
Wer seine Mails checkt, sollte gesunde Skepsis vor Phishing-Mails walten lassen.Bild: dpa/ Andrea Warnecke
Digital
13.01.2024, 15:2113.01.2024, 15:21
Betrug im Internet ist so präsent wie Werbung in kostenlosen Apps. Kriminelle bedrohen regelmäßig ahnungslose Verbraucher:innen mit raffinierten Täuschungsmanövern, um an sensible Informationen oder Geld zu gelangen. Phishing-Nachrichten, die im Namen von Banken, Paketdiensten oder anderen Anbietern versendet werden, sind leider keine Seltenheit.
Obwohl Spamfilter viele dieser betrügerischen E-Mails abfangen, schaffen es einige dennoch in die regulären Postfächer. Unachtsame User:innen laufen Gefahr, in die Hände skrupelloser Betrüger zu geraten. Besondere Vorsicht ist derzeit geboten für die Kund:innen eines Mail-Anbieters.
Gefälschte Mail im Umlauf: Verbraucherzentrale warnt
Kurz vor dem Wochenende hat die Verbraucherzentrale alarmierende Informationen veröffentlicht, die vor einem aktuellen Phishing-Angriff auf die Kundschaft des Internetportals web.de warnen.
In einer gefälschten E-Mail, die vorgibt von Web.de zu stammen, wird behauptet, dass die E-Mail-Version des Nutzers veraltet sei. Die Nachricht warnt, dass das Empfangen und Versenden von Mails nicht mehr möglich sei, wenn die Version nicht innerhalb eines Tages aktualisiert wird.
Damit versuchen die Kriminellen, Druck aufzubauen. Die Aktualisierung soll über einen in der Mail enthaltenen Link erfolgen. Ein besonders hinterlistiger Zug besteht darin, zu behaupten: "Dieser Zweck ist wichtig und wir tun es immer, um unseren Sicherheitsdienst zu verstärken, der Sie besser bedienen wird." Auf keinen Fall sollten User:innen auf den Link klicken.

So oder so ähnlich könnte die betrügerische Mail im Namen von web.de aussehen.Bild: Verbraucherzentrale
Es gibt jedoch klare Indizien, die in diesem Fall darauf hinweisen, dass es sich bei dieser E-Mail um einen Phishing-Versuch handelt.
Zunächst fällt auf, dass die Mail den Empfänger oder Empfängerin nicht direkt anspricht. Stattdessen ist die Rede allgemein von "Benutzer". Ein weiteres auffälliges Merkmal ist die Änderung der Schriftartformatierung nach dem Button mit dem beigefügten Link. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, auf derartige betrügerische Mails nicht zu reagieren.
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Betrug und Phishing? Diese Merkmale einer Mail sind verdächtig
Zum Schutz sensibler Informationen und des eigenen Vermögens ist es ratsam, dass Kund:innen stets eine gesunde Skepsis gegenüber E-Mails und SMS bewahren. Diese Vorsicht gilt nicht ausschließlich für die Kund:innen von web.de, sondern sollte von allen beherzigt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet nützliche Ratschläge an, um Phishing-Mails zu erkennen. Hierzu gehört beispielsweise:
- Die vermeintlich dringende Handlungsnotwendigkeit, die in der Art eines Ultimatums formuliert ist, wie zum Beispiel: "Ihre Daten sind in Gefahr, wenn Sie nicht unverzüglich eine Aktualisierung durchführen, sind sie für immer verloren …".
- Das Vorhandensein von Links oder Formularen in der E-Mail, die potenziell auf betrügerische Websites führen könnten.
- Die Aufforderung, vertrauliche Informationen wie die PIN für den Online-Bankzugang oder eine Kreditkartennummer preiszugeben.
- Drohungen, die Kund:innen unter Druck setzen, wie etwa: "Wenn Sie dieser Anweisung nicht Folge leisten, müssen wir leider Ihr Konto sperren …"
- Die scheinbare Herkunft der E-Mail von einer bekannten Person oder Organisation, deren Anliegen jedoch aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit Zweifel aufkommen lässt.

Kriminelle bedrohen regelmäßig ahnungslose Verbraucher:innen mit raffinierten Täuschungsmanövern.Bild: imago stock&people / Schöning
Bei E-Mails, auf die mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft, sollten die Empfänger:innen misstrauisch sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich dabei um eine Phishing-Nachricht.
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