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Ecstasy-Lehrstunde: Japanischem Uni-Professor droht Haft

Es sollte offenbar eine ganz besondere Lehrstunde werden: Einem Professor in Japan wird vorgeworfen, seinen Studenten gezeigt zu haben, wie sie MDMA – gemeinhin auch als Ecstasy bekannt – herstellen können.

Nun drohen dem 61-Jährigen von der privaten Universität Matsuyama bis zu zehn Jahre Haft. Über den Fall berichtet unter anderem die englischsprachige Nachrichtenseite Kyodo News aus Japan.

In Japan müssen Wissenschaftler eine Lizenz beantragen, um die Herstellung von illegalen Drohen lehren zu dürfen. Der beschuldigte Professor hatte das nicht.

Uni droht mit Disziplinarmaßnahmen

Laut dem Bericht von Kyodo News geht es um einen Vorfall im Jahr 2013. Elf Studenten sollen an der Drogen-Lehrstunde Teil genommen haben, vier seien von den Ermittlern befragt worden. Vom MDMA seien keine Spuren gefunden wurden, berichtet Kyodo News weiter, allerdings von einer weiteren Droge. Laut der britischen Zeitung "Guardian" handelt es sich dabei um die Designer-Droge "5F-QUPIC".

Die Universität werde Disziplinarmaßnahmen gegen den Professor und seinen Assistenz-Professor aussprechen, berichtete der "Guardian".

"Wir möchten uns aufrichtig dafür entschuldigen, dass wir den Studenten und ihren Eltern ernsthafte Sorgen bereitet haben", sagte der Präsident der Universität, wie Kyodo News berichtet.

(ll)

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