wir brauchen neue Definitionen für diese Gruppe von Patienten, die älter sind und dazu neigen, unspezifische Symptome wie Schwäche und Müdigkeit zu zeigen."

Sie sprechen davon, dass das Krankheitsbild von Covid-19 ein Chamäleon sei. Sprich, die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen und auch in sehr verschiedener jeweiliger Ausprägung. Die Bekämpfung des Virus macht das sicherlich nicht einfacher.

(om)

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