Leben
Kraft Heinz stock tanks after dividend reduction Bottles of Kraft Heinz ketchup on a supermarket shelf in New York on Friday, February 22, 2019. ( PUBLICATIONxNOTxINxUSAxUK RichardxB.xLevine

Bild: imago/Levine-Roberts

Mitten in der Grillsaison: Bei Edeka gibt es Ärger um Ketchup

Wie heißt es so schön? Wenn sich Zwei streiten, dann freut sich der Dritte. So ist das anscheinend nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Discountern. In der Branche ist gerade ein großer Ketchup-Streit im Gange.

Edeka streitet sich mit dem Marken-Hersteller "Heinz" – es geht um Lieferkonditionen, Preise und Plätze im Regal. Für die Discounter Aldi und Lidl könnte der Streit ein Gewinn sein.

Der Grund: Es ist Sommer und viele Menschen lieben es, in dieser Zeit zu grillen. Zu einem ordentlichen Stück Fleisch oder einem Bratling gehören Soßen und eben auch Ketchup für die meisten Menschen dazu. Nun hat aber Edeka gerade in dieser Zeit keinen Marken-Ketchup in den Regalen stehen.

Kein Problem, denkst du nun vielleicht. Für Edeka ist das aber unpraktisch, da dort beinahe ausschließlich Ketchup der Marke "Heinz" in den Regalen stand. Kunden, die nun bei Edeka Marken-Ketchup kaufen wollen, stehen gerade vor leeren Regalen.

So versucht sich Edeka zu wehren:

Edeka setzt seit Beginn des Streits voll auf eigene Soßen, wie "Chip" berichtet. Demnach versuche der Discounter gerade die Regallücken mit Soßen von Eigenmarken zu füllen.

Was hat das mit anderen Discountern wie Lidl und Aldi zu tun?

Den Kunden ist es letzten Endes ziemlich egal, ob sie ein Marken -oder ein No-Name-Produkt in den Regalen finden. Eine aktuelle Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass drei von vier Kunden nicht bemerken, wenn ein Markenprodukt fehlt, 52 Prozent ist das sogar völlig egal.

Für Edeka bedeutet das: Sie können munter weiter verhandeln, da ihnen keine Kunden verloren gehen. Nur weil der Ketchup fehlt, so zeigt die Untersuchung, bleiben die Kunden nicht fern. Edeka sitzt diesbezüglich also am längeren Hebel.

Für Aldi und Lidl bedeutet das: Nach dem Edeka-Besuch können die Kunden einfach zu ihnen kommen und dort ihr Marken-Ketchup kaufen, wenn sie es wollen.

(hd)

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  • Michel 19.06.2019 20:40
    Highlight Highlight Als EDEKA-Kunde finde ich es richtig, das sich die Firma Edeka nicht alles von den Lieferanten vorschreiben läßt.

    Bei der Firma Heinz-Ketchup kommt mir als erstes der Gedanke: Herr Trump hat wieder zugeschlagen - „America First and only America first“.

    Es wäre besser diesen „Zucker-Ketchup“ genauso wie Coca Cola u. andere extrem Zuckerhaltigen Getränke u. Speisen aus dem Handel zu nehmen.

    Diese extrem zuckerhaltigen Speisen u. Getränke haben nichts mit der Freiheit des Menschen zu tun.

    Diese Nahrung u. diese Getränke schädigen unsere Gesundheit u. nehmen uns letztlich unsere Freiheit.
  • PennyLane 19.06.2019 15:07
    Highlight Highlight Ich hab lange zeit bei EDEKA gearbeitet und muss sagen sowas passiert ständig. Das an Silvester die Chips Produktionsprobleme haben, im Sommer das Bier und tatsächlich auch Dr. Oetker die Backzutatenpreise erhöht und EDEKA sich weigert diese weiter zu verkaufen.... ein guter Markt sortiert da sein Regal einfach um und kümmert sich rechtzeitig um alternativ produkte. Dann fällt das den wenigsten Kunden auf...

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Nein, man muss sich Betriebswirt sein, um folgende Rechnung aufzustellen: Bei 82 Millionen Menschen in Deutschland, die alle eins gemeinsam haben – nämlich, Nahrung zu sich nehmen zu müssen – lohnt es sich, Lebensmittel zu verkaufen.

Und so tobt hierzulande der Konkurrenzkampf der Discounter und Supermärkte. Lidl, Aldi, Rewe, Netto, Edeka und wie sie alle heißen liefern sich seit geraumer Zeit auch ein ziemlich Wettrüsten in Sachen Werbung.

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